Young4FUN.ch-Newsletter vom 17. Juli 2001

1. Pressecommuniqué zur Nichtwahl von Ogi ins IOC
2. Sommer 2001
3. Demo Genua
4. Sponsor
5. Impressum
6. Abbestellen

1. Pressecommuniqué zur Nichtwahl von Ogi ins Internationale Olympische Komitee (IOC)

Young4FUN.ch ist über die Nichtwahl von Adolf Ogi ins IOC sehr enttäuscht. Nach der Abfuhr an die Olympiakandidatur von Sion ist dies bereits die zweite bittere Pille für die Schweiz sowie insbesondere für Adolf Ogi. Altbundesrat Ogi zeigte sein ganzes Leben ein grosses Herz für den Sport. Er setzte sich wie kein Zweiter für die Zukunft des Schweizer Sports ein und hätte die Wahl bestimmt verdient. Die Nichtwahl ist ausserordentlich bedauerlich, Ogi hätte durch seine Persönlichkeit zu Gunsten des Sports und seiner Aktiven viel beitragen können.
Die Mitgliederzahl der Schweiz beim IOC ist gemessen am Einsatz für den internationalen Sport insbesondere mit der Olympiastadt Lausanne keineswegs zu gross. Viel eher deutet die Nichtwahl darauf hin, dass das IOC von anderen Organisationen wie der UNO unabhängig bleiben will und deshalb den UNO-Sonderbotschafter für Sport - Ogi - leider nicht ins IOC wählte. Da das IOC mit der Vergabe der Olympischen Spiele durchaus auch politische und wirtschaftliche Entscheide fällt, ist es klar, dass die UNO die Grossmachtinteressen auch über das IOC hätte wahrnehmen wollen. Doch im demokratischen IOC geniessen die Grossmächte im Gegensatz zur UNO glücklicherweise kein Veto-Recht und auch Kleinstaaten haben reelle Chancen auf eine Durchführung der Olympischen Spiele. Eine solche Einflussnahme der UNO konnte das IOC aber - verständlicherweise - nicht billigen. Ogi‘s UNO-Mandat wird ihm bei seiner Nichtwahl ins IOC in die Quere gekommen sein.
Wir begrüssen die Bestrebungen des IOC, vermehrt unabhängige junge Sportler ins IOC zu wählen wie Stabhochspringer Bubka und den Einflüssen von Grossmachtinteressen wie der UNO eine Abfuhr zu erteilen. Denn bei den Olympischen Spielen soll ausschliesslich der Sport im Vordergrund stehen. Wir empfehlen, beim nächsten Versuch eine/n junge/n erfolgreiche/n und unabhängige/n Schweizer Sportler/in für die IOC-Mitgliedschaft vorzuschlagen. Trotzdem bedauern wir den Entscheid Ogi sehr, denn Herr Ogi hätte die Wahl wahrlich verdient.

 

2. Sommer 2001

Trotz den Sommerferien und zahlreichen Belastungen des Young4FUN-Teams (Militär, Abschlussprüfungen etc.) , laufen die Vorbereitungen für die nächsten Abstimmungskämpfe. In einigen Wochen werden wir eine weitere News-Zeitungs-Ausgabe mit vielen lesenswerten Artikeln herausgeben und in wenigen Tagen werden wir unsere Vernehmlassungsantwort zur Armee XXI und zum Bevölkerungsschutz veröffentlichen. Auch für die UNO-Abstimmung laufen die Vorbereitungen an.
Das Young4FUN.ch-Team wünscht allen Newsletter-Lesern einen schönen Sommern und eine gute Erholung vor den nächsten politischen Strapazen.

 

