2 x Ja! Jetzt nehmen wir den Bundesrat beim Wort!

An der gut besuchten Yougn4FUN.ch-Abstimmungsveranstaltung in Wangen bangten wir 4 Stunden um den Resultateausgang, bis feststand, was leider zu erwarten war.
Auch wenn wir diese Abstimmung ganz knapp verloren haben, so haben wir einmal mehr bewiesen, dass wir einen Abstimmungskampf aktiv und engagiert führen können. Ohne das Referendum, welches wir mit vielen Unterschriften unterstützen, hätte das Volk nicht einmal über diese wichtigen Vorlagen entscheiden können. Wir gewannen während des Abstimmungskampfes in der ganzen Schweiz viele neue Mitglieder und auch die Gönner liessen uns nicht im Stich. Es wurden enorm viele Flyers bestellt und verteilt.WIR MOECHTEN AN DIESER STELLE TROTZ ALLEM ALLEN FREUNDEN GANZ HERZLICH FUER DEN EINSATZ UND DIE GROSSARTIGE UNTERSTUETZUNG DANKEN. Wir dürfen auf keinen Fall resignieren und müssen uns jetzt erst recht auf die UNO-Abstimmung vorbereiten. Da dort auch ein Ständemehr zur Annahme benötigt wird (mit welchem das Militärgesetz abgelehnt worden wäre) und mit noch mehr Einsatz, sind unsere Chancen intakt. Nur so schaffen wir es, das Zukunftsmodell der Neutralität wirklich zu erhalten und sich nicht in die Grossmachtpolitik einbinden zu lassen. Dafür könnten wir neben der UNO zu einer noch effizienteren, vollkommen unabhängigen und solidarischen Friedensinsel der humanitären Hilfe für jeden Menschen dieser Welt werden. Zudem müssen wir die Entwicklung der Armee XXI genau im Auge behalten.

Bezüglich dem Abstimmungsausgang schliessen wir uns dem Communiqué des überparteilichen Komitees "Friedensplatz Schweiz" an, in welchem auch Young4FUN.ch mitmachte:

Überparteiliches Komitee "Friedensplatz Schweiz" verlangt von Bundesrat und Parlament die Erfüllung von Versprechen

Die Revision des Militärgesetzes ist leider angenommen worden, was das überparteiliche Komitee "Friedensplatz Schweiz" bedauert.
Nachdem der Bundesrat und befürwortende Kreise im Abstimmungskampf stets darauf hingewiesen haben, dass die Neutralität, - d.h. die Nichtparteinahme in internationalen Konflikten - bei Annahme der Vorlagen gewährleistet sei, dass die NATO-Unterstellungsfähigkeit der Schweizer Armee ein Hirngespinst der Gegner sei, die Miliizarmee gewahrt bleibe und die Ausbildungszusammenarbeit lediglich eine kleine Vereinfachung der heutigen Ausbildungszusammenarbeit bedeute, sind der Bundesrat und Parlamentsmehrheit nun beim Wort zu nehmen.

Wenn diese Verprechen eingehalten werden sollten, dann braucht es allerdings erhebliche Korrekturen für die Doktrin der Armee XXI. Sollte dies - entgegen den Versprechen und Erläuterungen des Bundesrates - nicht geschehen, so muss die bevorstehende Totalrevision des Militärgesetztes abgelehnt werden. Das Komitee "Friedensplatz Schweiz" behält sich für diesen Fall das Referendum ausdrücklich vor. Ebenso sind die Rüstungskredite nur soweit zu genehmigen, als sie zum Schutze unseres Landes und Volkes notwendig sind. Andernfalls muss auch die Kürzung der Militärkredite ins Auge gefasst werden.

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