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Communiqué
vom 26. Mai 2002 zum umstrittenen "Grundsatzpapier" von
Bundesrat Deiss
Die
überparteiliche Jugendpolitorganisation Young4FUN.ch stimmt
dem "UNO-Bericht" vom EU-Beitritts-Departement EDA und
ihrem anpassungswütigen Vorsteher Deiss zu. Es ist nichts anderes
als Ehrlichkeit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern,
wenn in diesem Bericht darauf hingewiesen wird, dass nun nach dem
UNO-Beitritt in Bundesbern von der Neutralitätspolitik zur
EU-Blockpolitik übergegangen und die Annäherung an die
EU vorangetrieben werden soll. Dies ist die Wahrheit und so denkt
und handelt man im EDA. Auch die Offenlegung eines Beitrittsplanes
durch Bundesrat Deiss ist nichts anderes als ehrlich. Unglaublich
und absolut skandalös ist nur die Tatsache, dass (einmal mehr)
vor der UNO-Abstimmung etwas ganz anderes behauptet wurde! Es ist
leicht nachvollziehbar, dass andere, konsequent unehrliche Politstrategen
da negativ reagieren. Denn alle Euro-Turbos sind sich bewusst, dass
die Schweizer Regierung und insbesondere das EDA nicht im Sinne
der Mehrheit der Bevölkerung handeln und sich bei einer fairen
Offenlegung der Ziele und des konkreten Handelns der Schweizer Regierung
ein riesiger Widerstand im Volk regen wird, der eine radikale Reform
der Schweizer Aussenpolitik nach sich ziehen wird.
Je ehrlicher das EDA und ihr Vorsteher Deiss handeln, umso schneller
wird es zu dieser Reform und einem Ausbrechen aus Stillstand, Unzufriedenheit
und Anpassertum der Schweizer Aussenpolitik kommen. Denn die klare
Mehrheit der Bevölkerung will eine Schweiz, die auch international
ihre Stärken ausspielt. Deshalb begrüssen wir diesen Schritt
für etwas mehr Ehrlichkeit der Regierung gegenüber der
Bevölkerung.
Für
uns bleibt klar und dafür werden wir uns weiterhin mit aller
Kraft einsetzen:
- dass die Neutralität mehr als nur ein Sicherheitskonzept
ist und gestärkt werden muss
- dass ein EU-Beitritt nicht in Frage kommt und das EU-Beitrittsgesuch
zurückzuziehen ist
- dass das EDA (inkl. Vorsteher) längst seine Politik überdenken
sollte und sich ein Personalwechsel aufdrängt
- dass Ehrlichkeit nach und VOR Volksabstimmungen ein absolutes
Muss ist
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