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Medienmitteilung
vom 8. April 2003
Im überparteilichen, unabhängigen „Jugendkomitee
für eine bessere Armeereform“ haben sich über 1'000
Jugendliche zusammengeschlossen, um sich für die Ablehnung
der Armee XXI einzusetzen. Die Jugendbewegung Young4FUN.ch hat dabei
die Federführung übernommen. Das Jugendkomitee befürwortet
eine Armeereform mit Mass und lehnt deshalb die radikale Totalrevision
des Militärgesetztes ab, weil sie einen gefährlichen Totalumbau
auf Kosten von Sicherheit, Unabhängigkeit und insbesondere
der Jugend will.
Zur
Medienkonferenz vom 8. April 2003 in Bern:
Evelyne
Hutter, Präsidentin der Schülerorganisation der Kantonsschule
Sargans, hat stellvertretend für zahlreiche Schülerorganisationen,
welche die Armee XXI ablehnen, dargelegt, dass die verlängerte
RS nicht mehr auf die berufliche Ausbildung abgestimmt werden kann.
Grosse Probleme werde auch die Verlagerung der Dienstzeit auf die
Jugend verursachen. Jugendliche Dienstpflichtige würden dadurch
am Arbeitsplatz massiv benachteiligt und dies fördere die Jugendarbeitslosigkeit.
Hutter legte auch einen Brief der Präsidenten der Wirtschaftsverbände
vor, in welchem diese die Armee XXI massiv kritisieren.
Albert Leimgruber legte den Anwesenden Auszüge von Armee XXI-Prüfungen
vor, welche an Schulen durchgeführt wurden. Er protestierte
heftig dagegen, dass das VBS viele Schweizer Schulen mit Propaganda-Material
eindeckt und mit Schulbesuchen und obligatorischen und ordentlichen
Prüfungen (bei denen die Hochglanz-Prospekte benützt werden
mussten) zur Armee XXI auf Kosten der Steuerzahler SchülerInnen
indoktriniere. Im Gegenzug sind Young4FUN.ch-Aktivisten an einer
Kantonsschule von der Verteilung von Unterschriftenbogen abgehalten
worden.
Kevin Grangier wies darauf hin, dass er ein Nein zur Armee XXI als
Chance zu einer massvollen und modernen Armeereform betrachte. Er
lehnt die radikale Totalrevision des Militärgesetzes ab, weil
sie viel zu weit geht und in den Bereichen Sicherheit, Unabhängigkeit
und Jugend massive Rückschritte und Risiken bringen würde.
Lukas Reimann stellte das Jugendkomitee vor. Weiter ging er auf
die neue Rekrutierung XXI ein. Das VBS verweigere trotz mehren Anfragen
die Offenlegung. Reimann hat mit vielen frisch Rekrutierten telefoniert.
Er legte auch eine vor einem Monat unter frisch Rekrutierten lancierte
Umfrage vor und die ersten Resultate seien schockierend. Die Jungen
müssen über 800 Fragen beantworten. Viele davon sind unverschämt
persönlich. Wozu das Militär wissen wolle, wie oft und
mit wem man Sex habe oder wie seine Erziehung gewesen sei, fragte
Reimann. Die definitiven Resultate der Umfrage würden zu einem
späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Mit den Worten „Eine
Rekrutierung darf doch nicht weiter gehen als die Bewerbung zu einem
Job. Es entsteht eine gewaltige, für alle obligatorische Staatsfiche.“
wurde die Medienkonferenz abgeschlossen.
Kontakte:
| Evelyne
Hutter 078 656 57 82 |
Jugendkomitee
für eine bessere Armeereform
Postfach 569
9501 Wil
jugendkomitee@tomail.ws
www.armeereform.ch |
| Albert
Leimgruber 078 792 05 72 |
| Kevin
Grangier 079 432 37 64 |
| Lukas
Reimann 078 648 14 41 |
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