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Die
Schweiz wird morgen definitiv in die UNO aufgenommen. Young4FUN.ch
ist enttäuscht, dass die Chancen und Vorteile einer freiwilligen,
unabhängigen Partnerschaft mit der UNO ohne Beitritt nicht
mehr genutzt werden können. Wir akzeptieren das Resultat und
finden es umso wichtiger, dass auch die 45% der Bevölkerung
berücksichtigt werden, welche gegen den Beitritt gestimmt haben
und dass die Versprechen der Befürworter - insbesondere des
Bundesrates - eingehalten werden. Folgende Punkte sind uns besonders
wichtig:
1.
In der UNO laufen viele Entscheide undemokratisch ab. Die 5 Veto-Mächte
können jegliche Entscheide blockieren. Die Schweiz hat mit
ihrer direkten Demokratie eine herausragende Grundlage, um sich
in multinationalen Organisationen für mehr Gerechtigkeit einzusetzen.
Sie sollte dies tun. Das Veto-Recht der fünf ständigen
Mitglieder des Sicherheitsrates sollte aufgehoben werden. Allgemein
sollten allen Staaten mehr Mitspracherechte eingeräumt werden.
Die Grossmacht USA muss stärker gebunden werden. Amerika darf
sich z.B. im Bereich der Kriegsführung (z.B. Irak), der internationalen
Strafgerichtsbarkeit und der Verhinderung eines nachhaltigen Umweltschutzes
nicht über weltweite Entscheide hinwegsetzen. Jegliche Staaten
sollen sich nicht weiter über die UNO hinwegsetzen können.
So auch die Grossmächte China (Stichworte: Taiwan, Tibet, kritische
Minderheiten im eigenen Land) oder Russland (Stichwort: Tschetschenien).
2.
Die Schweizer Delegierten bei der UNO werden in Zukunft im Namen
der ganzen Schweiz bei vielen wichtigen Fragen (z.B. Truppeneinsatz)
entscheiden können. Wir hoffen, dass auch die Bevölkerung
Mitspracherechtehat. So wären die Einführung einer Volkswahl
der Schweizer UNO-Delegation oder die Einführung des fakultativen
Referendums gegenüber Beschlüssen der Schweizer UNO-Delegation
gute Möglichkeiten, um auch der Bevölkerung Mitspracherechte
einzuräumen.
3.
Armut, Unterernährung, Menschenrechtsverletzungen, Diktaturen
und Kriege müssen von der UNO stärker und selbstloser
bekämpft werden. Auch hier und im Einsatz für mehr Rechte
von Kindern und Jugendlichen weltweit sollte die Schweiz die UNO
zu mehr Einsatz ermuntern. Als Beispiel kann unter anderem das IKRK
dienen, welches die Schweiz bestimmt besser kennt als die UNO.
4.
Wasser wird immer knapper. Wir in der Schweiz haben viel davon und
in sehr guter Qualität. Daher ist es klar, dass wir uns für
einen Zugang zu Wasser für alle Menschen einsetzen müssen.
Wasser darf nicht zum Spielball des privaten Marktes werden. Noch
ist es Zeit, für eine gute Regelung zu sorgen, bei welcher
das Wasser in den Händen der Nationalstaaten bleibt.
5.
Die vom Bundesrat genannten Mehrkosten von maximal 70 Millionen
Franken pro Jahr sind einzuhalten. Die Ausgaben für Politikerreisen,
Spesen und neue Forderungen der UNO müssen in klaren Grenzen
bleiben.
6.
International berichteten viele Medien, z.B. CNN, darüber,
dass die Schweiz mit dem Beitritt ihre lange Erfolgsgeschichte der
Neutralität aufgebe. Das Wall Street Journal Europe setzte
den Titel "Aufgabe der echten Neutralität - wer spielt
jetzt Schweiz?". Eine wichtige Aufgabe unserer UNO-Delegierten
ist es nun, immer wieder auf unsere Neutralität hinzuweisen
und souverän zu handeln und abzustimmen. Die UNO-Befürworter
haben versprochen, der Beitritt beeinträchtige unsere Neutralität
nicht. Nun sollen sie den Tatbeweis erbringen.
7.
Die Schweiz soll ihre wertvolle Tradition der internationalen Solidarität
als glaubwürdiger Friedensvermittler und neutraler Helfer aller
Völker weiterhin wahrnehmen wie beispielsweise diesen Januar,
als auf dem Bürgenstock ein Friedensabkommen nach einem der
längsten Bürgerkriege Afrikas (Sudan) geschlossen wurde.
8.
Die Schweiz darf sich nicht in Konflikte hineinziehen und bevormunden
lassen. Sie soll weltoffen bleiben und innerhalb der UNO eine selbstbewusste,
mutige Rolle spielen.
9.
Bereits jetzt ist bekannt, dass die Schweiz in der am 10. September
beginnenden UNO-Generalversammlung zu rund 300 Resolutionen Stellung
nehmen muss. Davon ist rund ein Drittel umstritten und es wird intensiv
diskutiert. Die Vertretung der Interessen der Schweiz muss oberste
Priorität geniessen. Es ist allerdings äusserst fragwürdig,
ob das EDA dazu in der Lage ist.
Young4FUN.ch
hofft, dass die Aussenpolitik von der Bevölkerung weiterhin
kritisch beobachtet wird. Es soll nicht verboten sein, auch auf
negative Punkte der UNO und deren Folgen für die Schweiz hinzuweisen
und Vorschläge für eine Verbesserung zu machen. Young4FUN.ch
wird dies auf jeden Fall weiterhin machen.
Kontakt:
Young4FUN.ch
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Schweiz
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