Young4FUN.ch-Newsletter 36 vom 28. Juni 2002

1. Armee 21
2. WHO-Skandal
3. Demokratie-Studie
4. Neuerscheinung: EU Propaganda-Maschinerie
5. Buchhinweis "Die Nutzung der Wasserkraft im Alpenraum"
6. UNO-Sonderbriefmarke
7. Irland muss nochmals abstimmen
8. Mässige Fiesta in Sevilla
9. Polen sind "beste" Europäer
10. Schweden: Initiative "Nein zur EU"
11. Impressum
12. Abbestellen

1. Armee 21
Die Armee 21 dürfte mit höchster Wahrscheinlichkeit in der diesjährigen Herbstsession im Parlament abgeschlossen werden. Das Dossier ist enorm komplex und offenbar scheinen darin einige Fallen für die Schweiz und ihre internationale Sicherheit versteckt zu sein. Young4FUN.ch möchte deshalb eine Kommission zu diesem Thema gründen, welche die Armee 21 unter die Lupe nimmt und ihre Konsequenzen aus der Arbeit in einem Bericht vorlegt und das weitere Vorgehen diesbezüglich von Young4FUN.ch bespricht. Da die Zeit drängt, sollte sich schon in wenigen Wochen ein erstes unverbindliches Treffen aller Interessierten ergeben. Ganz besonders würde es uns freuen, wenn auch dieses Mal wieder Mitglieder (also nicht nur Vorstand) sich bereit erklären würden, bei dieser Kommission unverbindlich mitzumachen. Interessenten melden sich unter: info@young4fun.ch

2. WHO-Skandal
Als Organisation der kritischen, demokratiebejahenden Jugend hat Young4FUN.ch hat vor zwei Monaten die Mitgliedschaft der Republik China (auf Taiwan) in der Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützt. Leider hat die WHO die Aufnahme des demokratischen Taiwans an ihrer Jahresversammlung in Genf nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Doch - von den Medien unbemerkt - spielte sich ein unerhörter Skandal ab: Gemäss Statuten der WHO sind deren Jahresversammlungen nämlich öffentlich durchzuführen. Dass die Zahl von Tribünen-Besuchern mit einem Pass der Republik China auf 15 limitiert wurde, könnte man angesichts der Nicht-Mitgliedschaft Taiwans noch verstehen. Dass aber auch sämtlichen Schweizer Bürgern der Zutritt zur Tribüne verwehrt wurde, wenn ihr Geburtsort auf Taiwan lag, ist eine Verhöhnung des Souveräns! Die feine Schweizer Diplomatendelegation - immerhin die Vertreter unseres Volkes bei der WHO - schwieg nicht nur zum Aufnahmegesuch der Republik China, sondern verzichtete auch auf einen Protest gegen diese statutenwidrige Diskriminierung von Schweizer Bürgern. Wahrlich eine mutige Aussenpolitik, um nur das mindeste zu sagen!

3. Demokratie-Studie
Das "Initiative & Referendum Institute Europe" in Amsterdam (IRI-Europe) hat eine interessante Bewertung der direkten Demokratie in 32 europäischen Staaten vorgelegt und es zeigt gleichzeitig die vielen Vorteile von direkter Demokratie auf. Die weitreichendsten Mitbestimmungsrechte haben demnach die Bürger in der Schweiz, Liechtenstein, Italien, Slowenien und Lettland. Interessant ist, dass von den europäischen Staaten mit der besten Demokratie der Bevölkerung nur ein Land Mitglied der EU ist! Trotzdem muss an dieser Studie bemängelt werden, dass auf die Demokratiedefizite der EU zuwenig eingegangen wird. Der "Länderindex zur Volksgesetzgebung 2002" umfasst 24 Seiten und steht zum Download bereit:
http://www.volksabstimmung.org/bu/nn/

