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Medienmitteilung
vom 6. Oktober 2002
(Y4FUN) Der
Vorstand der Jugendpolitorganisation Young4FUN.ch hat einstimmig
mit 19 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung beschlossen, das Referendum
gegen die geplante Armee 21 zu ergreifen. Die Armee 21 wird als
zukunftsfeindlicher und die Sicherheit der Schweiz gefährdender
Rückschritt bewertet, welcher die Anliegen der Jugendlichen
und zukünftigen Armeeangehörigen überhaupt nicht
berücksichtigt. Die Armee 21 diskriminiert die Jugend und ist
bildungsfeindlich, da das Gros der Dienstzeit auf die Ausbildungszeit
verlagert wird.
Young4FUN.ch
hat sich bereits an der Vernehmlassung zur Armee 21 beteiligt und
feststellen müssen, dass ihre Anliegen nicht berücksichtigt
wurden. Young4FUN.ch wird sich für eine Reform der Armee einsetzen,
welche auch in Zukunft fähig ist, die Sicherheit, Neutralität
und Unabhängigkeit der Schweiz zu garantieren und welche auf
die Bedürfnisse der zukünftigen Armeemitglieder eingeht.
- Junge Männer
müssen neu im Alter von 20 bis 27 Jahren also für
viele während ihrer Ausbildung mindestens (fast) ein
Jahr Militärdienst leisten. Die verlängerte Rekrutenschule
kann so nicht mehr auf den Beginn der Universität oder Fachhochschule
abgestimmt werden. Die volkswirtschaftlichen Kosten werden dadurch
auf die Jugend verlagert. Anstatt die tertiäre Ausbildung,
die im internationalen Vergleich bereits sehr lange dauert, effizienter
zu gestalten, wird sie nochmals verlängert. Dies ist eine sehr
einfache Regelung auf Kosten der Jugend und keine Lösung.
- Die Schweiz
wird auch ohne Mandat der UNO oder der OSZE an internationalen Militäreinsätzen
mitspielen können. Sondereinsatzkräfte sollen
weltweit und jederzeit eingesetzt werden können, wo schweizerische
Interessen mitspielen. Dass diese schweizerischen Interessen
sehr weit ausgelegt werden, ist eine Tatsache. Die Armee 21 arbeitet
in Richtung einer professionalisierten, jederzeit international
einsetzbaren und mit der NATO interoperablen Satelliten-Armee. Der
Negativpunkt dieser mit dem Schlagwort Sicherheit durch Kooperation
betitelten Entwicklung ist die Unterwerfung einer ganzen Armee und
damit eines ganzen Landes unter eine fremde Macht.
- Die Aushöhlung
des Milizsystems wird durch die Rückschritte bezüglich
Berufs- und Zeitmilitär, Durchdienern, längere RS, zentrale
Führung, Teilstreitkräfte, Reservisten, Lehrverbände,
Grösse der Bataillone etc. vorangetrieben.
- Die Armee
21 sieht keine territorial verankerten Einheiten mehr vor. Eine
gefährliche Zentralisierung in verschiedenen Bereichen wird
vorangetrieben, was diametral dem Föderalismus, dem Schutz
aller Regionen der Schweiz und der kantonalen Verankerung der Armee
entgegenwirkt.
- Die Armee
21 gefährdet die Sicherheit der Schweizer Bevölkerung:
Es ist beängstigend, dass ausgerechnet die besonders ausgebildeten
Truppen zum Schutze der Bevölkerung und für unser Land
lebenswichtiger Einrichtungen abgeschafft werden sollen. Nicht zu
vergessen ist auch die Gefahr des Konfliktimportes, welche durch
die Armee 21 gefördert wird.
Über Fragen
solcher Tragweite muss das Volk demokratisch entscheiden können.
Es ist dringend notwendig, eine Debatte in der Bevölkerung
zu lancieren. Young4FUN.ch wird deshalb das Referendum ergreifen
und sich damit intensiv für eine zukunftsorientierte, moderne
und flexible Armeereform einsetzen, welche als Kernkompetenz Sicherheit
und Verteidigung einer neutralen und unabhängigen Schweiz vorsieht
und den Bedürfnissen der Jugend gerecht wird.
Kontakt:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit und Neutralität
Schweiz
Postfach 569
9501 Wil SG
info@young4fun.ch
www.young4fun.ch
PC-Konto: 90-724162-3
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