Stellungnahme von Young4FUN.ch zum Sonntagsblick-Artikel vom 17.2.02

Im Sonntagsblick vom 17.2.02 werden Young4FUN.ch-Mitglieder in grossen Lettern als "Blochers junge Kiffer" und "Blochers Jünger" bezeichnet. Wir streiten gar nicht ab, dass sich in einer von vielen Kampagnen auch ein Aspekt befand, der besonders die Junge-Linke ansprechen sollte, in dem wir darauf aufmerksam machen, dass die Schweiz wegen ihrer Drogenpolitik Repressionen der UNO zu befürchten hat. Wir können nicht verstehen, weshalb man als Gegner des UNO-Beitrittes gleich in die Ecke der Drogen-Prohibitionisten gedrängt wird. Die AUNS hat keine Meinung zur Drogenpolitik und auch Young4FUN.ch interessiert sich nur für die Aussenpolitik der Schweiz. Es gibt aber nachweislich viele Mitglieder, die persönlich für die Hanflegalisierung eintreten. Der Hanf-Flyer entspricht also dem Bedürfnis eines grossen Teils unserer Basis. Eine solche Basis findet sich wohl in anderen Parteien und Organisationen auch. Mit den anderen erwähnten Aktionen wie der falsch gelinkten Adresse www.uno-ja.ch hat Young4FUN.ch überhaupt nichts zu tun und das wird dem Leser des SonnatgBlicks bewusst verschwiegen. Young4FUN.ch ist eine unabhängige Organisation, die mit keiner anderen Organisation im Zusammenhang steht. Young4FUN.ch als die "Jünger Blochers" darzustellen, ist völlig falsch. Nur weil wir gegen den UNO-Beitritt sind, haben wir noch lange nicht die gleichen Vorstellungen in Sachen Drogenpolitik
wie andere UNO-Gegner.
Die UNO übt massiven Druck auf die Schweiz aus wegen ihrer Hanfpolitik. Sie verteufelt die Pop-Kultur als Drogenförderer und stellt mit ihrer Verbotspolitik selbst den Nutzhanf mit harten Drogen gleich. Dies ist nur einer von vielen Gründen, um den UNO-Beitritt abzulehnen. Das Hanfflugblatt nahm in der ganzen Kampagne von Young4FUN.ch lediglich einen minimalen Teil ein.
Der Blickjournalist hat uns kontaktiert und gefragt, wie es sein könne, dass eine rechtsnationale Bewegung, wie Young4FUN dies in seinen Augen sei, das Hanfargument im Abstimmungskampf gegen die UNO verwenden könne. Wir haben ihn darauf hingewiesen, dass Young4FUN.ch nur zu einem sehr kleinen Teil aus JSVP-Mitgliedern bestehe und dass die klare Mehrheit der Mitglieder parteilos sei oder aus anderen Parteien stamme. Offensichtlich hat der Journalist dies nicht verstanden, oder es passte nicht in sein Schema, weshalb er uns dann einfach "Blochers Jünger" nennt.
Wir überlegen uns rechtliche Schritte oder zumindest eine Rüge beim Presserat einzureichen. Wir lassen uns doch nicht als Jünger von irgendwem bezeichnen und in Verbindung mit Aktionen bringen, mit denen wir nichts zu tun haben. In diesem Artikel werden unsere Mitglieder verunglimpft.
Dass unsere Organisation in der UNO-Frage die selbe Meinung wie Christoph Blocher mit seiner AUNS vertritt, zeigt, dass sich auch Jugendliche anderer Parteien nicht mit ihrer Obrigkeit gleichschalten lassen, eine andere Meinung haben und diese auch kund tun wollen. Es ist schön, dass es auch in anderen Parteien Leute gibt, die zu einer starken, unabhängigen, neutralen Schweiz in Demokratie und Sicherheit stehen. Dies zwar aus ganz anderen Gründen (Umweltschutz, sozialer Gedanke, Globalisierung, Drogenpolitik usw.) als Herr Blocher, aber das Resultat ist das Selbe.
Wir erwarten eine öffentliche Entschuldigung des SonntagBlicks, der unsere Mitglieder fälschlicherweise als "Blocher Jünger" bezeichnet hat und uns mit anderen Sachen (Internetadresse, etc.) in Zusammenhang bringt, obwohl er wusste, dass dies nicht zutrifft. Auch vom Überkleben von Pro-UNO-Plakaten distanzieren wir uns ganz klar. Es wundert uns, dass der Journalist uns überhaupt kontaktiert hat, wenn er danach doch schreibt, was er will, da die Wahrheit nicht Schlagzeilenträchtig ist. Das ist kein seriöser Journalismus. Skandale gäbe es in unserem Land zur genüge, da müsste man keine erfinden. Für den SonntagsBlick stammen die Skandale halt von der falschen Seite. Da aber die Gegner keine Skandale liefern, müssen sie erfunden bzw. hochgeputscht werden.