4. Neuerscheinung: EU-Propaganda-Maschinerie
Die englische "Bruges Group" hat gestern ein hochbrisantes 70seitiges Buch über die massive Propaganda-Tätigkeit der EU veröffentlicht. Es zeigt auf, wie die EU in nationale Abstimmungskämpfe eingreift und dort Befürworter von EU-Vorlagen mit Millionen Euro unterstützt. Das Buch zeigt sogar auf, welche Gruppierungen und welche Parteien von der EU unterstützt worden sind und auch über die Propaganda und Indoktrinierung der Schulen wird gesprochen. Es ist wirklich schockierend, wie weit die EU mit der durch den Steuerzahler bezahlten Propaganda geht.
Im Gegensatz zur EU werden in der Schweiz gar keine Zahlen ausgewiesen. Es läuft von der Art her in die gleiche Richtung. Bundesrat und Beamte "informieren" mit allen Mitteln von Abstimmung zu Abstimmung mehr und geben für diese Staatspropaganda Millionen Steuergelder aus. Dieses undemokratische Verhalten muss auch in der Schweiz dringend gestoppt werden.
Das Papier gibt es kostenlos zum Runterladen unter:
http://www.eurocritic.demon.co.uk/Bruges%20Group%20Occasional%20Paper%20No45.pdf
Und hier die Homepage der BurgesGroup: http://www.brugesgroup.com/

5. Buchhinweis: "Die Nutzung der Wasserkraft im Alpenraum"
Die vielen Wasserquellen werden in der Zukunft für die Schweiz eine grosse Chance sein. Wasser ist für die Schweiz ein wertvoller Faktor, eine natürliche Lebensgrundlage und auch ein Mittel für die Unabhängigkeit der Schweiz. Die EU schielt schon lange auf unsere Wasserreserven. Die Nutzung der Wasserkraft steht mit der Öffnung der Strommärkte an einem Wendepunkt. In den Nachbarländern der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich, ist sie bereits ganz oder mindestens in den ersten Stufen vollzogen. In der Schweiz wird darüber mit der Volksabstimmung vom 22. September 2002 über das Elektrizitätsmarktgesetz (EMG) entschieden. Drei grundlegende Fragen stellen sich dabei für die Wasserkraftnutzung:–Gefährdet das EMG die Nutzung der Wasserkraft generell und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung (Service public) im Besonderen?–Hat unter diesen Umständen eine Nutzung der Wasserkraft, die nachhaltig und damit umweltverträglich gestaltet sein muss, eine Zukunft?–Wird durch die Marktöffnung die Nutzung der Wasserkraft im Alpenraum derart erschwert, dass sie den Lebensnerv der Besiedlung des Alpenraums in Frage stellt?
Diese und weitere Fragen behandelt der Autor in folgenden Kapiteln:–Überblick über die wasserwirtschaftlichen Grundlagen der Alpenländer und die Entwicklung des Wasserkraftrechts im 20. Jahrhundert–Rechtsstellung des Nutzungsberechtigten und Rechtsfolgen am Ende der Nutzungsdauer im Wasserkraftrecht von Bund und Kantonen der Schweizerischen Eidgenossenschaft–Rechtsstellung des Nutzungsberechtigten und Rechtsfolgen am Ende der Nutzungsdauer im Wasserkraftrecht der Alpenländer Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich / Rechtsvergleichung–Auswirkungen des supranationalen Rechts der Europäischen Gemeinschaft sowie völkerrechtlicher Verträge auf das Wasserkraftrecht–Perspektiven von Wasserkraftnutzung und Wasserkraftrecht im 21. Jahrhundert.
Weitere Informationen zum vor wenigen Tagen erschienen Buch gibt es unter: http://www.schulthess.com/cgi-bin/Schulthess.storefront/DE/product/42092

