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Young4FUN.ch
ist über die Nichtwahl von Adolf Ogi ins IOC sehr enttäuscht.
Nach der Abfuhr an die Olympiakandidatur von Sion ist dies bereits
die zweite bittere Pille für die Schweiz sowie insbesondere
für Adolf Ogi. Altbundesrat Ogi zeigte sein ganzes Leben ein
grosses Herz für den Sport. Er setzte sich wie kein Zweiter
für die Zukunft des Schweizer Sports ein und hätte die
Wahl bestimmt verdient. Die Nichtwahl ist ausserordentlich bedauerlich,
Ogi hätte durch seine Persönlichkeit zu Gunsten des Sports
und seiner Aktiven viel beitragen können.
Die Mitgliederzahl der Schweiz beim IOC ist gemessen am Einsatz
für den internationalen Sport insbesondere mit der Olympiastadt
Lausanne keineswegs zu gross. Viel eher deutet die Nichtwahl darauf
hin, dass das IOC von anderen Organisationen wie der UNO unabhängig
bleiben will und deshalb den UNO-Sonderbotschafter für Sport
- Ogi - leider nicht ins IOC wählte. Da das IOC mit der Vergabe
der Olympischen Spiele durchaus auch politische und wirtschaftliche
Entscheide fällt, ist es klar, dass die UNO die Grossmachtinteressen
auch über das IOC hätte wahrnehmen wollen. Doch im demokratischen
IOC geniessen die Grossmächte im Gegensatz zur UNO glücklicherweise
kein Veto-Recht und auch Kleinstaaten haben reelle Chancen auf eine
Durchführung der Olympischen Spiele. Eine solche Einflussnahme
der UNO konnte das IOC aber - verständlicherweise - nicht billigen.
Ogis UNO-Mandat wird ihm bei seiner Nichtwahl ins IOC in die
Quere gekommen sein.
Wir begrüssen die Bestrebungen des IOC, vermehrt unabhängige
junge Sportler ins IOC zu wählen wie Stabhochspringer Bubka
und den Einflüssen von Grossmachtinteressen wie der UNO eine
Abfuhr zu erteilen. Denn bei den Olympischen Spielen soll ausschliesslich
der Sport im Vordergrund stehen. Wir empfehlen, beim nächsten
Versuch eine/n junge/n erfolgreiche/n und unabhängige/n Schweizer
Sportler/in für die IOC-Mitgliedschaft vorzuschlagen. Trotzdem
bedauern wir den Entscheid Ogi sehr, denn Herr Ogi hätte die
Wahl wahrlich verdient.
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