Young4FUN.ch-Newsletter 35 vom 12. Juni 2002

1. Neue Zeitung "News"
2. Neues auf der Homepage
3. Volksabstimmung im Bundestag gescheitert
4. Bilaterale 1 sind da - Bilaterale 2 in Planung: NEBS nebelt weiter
5. EU-Konvent in Sevilla
6. Nettozahler gegen den Rest der Union
7. BAG gefährdet Gesundheit der SchweizerInnen - wegen EU-Anpassung
8. EU-Komission: die neue Vertuschung
9. Veranstaltungshinweis: "Erpresste Schweiz"
10. Impressum
11. Abbestellen

1. Neue Zeitung "News"
Unter http://www.young4fun.ch/news/news_zeitung.htm haben wir als pdf-Dokument unsere neuste Zeitung veröffentlicht. Mitglieder, Gönner und Abonnenten sollten sie in diesen Tagen auch per Post erhalten. In der Zeitung finden sich spannende Artikel zu den Themen EU-Bildungsverträge, Bergier-Bericht, Armee 21 oder über die Neutralität. Der Leitartikel ist eine ausführliche Reportage über die Strategietagung in Sarnen. Ebenfalls interessant sind die Berichte der Young4FUN.ch-Schengenkomission oder ein Tatsachenbericht über Frankreich in der EU. Die Zeitung kann man bei uns im gedruckten Format für nur 10 Franken abonnieren.

2. Neues auf der Homepage
Unter http://www.young4fun.ch/young/vorstellung.htm haben wir ein neues Vorstellungspapier über Young4FUN.ch veröffentlicht und unter http://www.young4fun.ch/news/bruessel-reise.pdf kann man die Einladung zu unserer Brüssel-Reise herunterladen. Für alle Interessierten haben wir auch ein Urlaubsgesuch geschrieben, welches man bei uns beziehen kann.

3. Volksabstimmung im Bundestag gescheitert
Am Ende hat es nicht gereicht. Umfragen hatten immer wieder gezeigt, dass über 80% der Deutschen die Volksabstimmung wollen. Insgesamt gingen etwa 170.000 Mails an die Fraktion der CDU. Zahlreiche Briefe wurden verschickt, viele Gespräche geführt. Auch viele Schweizer und Young4FUN.ch-Newsletter-Abonennten beteiligten sich an der Aktion. Die CDU liess sich nicht von der Demokratisierung überzeugen und so ist am 7.Juni im Bundestag das Gesetz für die Einführung von Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden gescheitert. Tim Weber, Sprecher des Bündnisses "Menschen für Volksabstimmung", erklärte nach der Entscheidung: "Der Bundestag hat die Chance verpasst, den Bürgerinnen und Bürgern das Vertrauen auszusprechen. Statt der erhofften Zieldurchfahrt ist der heutige Tag leider nur ein Etappensieg auf dem Weg zur Volksabstimmung. Immerhin: Erstmals seit 1949 hat sich eine deutliche Mehrheit im Bundestag für die direkte Demokratie ausgesprochen." Schade, dass es Deutschland verpasst hat, die Menschen besser in die Politik einzubinden. Weitere Infos: www.volksabstimmung.org

4. Bilaterale 1 sind da - Bilaterale 2 in Planung: NEBS nebelt weiter
Die Bilateralen eins sind zu einem Teil seit dem 1. Juni in Kraft. Sie verursachen bereits jetzt Kopfzerbrechen und Probleme. Selbst Bundesrätin Dreisfuss hat erkannt, dass es in verschiedenen Berufen (v.a. Ärzte) zu einem massiven Druck kommen wird. Da aber verschiedene Dossiers schrittweise erst in 12 Jahren voll eingeführt sind, bekommen wir erst langfristig alle Folgen zu spüren. Amüsant ist wieder einmal der Kommentar der NEBS (Neue Europäische Bewegung Schweiz). Sie schreibt in ihrem Communiqué zur Einfürhung der Bilateralen: "...Wirkliche Eigenständigkeit und Souveränität der Schweiz garantiert nur ein EU-Beitritt." Nun gut, der Anteil der Analphabeten nimmt in der Schweiz zu und die NEBS nebelt weiter. Sie hätte wohl eher ein Wörterbuch notwendig, um die Begriffe "Souveränität" und "Eigenständigkeit" nachzuschlagen.
Am 17. Juni werden die EU-Minister über das Verhandlungsmandat für die zweite Runde der bilateralen Verhandlungen entscheiden. Die Bilateralen 2 können aufgrund der Unglaubwürdigkeit und der eklatanten Führungsschwäche des EDA's zu schwerwiegenden Folgen für die Schweiz führen. Es ist zu erwarten, dass damit ein weiterer Schritt Richtung EU getan wird und die Schweiz massive Nachteile auf sich nehmen müsste. Zu gewinnen gibt es nichts. Wir fordern deshalb das EDA auf, die Verhandlungen über die Bilateralen 2 abzubrechen.
Noch eine Frage: Ist es nicht rassistisch, wenn Spezialärzte z.B. aus den USA und allen anderen Nicht-EU-Staaten jetzt das Land aufgrund der EU-Ärzteflut verlassen sollen? (Weitere Infos dazu unter: http://www.news.bluewin.ch/article/0,1001,247720,00.html)

