Newsletter vom 5. Juni 2001

1. Profitel
2. politische Kultur
3. Endspurt total
4. Internet-Abstimmungen
5. Abstimmungsfeier
6. bürgerliches Komitee zur Abschaffung der Armee
7. Jugensession 2001
8. Sponsor
9. unsubscribe

1. Profitel - Funraisings-Projekt exklusiv für Young4FUN.ch
Es ist kein Geheimnis, dass Young4FUN.ch aufgrund der vielen jungen Mitglieder mit wenig Geld und aufgrund der enormen Aktivität (z.B. Abstimmungskampf Militärgesetz, Zeitung, Versände etc.) ein ständiges Finanzproblem hat und auf jede Spende angewiesen ist. Deshalb haben wir für Dich ein spezielles Projekt in Zusammenarbeit mit dem 100%-ig schweizerischen Telefon- und Internetanbieter profiTEL lanciert, bei welchem Du, Young4FUN.ch und die profiTEL profitieren. Es ist kein Trick dabei und es gibt keine Verlierer. Das sieht wie folgt aus: Du meldest Dich bei der profiTEL als Telefon- und/oder Internetkunde an und profitierst von günstigen Telefon- und Internetpreisen. Überzeuge auch Deine Eltern, Freunde und Bekannten von den profiTEL-Vorteilen. Young4FUN.ch bekommt 10% des Umsatzes Deiner Telefon/Internetrechnung direkt von der profiTEL (diese 10% sind in den Telefonpreisen inbegriffen), genau diese 10% Deiner Telefonrechnung kannst Du dann als Spende noch von den Steuern abziehen: Ende Jahr erhältst Du von der profiTEL einen Spendennachweis, welcher für steuerliche Zwecke je nach kantonalen Richtlinien verwendbar ist. Die profiTEL hat kaum Werbekosten, weil wir und andere Organisationen (z.B. Schweizer Sporthilfe, CVP, etc.) mit ihnen zusammen arbeiten, und hält dadurch auch die Kundenpreise enorm tief. Somit gibt es also jetzt die Chance, Young4FUN.ch zu unterstützen und selbst ebenfalls zu profitieren. Bei profiTEL hast Du mit CHF 1.20 pro Stunde einen günstigen Internet Zugang (tagtäglich rund um die Uhr). Auch hier werden 10 % Deiner Online-Gebühren wie beim Telefon in Deinem Namen an Young4FUN.ch gespendet.
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2. politische Kultur und Demokratie
Die Fronten im Abstimmungskampf haben sich verhärtet.
Der Bundesrat masst sich inzwischen an, die Wahrheit und richtige Meinung alleine für sich gepachtet zu haben. Bundesrat Leuenberger - seineszeichen Verkehrsminister und verantwortlich für das Luftverkehrsabkommen mit Deutschland und mitverantwortlich für die Verkehrsprobleme am Gotthard - und Frau Bundesrätin Metzler, rügen die Abstimmungskampagne der Gegner des Militärgesetzes. Die Kampagne sei ein Angriff auf die Demokratie und verschmutze die politische Kultur der Schweiz?!!
Wer definiert eigentlich die politische Kultur der Schweiz? Was ist denn die politische Kultur überhaupt? Natürlich definiert der Bundesrat allein, was in der politischen Kultur erlaubt ist und was nicht. Bisher ist in unseren Augen politische Kultur , wenn sich der Bundesrat aus Abstimmungskampagnen raushält. Dies lernt jeder Schüler, wenn er mit Exekutive, Judikative und Legislative den Aufbau der schweizerischen Demokratie lernt.
Wir fragen uns, wer die Demokratie angreifft? Greifft nicht derjenige die Demokratie an, der die Meinungen anderer diffamiert, diese als falsch tituliert, die Gegner öffentlich diskriminiert und erst noch mit Steuergeldern eine einseitige Abstimmungskampagne finanziert? Bundesrat Leuenberger macht zurecht den Link auf die Propaganda im 3. Reich, denn momentan reisen ebenfalls "Propagandaoffiziere" durch das Land und propagieren in Uniform die Meinung der Machthabenden. Dabei verstossen sie unverholfen gegen den Artikel 96 des Dienstreglementes 95 in dem es ausdrücklich heisst, dass es AdA's verboten ist sich politisch zu äussern. Das DR 95 gilt dem Anschein nach nicht für Offiziere. Angehörige der Armee, die gegen das Militärgesetz antreten müssen mit Angriffen und Diffamierungen aus dem VBS rechnen.
