Österlicher Anschauungsunterricht für Bundesrat Leuenberger

Pressemitteilung vom 8. April 2001

Die teilweise Einführung der Bilateralen Verträge zeigt schon erste negative Konsequenzen. Der Verkehrskollaps tritt schon bei der Aufhebung der 28-Tonnen Limite ein, ohne dass die Kontingente auch nur teilweise ausgeschöpft sind. Die Folge der bundesrätlichen Steuergier (LSVA) haben nun die Wirtschaft und die Automobilisten zu tragen. Es zeigt sich, dass die Gegner der Bilateralen Verträge Recht hatten. Im Vorfeld zu der Abstimmung zu den Sektoriellen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU, hat YoungFUN.CH im Jugendkomitee gegen die Bilateralen Verträge oft genug auf die Mängel des zweiten Dossier - dem Landverkehrsabkommen - aufmerksam gemacht. Aber die Befürchtungen der Jungen Generation haben leider zu wenige ernst genommen. Wie sich zeigt, ist man auf die bundesrätliche Propaganda hereingefallen. Das noch vor zwei Jahren hochgejubelte Verkehrsabkommen hat sich als Flop erwiesen.
Wir befürchten, dass der Schweiz ein ähnliches Desaster bei der Abstimmung um die Auslandeinsätze der Schweizer Armee widerfährt. Das neue Militärgesetz wird auch wieder hochgejubelt. Spätestens wenn der erste Schweizer Soldat in ein einem ausländischen Krieg für eine fremde Sache zu Tode kommt, wird ein Aufschrei durch die Schweizer Bevölkerung gehen. Zu diesem Zeitpunkt wird es bereits zu spät sein. Wir hoffen, dass wir in zwei Jahren nicht wieder sagen müssen: "Wir haben es ja gesagt!". Wir hoffen, dass der Souverän bis zum nächsten Plebiszit lehren gezogen hat und der bundesrätlichen Propaganda nicht wieder aufsitzt.
Staaten wie Belgien, die bis Dato noch nicht fähig waren die Bilateralen Verträge termingerecht zu ratifizieren, drohen schon wieder damit die Sektorriellen Abkommen nicht zu unterzeichnen, wenn die Schweiz das Verkehrsproblem nicht löst.
Wollen wir uns mittels diesen schlechten Verträgen wirklich erpressen lassen? Nein, die Sektoriellen sind es nicht wert! Sie sind ein kleiner Preis den wir zahlen müssten, wenn man bedenkt, welch einen Verkehrskollaps, Lastwagenlawinen und überhöhte Umweltbelastung die Schweiz auf sich nehmen muss.
Es hat sich gezeigt, dass der Bundesrat den Souverän mind. in einem Dossier hinter das Licht geführt hat. Die Zeit wird zeigen, dass auch die anderen sechs Dossiers nicht das Gelbe vom Ei sind und der Bundesrat uns einige Punkte und Schwierigkeiten verschwiegen hat. So war das dritte Dossier (Luftverkehr) das Zugpferd im Argumentarium der Befürworter. Dieses hat sich mit den Problemen der Swissair auch bereits als unbegründet erweisen. Darf sich der Bundesrat wirklich leisten den Souverän hinters Licht zu führen?
Nun ist es an der Zeit, dass der Bundesrat, der die Schweiz leichtsinnig in einen Verkehrskollaps stürzen lässt, an seinen längst überholten EU-Beitrittsziel festhält und Schweizer Soldaten der Nato unterstellen will endlich die Konsequenzen zieht und fähigen Leuten Platz macht.
Wieviele Fehltritte will sich unsere Regierung noch leisten, bis sie endlich abdankt?

Für das Pressekommuniqué verantwortlich:
Lukas Reimann, Wil René Neuweiler, Waldstatt
Präsident Young4FUN.CH, 1. Vizepräsident Young4FUN.CH
Tel: 078/648 14 41 Tel: 079/207 82 52
Email: lukasreimann@nonlimit.ch Email: rene-neuweiler@rene-neuweiler.ch

Jonathan Schläpfer, Uzwil
Tel: 078/634 95 61