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Im Militärdepartement (VBS) sind dieses Jahr erstmals in
der Geschichte Liquiditätsengpässe zu verzeichnen und
Verpflichtungen können nicht mehr nachgekommen werden. Im
weiteren führen massive Sparmassnahmen und Budgetkürzungen
dazu, dass die Umsetzung der Armee XXI so wie geplant in
Frage gestellt ist. Bereits sind verschiedene Unzulänglichkeiten
der Planung ans Tageslicht gelangt. Trotzdem wird mit
Steuergeld der Start der Armee XXI gefeiert. 800 000 Franken
kostet die Feier, die am 16. Dezember in Bern über die Bühne
gehen soll.
Niemandem käme es in den Sinn, vor einem von massiven
Finanzproblemen geplagten radikalen Umbau, deren Erfolg
alles andere als gesichert ist, eine 800'000 Franken-Party
steigen zu lassen.
Young4FUN.ch hat für diesen Irrsinn sieben Erklärungsversuche:
1) Das Volk soll, nachdem es in der Abstimmung vom 18. Mai
2003 die Mogelpackung mit massiver
Steuergeld-Staatspropaganda verabreicht bekommen hat, nun
mit Feiern und Parties bei der Stange gehalten werden, was
nach den wöchentlichen Negativmeldungen um die Armee XXI
dringend nötig ist.
2) NATO-Generalsekretär Robertson lobte bei seinem kürzlichen
Schweiz-Besuch die Armee XXI als einen grossen Schritt
Richtung NATO und Berufsarmee. Damit sprach der inoffizielle
Auftraggeber unseren Armeeplanern öffentlich das
obrigkeitliche Lob aus. Dies soll gefeiert werden.
3) Nachdem verschiedene Bestechungsaffären und Luxus-Reisen
rund um hohe Militärs ans Licht gekommen sind, soll nun die
„Classe Militaire“ hoch offiziell, legal und öffentlich
"zusammen mit dem Volk" feiern.
4) Der von VBS-Strategen gemeinsam mit Armeeabschaffern
eingeleitete Untergang der flächendeckend verankerten
Milizarmee muss einfach gefeiert werden.
5) Die ersten erhobenen Daten aus der Skandal-Rekrutierung
liessen sich bereits für Millionen an wissenschaftliche
Institute oder die Privatwirtschaft verkaufen. Dieses zusätzliche
Geld soll so schnell wie möglich verjubelt werden.
6) Den Schützenvereinen und militärischen Verbänden,
allen voran die Schweizerische Offiziersgesellschaft, soll
noch ein Fest geboten werden, bevor sie zur Schlachtbank geführt
werden.
7) Die VBS Nomenklatura feiert den Erfolg des von ihr
materiell unterstützten Films "Achtung, fertig,
Charlie" ganz besonders deshalb, weil die Story bereits
mehrfach von der Realität übertroffen wird und die Armee
endlich auch bei Dauerbekifften und Sexsüchtigen im Trend
liegt.
Zurück zur Realität: Young4FUN.ch fragt sich ernsthaft, ob
im VBS nun jeglicher Realitätssinn verlorengegangen ist und
verurteilt diese masslose Feier in aller Schärfe. Auf diese
teure Feier ist zu verzichten! Die Armee-Entwicklung ist auf
einen den Realitäten angepassten Pfad zu führen. Das wäre
ein wirklicher Gewinn für die Schweiz.
Kontakt:
Lukas Reimann, Präsident, Mobile: 078 648 14 41
Kevin Steffen, Armee-Kommission Young4FUN.ch, Mobile: 076
577 68 38
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