Es wird darüber diskutiert ein Büro einzurichten, das die Abstimmungskampagnen und Abstimmungsargumente überprüft. In dem Moment, wenn eine solche Stelle eingerichtet ist, ist unser Land keine Demokratie mehr, sondern eine als Schein-Dekomratie getarnte Diktatur! Eine solche Stelle würde gegen die Menschenrechte auf freie Meinungsbildung und Meinungsäusserung verstossen. Offenbar ist es einigen Politikern in diesem Land unangenehm, wenn sie mit Argumenten konfrontiert werden, auf die sie keine Antwort mehr haben. Dann wird nur noch direkt auf Personen geschossen und nicht mehr sachlich argumentiert. Da heisst es Augen auf, denn Young4fun.ch ist sich bewusst eine harte Abstimmungskampagne zu führen, denn schliesslich ist es auch hart, wenn unsere Neutralität wegen 150 teuren und ineffizienten Soldaten im Kosovo abgeschafft wird. Wir schicken unsere Soldaten in den Krieg. Dem Souverän muss ins Bewusstsein gerufen werden, dass er am 10. Juni über das Leben und Tod von Schweizer Soldaten abstimmt. Dies ist nur möglich, wenn man auf die Gefahren des Krieges hinweist. Laut bundesrätlicher Propaganda schicken wir unsere Soldaten nur in einen sauberen Krieg. Einen sauberen Krieg gibt es jedoch nicht.
Der Bundesrat muss endlich merken, dass er auf dem falschen Dampfer ist, er muss merken, dass er endlich wieder für die Interessen des Landes einstehen muss. Jedes Land verteidigt die Interessen des eigenen Landes. Nur unser Bundesrat hält es nicht von Nöten die Interessen der Schweiz zu vertreten.
Wir fragen uns, welches Land in der Geschichte mit 150 Soldaten die Interessen des eigenen Landes vertreten konnte. Welches Land hat mit 150 Soldaten schon einmal einen Krieg gewonnen? Im weiteren wird immer hochgehalten, dass nur freiwillige Soldaten in den Krieg geschickt werden. Auch ein freiwilliger Sodat im Ausland verletzt unsere Neutralität! Auch ein freiwilliger, bewaffneter Sodat kann sterben! Falls dieses Gesetzt wiedererwarten doch angenommen werden sollte, nimmt es uns Wunder, was die Eltern eines erschossenen Soldaten sagen, wenn sie gefragt werden, weshalb sie diesem "freiwilligen" Einsatz im Krieg zustimmten. Wir hoffen es wird nie soweit kommen, dass wir Schweizer Soldaten im Ausland für eine fremde Sache opfern müssen. Ebenfalls gespannt sind wir auf die Rede des Bundesrates an der Trauerfeier. Was wird der Bundesrat wohl sagen?
Wir vertreten die Ansicht, dass die hochgehaltene Freiwilligkeit gefährlich ist, denn wenn die Schweiz ins Ausland geht, dann dürfte sie dies mit Sicherheit nicht mit Freiwilligen tun, denn dann schickt sie lediglich Rambos, waffengeile Soldaten, die endlich in den Krieg wollen. Ein Land bräuchte besonnene Soldaten und sicher keine freiwilligen Sonntagsrambos. Am 10. Juni stimmen wir über den Erhalt unserer Neutralität ab. Wir stimmen auch über das IKRK ab. Denn für das IKRK wird es keinen Grund mehr geben in der Schweiz den Hauptsitz zu haben, da die Schweiz sie durch ihre Neutralität nicht mehr schützt! Durch die Neutralität der Schweiz geniesst das IKRK bisher besondere Legitimationen. Denn im Ausland wird das IKRK mit der neutralen Schweiz identifiziert. Die Schweiz hat eine riesen Verantwortung gegenüber der Welt. Sie hat als neutrales Land die Verantwortung zu vermitteln und ihre humanitären Dienste zu Verfügung zu stellen. Diese Verantwortung kann sie aber nur wahr nehmen, wenn der Bundesrat sich zur Neutralität bekennt und keine Soldaten ins Ausland schickt, denn die haben dort nichts zu suchen.
Es ist wahnsinn, dass wegen 150 Soldaten unsere Freiheit, Unabhängigkeit und Neutralität aufgegeben, ja sogar ein grosses Stück Zukunft des ganzen Landes aufgegeben werden soll.