5. EU-Konvent in Sevilla
Die offizielle Homepage über das EU-Treffen vom 21./22. Juni in Sevilla, für welches massive Proteste von EU-Kritikern erwartet werden, ist nun zu finden unter http://www.europa.eu.int/comm/seville_council/index_en.html

6. Nettozahler gegen den Rest der Union
So heisst der Titel eines Artikels in der BerlinerZeitung. Es war ein Vorgeschmack auf die künftigen Verteilungskämpfe. Beim Außenministertreffen am Montag (10. Juni) in Luxemburg zerstritten sich die EU-Länder so heftig wie schon lange nicht mehr. Innerhalb der EU-Regierungen ist eine erbitterte Auseinandersetzung über die Höhe der Agrarsubventionen für die Beitrittsländer ausgebrochen. Die großen Nettozahler der EU, allen voran Deutschland, stemmen sich gegen die EU-Pläne, den Landwirten in den Kandidatenländern vom Tag des Beitritts an Direktzahlungen zukommen zu lassen.
Artikel der BerlinerZeitung: http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/politik/.html/150180.html
Artikel "die Welt": http://www.welt.de/daten/2002/06/11/0611eu337443.htx

7. EU-Anpassung auf Kosten der Gesundheit
Gemäss einem Bericht vom Pulstipp (www.pulstipp.ch) aus der Mai-Ausgabe hat das BAG (Bundesamt für Gesundheit) das Lebensmittelrecht überarbeitet. Dabei wurde der Grenzwert für Nitrat im Salat einfach abgeschafft Die Begründung war, man müsse sich der EU anpassen. Doch selbst in der EU konfiszierter Salat wäre in der Schweiz nun zum Verkauf freigegeben. Auch beim Käse gilt das Gleiche: Mit Antibiotika belasteter EU-Käse darf jetzt legal in die Schweiz importiert werden. Auch für Kinder gefährliche Lebensmittel mit dem Giftstoff Tartraztin Die fragwürdigen Entscheidungen hängen eng mit den Bilateralen Verträgen 1 zusammen. Der Pulstipp kommentiert das wie folgt: " Mehr Schutz, weniger Handelshemmnisse - unter diesem Motto probierte das BAG dennoch, sein fragwürdiges Osterkörbli der Bevölkerung schmackhaft zu machen. Das ist grotesk. Es ist unvereinbar, den freien Handel zu fördern und gleichzeitig die Menschen zu schützen. Aufgabe des BAG ist es in erster Linie, gesundheitlich bedenkliche Lebensmittel von uns fernzuhalten. Doch kaum, den freien (EU) Handel zu ebnen." Die Schweiz hat sich bisher weltweit durch ihre niedrigen Toleranzwerte bei Lebensmitteln ausgezeichnet. Jetzt wird mit Rücksicht auf die EU und gegen unsere Gesundheit nach oben angepasst.

8. EU-Komission: die neue Vertuschung
Nach der spektakulären Selbstzerstörung der Kommission Jaques Santer's hat der Nachfolger-Präsident Romano Prodi erklärt, in Zukunft würden alle Zahlungen offengelegt und er verstehe die Probleme in Sachen Bestechung. Als Journalisten vom Wall Street Journal Europe nachfragten, bekamen sie eine Liste mit vielen schwarzen Strichen, welche alle Namen der Zahlungen und der Geschenkgeber vertuschen. Es bahnt sich ein neuer Bestechungsskandal an. Weitere Infos: http://www.euobserver.com/index.phtml?aid=6478
(Quelle: Wall Street Journal Europe 26.5.02)

9. Veranstaltungshinweis: "Erpresste Schweiz"
Im Käfigturm in Bern findet derzeit eine sehr umstrittene Ausstellung des Bundes zum Thema Bergier-Bericht statt. Zuvor fand dort eine Ausstellung über oder besser für die UNO statt, welche ebenfalls vom Bund organisiert war. Am Freitag 14. Juni findet von 16 - 18 Uhr eine Veranstaltung statt, bei welcher Zeitzeugen der Aktivdienstgeneration jüngere Generationen über ihre Erfahrungen informieren werden und mit der jüngeren Generation diskutieren möchten. Sie werden darüber berichten, wie es war, als junge Erwachsene die Kriegsjahre in der Schweiz zu erleben - in mancher Hinsicht anders, als es die nahezu 12'000 Seiten umfassenden Bergier-Berichte darstellen. Der Bergier-Bericht gilt als unausgewogen und auf die Erpressungsversuche des Auslandes nachzugebender Bericht, der sehr viel Geld kostete.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter info@young4fun.ch

10. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
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www.EUnein.ch
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Redaktion: reimann

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