Young4FUN.ch-Newsletter vom 19. November 2001 der Jugend- und Zukunftsfreunde

1. unsere Homepage: 20'000 Besucher in nur 11 Monaten!
2. Rückblick Herbsttagung 2001
3. Auslandeinsätze der Armee: Hat der Bundesrat seine Versprechen schon vergessen?
4. Jugend für den UNO-Beitritt?
5. Friedens-Fahrradtour 2002
6. Impressum
7. Abbestellen

1. unsere Homepage: 20'000 Besucher in 11 Monaten!

In nur 11 Monaten seit dem Bestehen der Homepage zählte unsere Homepage bereits ihren 20'000sten Besucher.
Auch dies ist ein Zeichen für das schnelle Wachstum und die grosse Aktivität von Young4FUN.ch.
Weiterhin viele aktuelle Informationen sind zu finden auf: www.young4fun.ch
An dieser Stelle möchten wir den Webmastern Markus Tretheway, Paul Weber und Hans-Peter Lüthi sowie allen Schreibern von Inhalten einmal herzlich für die ehrenamtliche und kompetente Betreuung der Website danken.

2. Rückblick Herbsttagung 2001
Die Herbsttagung im Forum Üetlihof war auch dieses Jahr ein Erfolg. Einige hundert Menschen und darunter wie gewohnt auch einige Young4FUN.ch-Freunde haben sich die vielen kompetenten Referate nicht entgehen lassen. Das Referat von Young4FUN.ch-Co-Präsident Lukas Reimann kann unter http://www.young4fun.ch/uno/argumentarium.htm nachgelesen werden.

3. Auslandeinsätze der Armee: Hat der Bundesrat seine Versprechen bereits vergessen?
Was vom Bundesrat vor der Abstimmung über die Militär-Einsätze versprochen wurde und was tatsächlich getan wird, sind wie üblich zwei verschiedene Dinge. Jetzt soll es nämlich plötzlich eine Elite-Kampf-Truppe für Auslandeinsätze geben. Selbst Oswald Sigg, Sprecher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, findet die Frage nach der Verletzung der Neutralität berechtigt. Leider ist dies bei weitem nicht der einzige geplante Schritt zu einer Schweizer NATO-Armee gemäss dem Armeeleitbild XXI. Dazu gibt es eine Online-Befragung unter: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/4777348!
Ein bristaner Bericht war auch in der Sendung MTW (http://www.sfdrs.ch/sendungen/mtw/) zu sehen, welcher über NATO-Bomben in der Adria berichtete.

4. Jugend für UNO? Wir anerkennen das JA der Jugendsession zum UNO-Beitritt nicht als ein JA der Jugend!
Die Jugendsessionsteilnehmer haben am Samstag dem 3. November ein JA zum UNO-Beitritt beschlossen. Einige Punkte zeigen jedoch klar, dass die Teilnehmer mangelhaft und einseitig informiert wurden. Dies begann bereits am Freitag, als die Teilnehmer sich in der Uni Bern versammelten und der Podiumsdiskussion über den UNO-Beitritt beiwohnten.
Einige Gegner der Vorlage wollten mit Flugblätter auf die Nachteile der UNO und dessen unglaubwürdigen Friedenspolitik aufmerksam machen. Sämtliche Flugblätter wurden von dem Sicherheitsdienst eingezogen. Man durfte weder vor noch in der Uni Informationsblätter verteilen.
Vor dem Eingang zur Aula stand ein Tisch mit Informationsmaterial des Bundes. Eine weitere Gruppe wollte auch ihr Informationsmaterial auflegen. Dies sei nicht erlaubt, man habe Vorlagen des Bundes. Auch dieses Material wurde eingezogen und vernichtet.
Während der Podiumsdiskussion wurde der Gegner der Vorlage, Herr NR Ulrich Schlüer, vom Gesprächsleiter einige Male mit Kommentaren unterbrochen und musste sich spitze Bemerkungen gefallen lassen.
Als bei der Fragerunde sich zwei Gegner der Vorlage zu Wort meldeten, schnitt der Gesprächsleiter ihnen das Wort ab bzw. zog ihnen beide Male das Mikrofon weg bevor sie ausreden konnten.
Wie kann eine solch geführte Jugendsession den Anspruch erheben, den Jugendlichen die Politik zu erklären und Einblicke in die Demokratie zu geben? Wenn Demokratie bedeutet, dass ungeliebte Meinungen unterbunden werden, haben die Verantwortlichen der Jugendsession ihr Ziel voll erreicht.