Es gibt nur eins: Am 10. Juni 2 mal NEIN zum neuen Militärgesetz

Anmerkung: Wir sind mit dem Bundesrat einverstanden, dass Morddrohungen, Perversitäten, Diffamierungen und beleidigende unsachliche Briefe, nichts in einer Demokratie zu suchen haben. Doch darüber sollte sich ein Bundesrat wirklich vor der Amtsannahme Gedanken machen. Wir kriegten die letzten Wochen auf unser Sekretariat ebenfalls Morddrohungen und Beleidigungen tiefster Schublade. Damit muss LEIDER jeder in der Politik leben, wenn ein Bundesrat damit nicht umgehen kann, so ist er wohl kaum für dieses Amt geschaffen.


3. Endspurt total
Es erwartet uns ein enorm spannender Abstimmungsausgang und es kommt auf jede Stimme an. Nutze die letzten Tage, um auch die allerletzten Freunde, Bekannten und Verwandten an die Urne zu bringen und maile Dein ganzes Adressbuch mit einer Abstimmungsaufforderung an. Oder nimm an unserer SMS-Aktion (siehe Homepage) teil. Es geht um unsere Zukunft und es zählt diesmal wirklich jede Stimme. Viel Material zur Abstimmung über das Militärgesetz ist auf www.young4fun.ch zu finden.


4. Internet-Abstimmungen
Online-Abstimmungen sind zwar noch weniger repräsentativ als die dubiosen Umfragen in den Medien. Trotzdem rufen wir alle dazu auf, eine Meinung zum Militärgesetz unter http://www2.bluewin.ch/news/polling/news_vote_Abst-10-06-01_Bewaffnung.html, http://www.tages-anzeiger.ch, www.weltwoche.ch und http://www.blick.ch/PB2G/PB2GA/pb2ga.htm?snr=6769 abzugeben.


5. Abstimmungsfeier
Wir möchten nochmals daran erinnern, dass am 10. Juni ab 11.30 Uhr eine Young4FUN.ch-Abstimmungsfeier im Wangen an der Aare (BE) im Hotel Alponte (www.alponte.ch) stattfindet. Eine Grossleinwand steht zur Verfügung und sobald die definitiven Resultate bekannt sind, steht für uns eine nur wenige Minuten entfernte Disco bereit. Um 12 Uhr fährt ein Shuttle-Bus von Bahnhof Solothurn zum Hotel Alponte. Für Fragen diesbezüglich steht Organisator und Young4FUN-ch-Vorstandsmitglied Roger Rudolf von Rohr jederzeit gerne zur Verfügung: 079 287 74 92 oder aargau_solothurn1@young4fun.ch