3. G8-Gipfel in Genua

Menschen aller Generationen aus ganz Europa kamen am EU-Gipfel in Göteburg zusammen, verbündeten sich und wehrten sich gegen den Missbrauch von machthungrigen Politikern und Regierungen. Rund 30'000 EU-Gegner aus allen europäischen Staaten und den verschiedensten politischen Lagern demonstrierten FRIEDLICH gegen die EU, darunter war auch eine kleine Young4FUN.ch-Delegation. Die Demonstration zeigte einmal mehr, wie weit die EU von den Menschen Europas entfernt ist. Verschiedene Mitglieder des Euopaparlaments sowie der irische Anthony Coughlan (Präsident der "Irish National Platform") sprachen zu der riesigen Menschenmenge. Im Gegensatz zu einigen wenigen gewalttätigen radikalen Anti-WEF-Demonstranten, welche für mehrere Tage die Front-Seiten der Presse füllten, wurde diese riesige Demonstration in den Medien kein einziges Mal erwähnt. Auch in Österreich demonstrierten Bürger des ganzen Landes mit einer Menschenkette für den EU-Austritt. Auch dieses Ereignis fand in den Medien keine Beachtung. Folgende Grussbotschaft von Young4FUN.ch wurde an die Teilnehmer überbracht:
"Liebe Freunde in Österreich
Young4FUN.ch ist eine unabhängige Vereinigung von Schweizer Jugendlichen, welche sich nicht nur dafür einsetzt, der Jugend zu zeigen, dass Politik und somit das Engagement für die eigene Zukunft "FUN" ist, sondern wir setzen uns vorallem für Freiheit, Unabhängigkeit und Neutralität - daher FUN - der Schweiz und von ganz Europa ein. Sie zählt zu den grössten jugendpolitischen Vereinen der Schweiz.
Young4FUN.ch gratuliert allen befreundeten Organisationen in Irland ganz herzlich zur sensationellen Ablehnung (53.87% Nein) der Nizza-Verträge. Erst vor einem knappen Monat wurde beschlossen, den Iren das Referendum zu gewähren und alle Meinungsumfragen sowie Politologen gingen von einem Ja aus. Obwohl die irische Regierung, die EU, sowie die klare Mehrheit der Parteien und der Medien ganz klar Stellung für die Verträge nahmen, liess sich das Volk nicht beirren und lehnte die Verträge ab. Dies ist bereits der dritte Erfolg in Folge nach der dänischen EURO-Ablehnung und dem enorm hohen EU-Nein der Schweizer der immer stärker werdenden EU-kritischen Bürgerbewegungen in ganz Europa.
Dieses Nein hat einen gesamteuropäischen Wert und lässt die Flamme der Hoffnung auf ein unbürokratisches und starkes Europa in Demokratie, Frieden und Freiheit wieder brennen. Es ist als Zeichen des Aufstandes der Bürger gegen die immer deutlicher erscheindenden Nachteile und Mängel der EU zu sehen, welche immer mehr in das Leben jedes einzelnen EU-Bürgers eingreiffen.
Brisant ist, dass die Iren als einziges Volk das Recht hatten, über die Nizza-Verträge überhaupt abzustimmen und ähnlich sieht es beim EURO mit den Dänen aus. Die wenigen Volksabstimmungen über solch enorm wichtige EU-Fragen zeigen immer das Gleiche: Die Bürger Europas haben genug von der EU-Demoktatur. Schade, dass die Demokratie in den meisten Ländern bereits so stark eingeschnitten ist, dass die Bürger nicht einmal mehr zu enorm wichtigen Fragen wie der EU-Osterweiterung, dem EURO oder eben den Nizza-Verträgen abstimmen dürfen.
Die Konsequenz dieser Tendenz sollten Abstimmungen über die Verträge in ganz Europa sein sowie die möglichst rasche Bewilligung der Bürgerinitiativen für eine Neuaustragung der EU-Beitritts-Abstimmung in Österreich und in Schweden. Die EU müsste sich langsam aber sicher fragen, wo ihre demokratische Legitimation liegt und ob die totalitären Bestrebungen nicht für ein freies, modernes, schnelles, bürgernahes und zukunftsträchtiges Europa aller Staaten gemeinsam in Demokratie fallengelassen werden sollten.
Die Schweizer Jugendlichen, welche sich am 4. März wie die gesamte Schweizer Bevölkerung enorm deutlich gegen einen EU-Beitritt aussprachen, wünschen ihren österreichischen Freunden viel Erfolg bei der Aktion EU-Austritt. Gerade die kleinen Staaten haben im zentralistischen System der EU nicht viel zu sagen. Gemäss unserer Auffassung der Demokratie sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass unter den heutigen Voraussetzungen das von beinahe 200'000 österreichischen Bürgern unterschriebene Volksbegehren "Neuaustragung der EU-Volksabstimmung unter fairen Bedingungen" der Bevölkerung vorgelegt wird. Ein EU-Austritt Österreichs wäre ein weiterer Schritt zu einem unbürokratischen Europa freier Völker und souveräner Staaten. Es wäre ein Ja zu einem demokratischen, eigenständigen, wirtschaftlich erfolgreicheren und neutralen Österreich. Es wäre ein Ja zu einer ungezwungenen und ehrlichen Zusammenarbeit aller Staaten Europas, es wäre aber ein Nein zu Ineffizienz und Bürokratie. Auch bei uns in der Schweiz warnte man vor einem aussenpolitischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Desaster im Falle einer Ablehnung von Wirtschaftsverträgen mit der EU (EWR) oder einem EU-Beitritt. Beides wurde abgelehnt und die Schweiz ist im Vergleich zur EU wesentlich erfolgreicher. Es würde uns freuen, wenn auch in Österreich der gesunde Menschenverstand siegen würde. Young4FUN.ch ist sehr beeindruckt über den mutigen Kampf der Österreicher für die zukünftigen Generationen. Wir wünschen Euch viel Erfolg und möge Österreich durch einen EU-Austritt von einem unterdrückten und eingeengten EU-Staat zurück zu einem selbstbewussten, weltoffenen Land für die Jugend Europas zurückfinden ohne Jugendarbeitslosigkeit, Bildungsprobleme und Lastwagenlawinen sowie andere Umweltverschmutzungen, wie sie die EU fördert.
Möge Euch die Menschenkette Kraft und Mut bringen, um den Willen der Bevölkerung durchzusetzen und um dem Land endlich die Chance zu gewähren, über die EU demokratisch und fair abzustimmen. Young4FUN.ch und zahlreiche andere EU-kritische Jugendorganisationen aus ganz Europa zählen auf Euch. Es wäre ein wichtiger Schritt zu einem starken Europa mit Zukunft!"

Wir hoffen, dass in Zukunft der heftige Protest der EU-Gegner aus ganz Europa in den Schweizer Medien nicht mehr länger totgeschwiegen wird. Auch in Genua werden zahlreiche friedliche Anti-EU-Demonstranten erwartet.

 

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