Young4FUN.ch wird Mitglied von TEAM

(the european alliance of eu-critical movements)
Medienmitteilung vom 3. April 2003

In Tallinn (Estland) ist die EU-kritische Jugendbewegung Young4FUN.ch - vertreten durch eine kleine Schweizer Delegation - von der TEAM-Generalversammlung einstimmig als Mitglied aufgenommen worden. Unter TEAM (the european alliance of eu-critical movements) hat sich eine breite Allianz von inzwischen 65 EU-kritischen Organisation aus 20 Nationen zusammengeschlossen, die das volle Spektrum nicht-extremistischer Politik umfasst. TEAM und Young4FUN.ch beweisen, dass es sich bei der europaweiten EU-kritischen Bewegung nicht um sture Nationalisten handelt, sondern um konstruktive Kräfte - welche eine weltweite Zusammenarbeit klar begrüssen und diese selber auch pflegen. Sie setzen sich aber auch für mehr Demokratie und bessere, gemeinsame Problemlösungsprozesse ein, bei denen die Souveränität der einzelnen Staaten nicht leidet und bei der alle Staaten demokratisch und als gleichwertig berücksichtigt werden.

Am Annual General Meeting von TEAM nahmen VerteterInnen von EU-kritischen Organisationen aus 20 Staaten teil. Darunter waren verschiedene Mitglieder des EU-Parlaments sowie von verschiedensten Jugendorganisationen. Es wurden Ideen für erfolgreiche Kampagnen insbesondere in den EU-Beitrittskandidaten-Staaten ausgetauscht und Alternativen zur EU für ein besseres, demokratischeres Europa entwickelt. Nach dem dreitägigen TEAM-Kongress in Tallinn (Estland) besuchte die Young4FUN.ch-Delegation in Finnland die "Youth against EU", um sich vor Ort ein Bild über deren Aktivitäten zu machen.

Bemerkenswert für die Young4FUN.ch-Delegation war unter anderem:
a) In nahezu allen Staaten ist man der Schweiz unglaublich dankbar, dass sie nicht in der EU ist und damit beweist, dass ein weltoffener Weg auch ohne EU gut möglich ist. Die Direkte Demokratie der Schweiz, das Modell der Schweizer Partnerschaft mit der EU und auch der Europarat (wo die Schweiz dabei ist) oder die EFTA (wo die Schweiz dabei ist) sind für viele EU-kritische Kräfte aus ganz Europa Vorbildmodelle für ihre eigenen Staaten und gerade im Bereich Direkter Demokratie auch für die EU.
b) Die Norweger sprechen alle von miserablen Erfahrungen mit dem EWR und es sind Bestrebungen da, sich vom EWR zu lösen.
c) In nahezu allen Staaten besteht zwischen der Regierung sowie den grossen Medien und den diesbezüglichen Anliegen der Bevölkerung eine grosse Diskrepanz.
d) Setzen sich Jugendliche aus Norwegen, Dänemark, Estland, Litauen, England, Schweden, Finnland, Malta etc. etc. genau wie Young4FUN.ch mit viel Einsatz und trotz heftigem Widerstand für ein besseres, demokratischeres und menschlicheres Europa ein.

Aus der Schweiz und aufgrund unserer Erfahrung mit Kampagnen, den jugendgerechten Polit-Aktivitäten und der Schweizer Aussenpolitik konnten wir auch anderen Staaten viel mitgeben.
Für Young4FUN.ch ist klar, dass internationalen Aktivitäten verstärkt werden. So ist zum Beispiel unter dem Motto "Solidaritäts-Tourismus" ein Jugendcamp in Estland geplant, bei dem wir zusammen mit Jugendlichen aus Finnland, Norwegen, England, Dänemark (etc.) und natürlich Estland mit Diskussionen unter Jugendlichen und Strassentheatern die "Nein zu EU"-Kampagne in Estland unterstützen wollen. Auch setzt sich Young4FUN.ch für einen demokratischeren und weniger weit gehenden Konvent ein.
Als Gegengewicht zu den milliardenschweren Propagandakampagnen der EU wird für demokratische und kritische Bürgerinitiativen aus ganz Europa die Vernetzung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit immer wichtiger.

Weitere Infos unter der TEAM-Homepage: www.teameurope.info

Kontakt:
Lukas Reimann, Delegationsleiter Tallinn-Reise, 078 648 14 41
Kevin Grangier, Präsident Young4FUN.ch Westschweiz, 079 432 37 64
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