Young4FUN.ch lässt sich weder einschüchtern noch beirren

Medienmitteilung vom 10. Januar 2003

Young4FUN.ch verwahrt sich gegen die Behauptung der Referendumsverhinderer, sie liege in ihrem Kampf gegen die Armee XXI falsch. Insbesondere weist Young4FUN.ch den ungeheuerlichen Vorwurf entschieden zurück, "sich mit Armeegegnern ins gleiche Boot zu setzen". Die Referendumsverhinderer zeigen sich äusserst pessimistisch, wenn sie gleich jede politisch tätige Jugendorganisation ins Lager der Armeeabschaffer stellen.

Als junge, überparteilich politisierende Bürgerinnen und Bürger sind wir erstens entäuscht über das mangelnde Demokratieverständnis eidgenössischer und kantonaler Parlamentarier, die mit allen Mitteln versuchen, das Referendum zu verhindern. Zweitens sind wir ungehalten, dass sich die Referendumsverhinderer kaum mit unseren fachlichen Begründungen auseinandersetzen. Wir setzen uns nicht nur für eine jugendgerechte Rekrutenschule mit 15 Wochen anstatt in der Regel 21 Wochen ein, sondern wir bekämpfen auch die Fehlplanung Armee XXI als milizfeindlich, undemokratisch und wirtschaftsunverträglich mit dem Ergebnis einer auf das Ausland - sprich NATO - ausgerichteten Zweiklassenarmee. Sicherheit und Unabhängigkeit der Schweiz sind in Gefahr.

Zahlreiche Mitglieder von Young4FUN.ch haben die Rekrutenschule und einige schon eine Kaderschule absolviert. Sie wissen um die in der Armee 95 bestehenden Ausbildungsmängel, die schon lange hätten behoben werden können. Die Vermutung, dass Mängel der Armee 95 absichtlich nicht behoben wurden, um der Bevölkerung dadurch die Armee XXI als "notwendig" zu verkaufen, liegt nahe. Sie kennen auch die Gründe der zum Teil mangelnden Bereitschaft zur militärischen Weiterausbildung. Aufgrund eigener Erfahrung überwiegen die Zweifel, ob die in den Rekruten- und Kaderschulen der Armee XXI ausschliesslich mit Berufspersonal geplante Ausbildung die Probleme lösen wird. Staatspolitisch falsch ist, dass die jungen Armeeangehörigen verschiedenster Herkunft während der Rekrutenschule nicht mehr zusammenbleiben, sondern nach theoretisch sieben (praktisch vier) Wochen bereits in Kaderanwärter und verbleibende Rekruten ausgesiebt werden. Zudem werden sich die Leutnants aus der einjährigen, meist truppenfernen "Schnellbleiche" als Zugführer nicht bewähren.

Bundeat Samuel Schmid, Vorsteher des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), hat klar festgehalten, dass eine Referendumsabstimmung im Zeitplan der Armee XXI Platz habe. In einem Interview sagte er: "Das Referendum ist ein demokratisches Recht." Young4FUN.ch hat dieses demokratische Recht wahrgenommen, das Referendum gegen die Militärgesetzgebung zu ergreifen. Den Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern soll ermöglicht werden, nach einem Abstimmungskampf selbst über die tiefgreifenden Änderungen ihrer Armee zu entscheiden.

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