Young4FUN.ch-Newsletter 33 vom 20. Mai 2002

1. Neues auf der Homepage
2. Schweizer sind keine EU-ropäer
3. Geheimniskrämerei um das GATS-Abkommen
4. Stasi-Methode: Email-Überwachung total
5. Gestaltungsspielräume schweizerischer Verkehrspolitik
6. Mehr Demokratie in Deutschland: am 6. Juni kommt die Entscheidung
7. Fortuyn von Geheimdienst ermordet?
8. Skandinavische Premierminister sagen NEIN zu Schengen
9. 4000 österreichische Soldaten für EU-Krisen-Truppe
10. Über 70% in Island gegen EU-Beitritt
11. Focus Topthema: der tEuro-Skandal
12. Gratis-Buch "Out of Europe"
13. EU will alte Chemikalien in grausamen Tierversuchen testen
14. Impressum
15. Abbestellen

1. Neues auf der Homepage
Neu wurde auf unserer Internetseite www.young4fun.ch das Grundsatzpapier veröffentlicht, welches sich jetzt in der Vernehmlassung befindet. Mitglieder haben jetzt die Möglichkeit, Änderungsvorschläge, Verbesserungsvorschläge, Lob oder Kritik anzubringen.
Im weiteren wurde unter "Beiträge" ein neuer Beitrag zum Thema Expo veröffentlicht. Wenn auch Du einen Kommentar zu einem Newsletter-Beitrag oder einen Leserbrief zu einem aussenpolitischen Thema schreiben möchtest, veröffentlichen wir ihn gerne auf unserer Internet-Seite.

2. Schweizer sind keine EU-ropäer
So lautet der Titel eines Berichtes vom Spiegel. Er verlangt, dass die .eu-Domains für alle Europäer geöffnet werden sollten und nicht nur für EU-ropäer.
Er schreibt "Ohne Schweizer und all die anderen, die nicht mitmachen wollten oder durften, könnte dieser Schuss jedoch nach hinten losgehen. Großes Gedränge in Richtung DotEU herrscht lang nicht mehr - und bekannt und erfolgreich würde die "eu" nur durch Masse." Ebenfalls wird das Demokratieverständnis der EU kritisiert: So dürfen zuerst Behörden, dann Unternehmungen, dann Vereine und erst ganz am Schluss die einfachen Bürger Domains registrieren. Typisch!
(Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,195901,00.html)

3. Geheimniskrämerei um das GATS-Abkommen
(Quelle: ZürcherStudentIn ZS) Eigentlich hätte die EU-Komission die Gespräche über das WTO-Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen (GATS) gerne in aller Ruhe im stillen Kämmerlein durchgeführt. Nun muss sich die Kommission jedoch der öffentlichen Kritik stellen, weil die Bewegung ATTAC in den Besitz eines vertraulichen Dokumentes gelangt ist und dieses daraufhin veröffentlicht hat. In diesem Dokument werden die Forderungen der EU an verschiedene Mitglieder der WTO bezüglich Liberalisierung des Welthandels geschildert. Auch die Forderungen an die Schweiz sind im Dokument einsehbar unter: www.attac.org/fra/orga/doc/ue4en.htm

4. Stasi-Methode: Email-Überwachung total
Die Sonntagszeitung hat unter http://www.sonntagszeitung.ch/sz/szUnterRubrik.html?rubrikid=127&ArtId=187336 über die schockierenden Auswirkungen eines neuen Gesetztes berichtet. Es verlangt die Speicherung aller Schweizer Emails - das kostet Millionen und verletzt den Datenschutz! Alle in der Schweiz verschickten E-Mails sollen künftig 6 Monate beim Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) gespeichert werden. Über 20 Beamte befassen sich momentan mit der Umsetzung und auch Provider rechnen mit Millionenkosten. Was mit diesen Daten geschehen soll, ist unbekannt. Verbrecher, die ganz bestimmt bekämpft werden sollen, können diesem Gesetz allerdings bereits mit der Einrichtung einer kostenlosen Email-Adresse aus dem Ausland abweichen. Bestraft wird der ehrliche Bürger mit einer Verletzung des Datenschutzes, höheren Internetkosten und höheren Staatsausgaben. Bei solch unsinnigen Gesetzen, kann auch die EU nicht weit sein:
Die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch hat einen Rahmenbeschluss enthüllt, nach welchem der EU-Rat über den Kopf des EU-Parlamentes hinweg die Datenspeicherung EU-weit erzwingen will. Dies würde die Überwachung von täglich (!) mehreren Milliarden E-Mails zur Folge haben.
Bericht von Statewatch: http://www.statewatch.org/news/2002/may/05surv.htm
Bericht in deutsch von Heise: http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/12532/1.html
Auch der Fachinformationsdienst "intern" zeigt in einem Bericht, dass in der EU die Elektronische Werbung Vorrang vor Datenschutz hat: http://www.intern.de/news/2895.html
Es zeigt sich einmal mehr, dass Bundesbern mit völlig unsinnigen, teuren und gefährlichen Gesetzten EU-Beitrittshürden vorsorglich abschafft.

