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Ein
bitterarmes, gebirgiges Agrarland tritt 1946 voller Hoffnung der
UNO bei. Am Weihnachtstag 1979 überfällt die Armee eines
ständigen Mitgliedes des UNO-Sicherheitsrates das Land und
besetzt es. In den folgenden 20 Jahren sterben 2,5 Millionen Menschen
an den direkten oder indirekten Kriegsfolgen, an Armeeüberfällen,
Hungersnot oder Mangel an medizinischer Versorgung. 30% der Bevölkerung
flüchten in die Nachbarländer. Landminen verkrüppeln
einen Drittel (!) der Bevölkerung an Beinen oder Armen. Ein
anderes ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates finanziert
Koranschulen für hungrige Kriegswaisen, in denen diese mit
modernen Waffen zu Freiheitskämpfern ausgebildet
werden. Die UNO erlässt ein Embargo gegen die Freiheitskämpfer,
worauf die meisten internationalen Hilfswerke (ausser dem Roten
Kreuz) das in den vergangen Jahre von der Dürre heimgesuchte
Land verlassen und die Nachbarländer die Grenzen schliessen.
Im
Oktober 2001 (kurz vor dem Ramadan) wird das Land völkerrechtswidrig
von militärischen Spezialeinheiten zweier ständiger Mitglieder
des UNO-Sicherheitsrates infiltriert, weil sie vermuten, dass die
von ihnen bisher unterstützten Freiheitskämpfer
für den Terroranschlag vom 11. September mitverantwortlich
seien. Die Genfer Konvention wird mehrfach verletzt: Bombenteppiche
mit Splitter- und Benzinbomben fordern Tausende von Opfern unter
der Zivilbevölkerung, Einrichtungen des Roten Kreuzes mit Hilfsgütern
werden mehrmals bombardiert, es gibt Massaker an Gefangenen, über
1 Million Menschen sollen nahe dem Hungertode sein.
Bundesrat
Deiss meint, die Schweiz müsse bei der UNO dabei sein.
P. Aebersold, Zürich
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