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Tatsachen geben Gegnern der Armee XXI recht
Die Armee XXI war von allem Anfang an ein gefährlicher, radikaler Totalumbau unserer Armee, der so niemals funktionieren konnte. Eine Diskussion über die allgemeine Wehrpflicht muss gar nicht geführt werden und ist ein klassisches Ablenkungsmanöver, denn die allgemeine Wehrpflicht ist in der Praxis bereits heute abgeschafft. Wer nicht in den Militärdienst will, kommt ganz einfach weg und die Armeeplaner sind darüber auch nicht unglücklich. Dem Vernehmen nach werden bei der Psycho-Rekrutierung so viele junge Männer wieder nach Hause geschickt, dass die Bestände nach der RS nicht einmal mehr reichen, um die Armee XXI zu alimentieren. Damit soll die durch die Radikalreform XXI massiv verkleinerte Armee zum Scheitern gebracht und der Boden für eine Berufsstreitmacht für die Nato vorbereitet werden.
Das Riesenchaos im Departement, die Identitätskrise der Armee und die sich wöchentlich übertreffenden Negativmeldungen und Skandale aus dem VBS und der Armee waren leider vorhersehbar. Aber auf kritische Stimmen wollte während der Vernehmlassung und während dem Abstimmungskampf niemand hören.
Die Armee XXI hat ihr Ziel erreicht: Das Schweizer Wehrwesen ist am Ende! Vor der Abstimmung hat man das niemandem gesagt. Young4FUN.ch ist überzeugt, dass wenn die Abstimmung über die Armee XXI wiederholt würde, ein überdeutliches Nein das Resultat wäre.
Young4FUN.ch war eine der wenigen Organisationen, die von Anfang an das Referendum ergriffen hat. Unsere Argumente (siehe www.armeereform.ch) wurden damals als Lügen abgetan oder ignoriert. Praktisch alle Warnungen aus dem Abstimmungskampf sind inzwischen bereits Tatsachen. Nicht einmal wir als totale Gegner der Armee XXI hätten gedacht, dass diese so rasch eintreten würden.
Wenn Bundesrat Schmid nicht als Totengräber der Schweizer Armee und Sicherheitspolitik in die Schweizer Geschichte eingehen will, so muss er jetzt sofort handeln. Nach einem Befreiungsschlag ist eine brauchbare und funktionierende Armee zu gestalten und umzusetzen. Durch andere als die Macher der Armee XXI.
Am Abstimmungssonntag schrieb Young4FUN.ch und das gilt noch heute:
"Wenn ein veralteter, auf das Ausland ausgerichteter und die Jugend diskriminierender Totalumbau der Schweizer Armee angenommen wird, bei dem bereits im voraus mehr Mängel als bei der bestehenden Armee 95 bekannt sind und noch viele mehr während der Umsetzung aufkommen dürften, so gibt es nur eine Abstimmungssiegerin: die GSoA (Gruppe für eine Schweiz ohne Armee). Schade."
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