Ein anderes Europa

Am vergangenen Wochenende feierte die EU ihren 50. Geburtstag. Gleichzeitig fand in Wil (SG) eine internationale Gegenveranstaltung mit Referenten aus ganz Europa statt, welche von Young4FUN (Junge für Freiheit Unabhängigkeit und Neutralität) organisiert wurde. An dieser Veranstaltung wurde das Projekt EU kritisch hinterfragt. Gerad Batten von der Unabhängigkeitspartei England und Mitglied des EU Parlaments erklärte, dass die EU die Völker Europas hintergehe und nicht respektiere, da man nun nach Ablehnung der EU-Verfassung, diese einfach in Form einer Erklärung wieder bringen wolle, um damit Volksabstimmungen zu umgehen. Dies zeige das antidemokratische System der EU. Weiter erklärte er, dass die EU immer mehr in Richtung eines bürokratischen Sozialistenstaates, ähnlich wie die ehemalige UdSSR, steuere und dass man nicht EU Mitglied und gleichzeitig ein direktdemokratisches System, wie die Schweiz haben könne. Ähnlich argumentierte Kjell Dahle von der Zentrumspartei Norwegen. In Norwegen hätten sie nicht einmal über den EWR Beitritt abstimmen können, da er sonst abgelehnt worden wäre. Lea Launokari Vorsitzende der Alternativen zur EU aus Finnland erklärte, dass nach Meinungsumfragen 71% der Finnen die EU ablehne, doch dass dies die Regierung nicht interessiere. Abschliessend ist zu erwähnen, welchen Rat alle ausländischen Referenten der Schweiz gaben, nämlich unter keinen Umständen der EU beizutreten, den austreten könne man nicht mehr.

Michael Kreuzer