6. Komitee zur Abschaffung der Armee
Ein bürgerliches Komitee zur "Abschaffung der Armee nach einem Ja zu den Auslandeinsätzen" ist an uns mit der Frage herangetreten, ob wir Interessenten hätten, die am 11. Juni ihrem Komitee beitreten wollten.
Die bürgerlichen Initianten haben bisher für eine starke und verteidigungsfähige Armee gekämpft. Sie werden sich auch aktiv im Kampf gegen das neue Militärgesetz einsetzen um das Debakel noch abwenden zu können. Denn nur ohne Auslandeinsätze sei die Schweizer Armee glaubwürdig. Laut Entwurf des Armeeleitbild zur Armee XXI soll der Landesverteidigung nur noch die zweite Priorität zukommen gelassen werden. Dies können die Initianten des Komitees nicht hinnehmen, denn wir bräuchten keine geschwächte Landesverteidigung. Deshalb haben sie nicht jahrelang für die Armee gekämpft.
Das Komitee schreibt weiter:
"Eine geschwächte Armee kommt keiner Armee gleich. Wenn wir dank den Auslandeinsätzen, die unsere Neutralität verkauft, eine geschwächte Armee haben, die nicht mehr fähig sein wird, unser Land zu verteidigen, dann können wir die Milliarden von Steuergeldern, die für die Rüstung verprasst werden, sparen. Dieses gesparte Geld soll nicht umverteilt werden, wie dies die GSOA fordert, sondern es soll zurück an den Steuerzahler fliessen.
Mit einer Abschaffung der Armee, würde auch den Auslandeinsätzen der Armee ein Riegel geschoben, womit unsere Neutralität wieder gestärkt würde. Es ist schade, dass der Bundesrat mit seiner extrovertierten Militärpolitik die Armeefreunde zu solchen schweren Entschlüssen zwingt. Denn jedem von uns blutet es im Herzen, gegen eine Armee kämpfen zu müssen, für die man noch vor kurzem gekämpft und die man geliebt hat."
Dem Komitee werden auch Instruktoren der Schweizer Armee angehören, die den Dienst quittiert haben, weil sie nicht zu Auslandeinsätzen gezwungen werden wollen und ihr Leben nicht für eine fremde Sache aufs Spiel setzen wollen. Denn freiwillig, wie dies der Bundesrat immer betont, sind die Auslandeinsätze für das Instruktoren Team nicht.
Wir brauchen eine starke Armee in der Schweiz und nicht auf fremden Kriegsschauplätzen. Wir brauchen keine Auslandeinsätze ob bewaffnet oder unbewaffnet, nur um die Kriegslust und Blutgier einiger Schweizer Generäle zu befriedigen, die sich am liebsten schon längst auf den Partys der NATO beim Champagner trinken mit den anderen NATO-Generälen sehen würden.
Bevor das Bürgerliche Komitee zur Armeeabschaffung gegründet wird, wird aber das Abstimmungsresultat vom 10. Juni abgewartet. Wir rufen alle auf mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln gegen das Militärgesetz zu kämpfen, damit wir NIE in der Lage sein müssen für eine Armeeabschaffung einzutreten.
Wir können hinter einer von der NATO indoktrinierten Armee nicht mehr stehen. Falls es am 10. Juni ein Ja gäbe, gibt es nur noch eins um unsere Neutralität zu erhalten: Die Armee müsste – leider – abgeschafft werden.
Interessenten können sich bereits unter buergerliches-nein@blumail.ch melden.

7. Jugendsession 2001
Die diesjährige Jugendsession vom Herbst 2001 für Jugendliche im Alter von 14-21 Jahren dreht sich um das Thema Aussenpolitik. Dies bietet die Chance, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass sich viele Junge ganz im Sinne von Young4FUN.ch für Freiheit, Unabhängigkeit und Neutralität einsetzen. Zudem hat man die Gelegenheit, einmal im Innern des Nationalratssaales zu politisieren und verschiedenen Politikern unter anderem Bundesrat Deiss, die Meinung zu sagen. Deshalb fordern wir alle Young4FUN.ch-Freunde im Alter von 14-21 Jahren auf, an der Jugendsession teilzunehmen.
Plätze reservieren kann man sich bereits unter:
jugendsession@sajv.ch oder www.jugendsession.ch
Für allfällige Fragen bezüglich der Jugendsession steht der Jugendrat (Delegierter Jugendsession) und Young4FUN.ch-Vorstandsmitglied Tan Birlesik jederzeit gerne zur Verfügung: 079 445 90 68 oder zuerich2@young4fun.ch

7. Newsletter sponsored by
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