Am Samstag selbst, als die Abstimmung zum UNO-Beitritt stattfand, wurde munter weiter manipuliert.

Es wurde im Aufenthaltsraum ein "Tisch der Meinungsfreiheit" aufgestellt, dort durfte man Informationsmaterial jeglicher Meinung auflegen. Nur wurde sämtliches Informationsmaterial, welches gegen einen UNO-Beitritt spricht, im Vorfeld eingezogen und nicht mehr freigegeben bzw. bereits vernichtet.
BR Deiss konnte die Jugend mehr als eine Stunde über die UNO "informieren", ohne dass die Gegnerschaft zu Worte kam.
Die Gestaltungsgruppe hatte den Nationalratssaal reich geschmückt. Zu sehen war die alleinstehende Schweizerflagge, farbige Plakate mit den Namen einiger Länder und eine Zeichnung eines Schweizers, Hand in Hand mit Personen von verschiedenen Kulturräumen. "Dies soll zum Ausdruck bringen, dass die Schweiz momentan alleine stehe, erklärte die Gruppenleiterin, aber mit dem UNO-Beitritt würde die Schweiz, wie auf dem Plakat zu sehen ist, Hand in Hand mit allen Ländern und Kulturen zusammenarbeiten."
Die anschliessende Abstimmung zur UNO wurde ohne vorgängige Diskussion durchgezogen.
All die aufgeführten Punkte zeigen ganz klar, dass der Bund der Jugendsession, laut Auskunft des Sicherheitsdienstes, Auflagen gemacht hat, keine Meinungen gegen den UNO-Beitritt zuzulassen. Man hat die Gegnerschaft des UNO-Beitrittes gehindert, von ihrem Recht auf freie Meinungsäusserung Gebrauch zu machen und man hat die Jugendlichen an der Jugendsession einseitig informiert bzw. manipuliert. Wenn man zulässt, dass die freie Meinungsäusserung so beschnitten wird, verkommt die Demokratie zur Farce.

Wir anerkennen das JA der Jugendsession zum UNO-Beitritt als ein JA zu Desinformation, Lüge und Unterdrückung der Demokratie, aber keinesfalls als ein JA zum UNO-Beitritt an. Das beste Gegenbeispiel sind die Jugend- und Zukunftsfreunde von Young4FUN.ch.

5. Friedens-Fahrradtour 2002
Aufgrund des positiven Feedbacks der Teilnehmer der letzten Friedens-Fahrradtour wurde die Planung für eine Fortsetzung aufgenommen. Es wurden verschiedene Routen für eine Neuauflage der Tour diskutiert. Als «logische» Fortsetzung der letzten Strecke (Bregenz-Strassbourg) wird die Friedens-Fahrradtour im Jahr 2002 von Strassbourg ins EU-Zentrum Brüssel führen. Voraussichtlich startet die Fahrradtour am 24. Juli 2002 mit zwei Prolog-Etappen ab Basel und wird am 6. August in Brüssel zu Ende gehen. Die Schweiz liegt zwar abseits der Strecke, doch das Thema der Tour, die Militarisierung der EU-Aussenpolitik, sollte auch uns SchweizerInnen interessieren. Bei der Friedens-Fahrradtour geht es nicht nur um politische Ziele, sondern auch darum, dass sich Friedensaktivisten aus verschiedenen Ländern zu einem erlebnisreichen Dialog zusammenfinden. Wer nun Lust verspürt, nächstes Jahr seine Ferien für einmal etwas anders zu gestalten, bekommt weitere Informationen beim Landesverband Baden-Würtenberg des DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigung der Kriegsdienstverweigerer). Via e-mail: ba-wue@dfg-vk.de oder unter www.bike-for-peace.de. Young4FUN.ch-Freunde, die sich eine Teilnahme überlegen, sollen sich unter info@young4fun.ch melden. Allenfalls könnten wir eine Young4FUN.ch-Radtour Basel-Strassbourg durchführen.

6. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch

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