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Wir waren erfreut
über die Meldung, dass der belgische Senat verlangt, die Ratifizierung
der bilateralen Verträge mit der Schweiz um 2 Wochen zu verschieben.
Noch mehr würde es uns natürlich freuen, wenn Belgien
die Verträge überhaupt nicht ratifizierte, denn diese
Verträge sind für unser Land derart schlecht, dass wir
froh wären, wenn die Verträge nie unterzeichnet würden.
Dann müssten wir nämlich keine europäischen (darunter
sicher auch belgische) Lastwagen mehr durch die Schweiz lassen,
müssten nicht Milliarden-Beträge in den Brüsseler
Sumpf abliefern, müssten die EU-Arbeitslosen nicht aufnehmen,
würden nicht unsere Wirtschaft aufs Spiel setzen usw.
Obwohl wir den Sektoriellen Abkommen nichts abgewinnen können,
empfinden wir es als Affront, dass es offenbar in der EU, und allen
voran in Belgien, zu den Gepflogenheiten zählt souveräne
Staaten zu erpressen.
Als die Schweiz mit den europäischen Lastwagen Probleme hatte,
waren aus Belgien bereits Stimmen zu vernehmen, dass Belgien die
Sektoriellen Abkommen nicht ratifizieren will, wenn die Schweiz
das Lastwagenproblem nicht löst.
Es erscheint
uns, dass Belgien, bis dato unfähig die Sektoriellen Abkommen
zu ratifizieren, nun Probleme der Schweiz missbraucht, um von der
eigenen Unfähigkeit abzulenken. Wir wissen, dass unsere Landesregierung
Mühe hat, die Schweiz im europäischen Ausland würdig
zu vertreten und den Anschein erweckt, die Schweiz sei erpressbar.
Aber auch ein unintelligentes Kind liebt man, und man darf es nicht
hassen. Die suggerierte Erpressbarkeit der Schweiz ist im Volk aber
nicht vorhanden. Denn in der Schweiz ist die Regierung nur eine
Marionette, das effektive Sagen hat das Volk, und das Volk wird
sich bestimmt nicht erpressen lassen. Nun hört man aus Belgien,
dass die Ratifizierung der Sektoriellen Abkommen ein zweites Mal
hinausgeschoben werden soll. Diesmal will die belgische Regierung
abwarten, welche Sanierungsvorschläge die Swissair der Sabena
unterbreitet. Irgendwie scheint es dem belgischen Senat unterlaufen
zu sein, dass die Swissair eine privatwirtschaftliche Unternehmung
ist. Wenn der Belgische Senat jemand erpressen will, dann soll er
die Swissair erpressen und nicht die Schweizerische Eidgenossenschaft.
Erpressung ist unserer Ansicht nach der verzweifelte Versuch eines
Schurkenstaates etwas von einem souveränen Staat zu erzwingen.
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Wir wissen, dass die bundesrätlichen Eskapaden in Berlin den
Eindruck machten, die Schweiz sei erpressbar. Aber das wird sich
als nichtig erweisen, denn vielleicht treten ja irgendwann einmal
die Sektoriellen Abkommen in Kraft und dort steht geschrieben, dass
die Schweiz im Luftverkehr nicht diskriminiert werden darf. Zudem
werden die schweizerischen Flughäfen in der Verordnung Nr.
2408/92 des Rates vom 23. Juli 1992 miteinbezogen. Die suggerierte
Erpressbarkeit wird dann also null und nichtig.
Nach Meinung von Young4FUN.CH soll sich die Belgische Regierung
auf diplomatischem Wege bemühen und in Zukunft von solchen
peinlichen Erpressungsversuchen absehen.
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