5. Gestaltungsspielräume schweizerischer Verkehrspolitik
(Quelle: jusletter) Nationale Verkehrspolitik hat immer auch angesichts der rechtlichen Grenzen des Gestaltungsspielraums der Staaten zu erfolgen. Für die Schweiz steht hier im Augenblick das bilaterale Abkommen über den Landverkehr im Vordergrund. Angesichts des von Bundesrat nach wie vor aufrecht erhaltenen mittelfristigen Ziels eines EU-Beitritts der Schweiz stellt sich darüber hinaus aber auch die Frage, inwieweit die nationalen Gestaltungsspielräume für einen EU-Mitgliedstaat eingeschränkt sind. Der folgende Beitrag von Prof. Astrid Epiney geht dieses Fragen am Beispiel der Erhebung von Strassenbenutzungsgebühren nach:
http://www.weblaw.ch/jusletter/Artikel.jsp?ArticleNr=1644&Language=1

6. Mehr Demokratie in Deutschland: am 6. Juni kommt die Entscheidung
Am 6. Juni entscheidet der Bundestag über die Volksabstimmung. Erstmals wird eine Mehrheit der Abgeordneten für die direkte Demokratie stimmen. Trotzdem droht der Gesetzentwurf zu scheitern, weil ohne die Opposition (CDU/CSU) die nötige Zweidrittel-Mehrheit nicht erreicht werden kann. Der Entwurf ist aus der Sicht von Young4FUN.ch noch nicht optimal, da die Deutschen Bürger nicht über Finanzfragen und internationale Abkommen (Euro, EU, etc.) mitentscheiden können, aber die Einführung einer bundesweiten Volkabstimmungsmöglichkeit ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ab sofort können die Abgeordneten der CDU/CSU wieder per Email aufgefordert werden, im Bundestag für die Volksabstimmung zu stimmen: www.volksabstimmung.org Bereits über 80'000 Bürger haben mitgemacht. Gewisse CDU-Politiker argumentieren sogar, dass die direkte Demokratie in der Schweiz schlecht funktioniere. Deshalb sollte man auch von der Schweiz her ein Zeichen setzen und sich an der Aktion beteiligen.

7. Pim Fortuyn - ein Mordopfer des Geheimdienstes?
Die Niederländer wählten am Mittwoch. Die EU-kritische Liste "Pim Fortuyn" gewann 26 Sitze. Die Spekulationen um den Tod Pim Fortuyns werden immer abenteuerlicher. Steckte gar der Geheimdienst dahinter?
Die renomierte österreichische Zeitung "Die Presse" hat dazu einen spannenden Artikel veröffentlicht:
http://www.diepresse.com/detail/default.asp?id=287709&channel=p&ressort=a

8. Skandinavische Premierminister sagen NEIN zur Schengener-Grenz-Polizei
Nicht nur in der Schweiz regt sich Widerstand. 5 skandinavische Premierminister haben an einer Pressekonferenz in Norwegen klar deklariert, dass sie das neue Schengerabkommen ablehnen.
(Quelle: http://euobserver.com/index.phtml?selected_topic=9&action=view&article_id=6229)

9. 4000 österreichische Soldaten für EU-Krisen-Truppe
Österreich wird 4000 Soldaten für EU-Kriseneinsätze stellen. Dieser Entscheid kostet jährlich über 150 Millionen Schweizer Franken und ist neutralitätspolitisch äusserst bedenklich. So wurde Österreich vor der UNO-Abstimmung von Bundesrat und Befürwortern immer wieder als neutraler Staat mit der Schweiz gleichgesetzt. Ob dies jetzt immer noch gemacht würde?
(Quelle: http://www.diepresse.at/default.asp?channel=p&ressort=eu&id=287311)

10. Über 70% in Island gegen EU-Beitritt
Nach einer gestern veröffentlichten Studie der Universität Rekjavik sind über 70% der Isländer klar gegen den EU-Beitritt.
(Quelle: Norwegische Zeitung Klassekampen: http://www.klassekampen.no/artikler/342.html)

11. Focus Topthema: der tEuro-Skandal
Die neuste Ausgabe des deutschen Wochenmagazins Focus ist dem Thema "der tEuro-Skandal" gewidmet. Es zeigt auf, wie Bürger seit der EURO-Einführung abgezockt werden und welche Nachteile durch den tEuro entstehen.
Link zum Thema: http://focus.de/F/INHALT/inhalt.htm

12. Gratis-Bücher über die EU
Der berühmte, dänische EU-Kritiker und EU-Abgeordnete Jens-Peter Bonde hat eine neues Buch über die Zukunft der EU im Zusammenhang mit der geplanten EU-Verfassung veröffentlicht. Grosse Teile daraus können unter http://www.euobserver.com/index.phtml?selected_topic=none&action=view&article_id=5378 gelesen werden.
Auch Peter Franks stellt sein Buch "Out of Europe" unter http://www.outofeurope.net/ kostenlos zur Verfügung.
13. EU will alte Chemikalien in grausamen Tierversuchen testen Die EU plant ein Testprogramm, bei dem bis zu 30.000 Chemikalien, die bereits seit gut 20 Jahren auf dem Markt sind, auf ihre Giftigkeit geprüft werden sollen. Dies bedeutet für mindestens 50 Millionen Tiere entsetzliches Leid und einen qualvollen Tod. Ein solches Vorhaben, bei dem es in erster Linie um die Beruhigung der Verbraucher geht, ist weder moralisch vertretbar noch wissenschaftlich zu rechtfertigen.
(Quelle: http://tierrechte.de/themen/eutierversuche/)

14. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch
Redaktion: Reimann

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