Der SonntagsBlick täte gut daran Skandale aufzudecken, wo wirkliche Skandale sind, wie zum Beispiel:

SKANDAL 1:
Gleichschaltung der Jugend an der Jugendsession, wo UNO-Gegner vom Sicherheitspersonal des Bundeshauses entfernt wurden und es keine Möglichkeit gab, die Argumente der Gegnerschaft den Jungen kund zu tun. Dem Bundesrat ist bewusst, dass er keine Argumente hat, die die Jugendlichen eigentlich ansprechen und versucht deshalb mit diktatorischen Mitteln die Jungendlichen gleichzuschalten.

SKANDAL 2:
Besucher einer PRO-UNO Disco erhalten nur Eintritt, wenn sie das Stimmcouvert vorweisen können. Die Disco Besucher werden genötigt das Stimmcouvert in eine vorbereitete Urne zu werfen. Was mit den unausgefüllten Couverts geschieht, ist nicht bekannt. Aber ein Skandal ist, dass Menschen genötigt werden abzustimmen, obwohl sie sich eigentlich der Stimme enthalten wollten. Es ist das Recht eines jeden Stimmbürgers, abzustimmen zu gehen. Es ist aber auch sein Recht von der Stimmenthaltung Gebrauch zu machen. Der Blick und andere Medien finden dieses undemokratische Verhalten leider gut!
Es ist offensichtlich, dass die Befürworter keine Argumente haben und deshalb mit solch fragwürdigen Aktionen, mit Gratiseintritten werben und die Jungen zum Abstimmen zwingen müssen. Wir versuchen das mit Argumenten. Eine Disco ist doch kein Abstimmungsbüro.

SKANDAL 3:
Unbequeme Fragen dürfen dem Bundesrat nicht gestellt werden, so wird UNO-Beitrittsgegnern an Podien in der Fragerunde das Mikrophon entrissen, wenn sie unbequeme Fragen stellen.

SKANDAL 4:
In den Stimmunterlagen wird die UNO Charta nicht beigelegt. Es ist ein Skandal, dass das Stimmvolk den Vertrag, den es mit seiner Stimme zu unterschreiben hat nicht einmal lesen darf.

SKANDAL 5:
Es ist ein Skandal, dass unser Bundesrat mindestens Fr. 2'000‘000 Steuergelder für die Abstimmungspropaganda verschleudern darf, obwohl es die Bundesfinanzen nicht zulassen würden.

SKANDAL 6:
Die Befürworter haben kaum Argumente für einen UNO-Beitritt, weshalb sie von der eigentlichen Frage abweichen und immer wieder mit Unterorganisationen der UNO argumentieren, wo die Schweiz bereits aktiv mitarbeitet.

SKANDAL 7:
Es ist ein Skandal, dass im Irak durch die Mitschuld des Bundesrates Kinder den Hungertod sterben mussten. Die Schweiz hätte als einziges Land der Welt (weil Nicht-UNO-Mitglied) die Chance gehabt Nahrungsmittel in den Irak zu liefern. Aber der Bundesrat macht lieber bei den UNO-Boykotten mit und schert sich nicht um die Folgen. Er ist zu bequem, den eingeschlagenen Weg und die Verantwortung, die die Schweiz mit ihrer Neutralität trägt, zu vertreten.

SKANDAL 8:
Es ist ein Skandal, dass sämtliche Bundesräte sich in den Abstimmungskampf einmischen, obwohl jeder Bundesrat viel grössere Probleme im jeweiligen Departement zu lösen hätte. Aber so kann man natürlich von den eigenen Problemen ablenken.

SKANDAL 9:
Angehörige der Armee werden mittels Marschbefehl gezwungen, sich UNO-Propaganda anzuhören, obwohl es nach Dienstreglement verboten ist.

SKANDAL 10:
Wenn man beim Bund die 2,5g UNO-Charta bestellt, dann erhält man zusätzlich zur bestellten UNO-Charta für 1.2kg Propagandamaterial. Offensichtlich will man davon ablenken, die UNO-Charta zu lesen. Es gibt kaum einen Vertrag, den man unterschreiben will, der 1.2 kg Zusatz- und Erklärungsmaterial bedarf.
Das wären Skandale, die der Blick und andere Journalisten endlich mal aufdecken müssten. Aber diese üben sich lieber in Selbstzensur. Sie sind obrigkeitshörig geworden und nehmen ihre Aufgaben nicht mehr wahr, Missstände aufzudecken. Stattdessen suchen sie Skandale, wo gar keine sind. Die unheilige Allianz zwischen der Presse und der Obrigkeit will dem Volk bewusst Sand in die Augen streuen.

Die Menschen in diesem Land hätten ein Anrecht auf sachliche und vor allem auf korrekte Information. Insbesondere in den Fragen, ob sich die Schweiz den Grossmächten ausliefern, sich dem Sicherheitsrat beugen, sich an den Verbrechen der UNO mitschuldig machen lassen , ihre Freiheiten und Souveränität opfern soll usw., braucht es eine sachliche Information. Genau diese ist in der heutigen Medienlandschaft leider nicht gegeben und viele StimmbürgerInnen sind verunsichert. In einem muss man dem SonntagsBlick jedoch recht geben, die UNO-Gegnerschaft hat keine neuen Argumente. Er vergisst jedoch, dass die Befürworter praktisch keine Argumente haben!

das Young4FUN.ch-Team
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