6. UNO-Sonderbriefmarke
Der Bundesrat will, gemäss der vorgestern publizierten Antwort auf ein Postulat, die Post auffordern, zum Beitritt der Schweiz zu den Vereinten Nationen, eine Sonderbriefmarke herauszugeben. Zuerst gewinnt man mit einer Millionen-Regierungspropagandakampagne knapp die Abstimmung und nun versucht man mit der Sondermarke den Beitritt noch zu glorifizieren. Die Post hat eine Kommission, welche selber über die Herausgabe von Briefmarken entscheiden kann ohne Druck vom Bundesrat. Deshalb rufen wir alle, welche keine UNO-Sonderbriefmarke wollen, dazu auf, dies auch der Post mitzuteilen per Mail: stamps@post.ch oder via Post an: Die Schweizerische Post, Geschäftsleitung, General Manager, 3250 Lyss (Quellen: http://www.parlament.ch/afs/data/d/gesch/2002/d_gesch_20023112.htm und Pirmin Müller)

7. Irland muss nochmals abstimmen
Irland wird im Oktober nochmals über die Nizza Verträge abstimmen. Die EU machte Irland verschiedene Zugeständnisse wie die angebliche "Wahrung der Neutralität", denn sie ist für die EU-Osterweiterung auf das Ja von Irland angewiesen. Die Gegner in Irland sind die Gleichen geblieben und genau jene haben auch bei den Parlamentswahlen dieses Jahres einen Sieg verbucht. Young4FUN.ch freut sich über diese Standhaftigkeit und fordert nach wie vor Volksabstimmungen über die Nizza-Verträge in jedem EU-Staat.
(Quelle: Irish Times)

8. Mässige Fiesta in Sevilla
In Sevilla demonstrierten neben den Globalisierungsgegnern auch viele EU-Gegner friedlich, was in den Schweizer Medien erneut verschwiegen wurde. Am 21. und 22. Juni trafen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Sevilla. Einhellige Meinung der Kommentatoren: Dieser Gipfel am Ende der spanischen Ratspräsidentschaft wird nicht als Meilenstein in die Geschichte der EU eingehen. Die Ergebnisse des Gipfels sowie weiterführende Links sind zu finden unter: http://www.europa-digital.de/laender/spa/eu_pol/sevillafazit.shtml
Der Gipfel ist vorbei und die Ergebnisse des Treffens – die sogenannten Schlussfolgerungen des Vorsitzes – sind bereits im Internet erhaeltlich. Den 42 Seiten starken Download im PDF-Format finden Sie auf den Seiten des Ministerrats unter http://ue.eu.int/pressData/de/ec/71213.pdf

9. Polen sind "beste" Europäer
Die dänische Zeitung "Berlingske Tidende" stellte in 19 europäischen Staaten Menschen 20 Fragen über die europäische Kultur, Geschichte und Politik.
Auf Rang 1 mit 15,44 richtigen Antworten auf 20 Fragen liegt Polen. Die Schweiz folgt auf Rang 5. Als eigentliche Knacknuss erwies sich die Frage nach dem EU-Kommissions-Präsidenten. Nur 52 Prozent wussten, dass die Romano Prodi ist. In den Nicht-EU-Ländern Schweiz und Polen waren es über 70%.
(Quelle: Artikel in Berlingske Tidende http://www.berlingske.dk/indland/artikel:aid=194222/)

10. Schweden: Initiative "Nein zur EU"
Die Volksbewegung "Nein zur EU" hat 477'991 Unterschriften gesammelt und fordert damit eine Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft. Die Fragestellung soll lauten, ob Schweden aus der EU austreten oder die Mitgliedschaft beibehalten soll. Bereits 1998 wurden 325'000 Unterschriften beim schwedischen Reichstag eingereicht und nun wurden weitere 152'991 Unterschriften deponiert. Insegesamt hat die Unterschriftensammlung also beinahe eine halbe Million Unterschriften ergeben. Damit ist sie die grösste Unterschriftensammlung, die jemals dem schwedischen Reichstag übergeben wurde.
(Quelle: http://www.nejtilleu.se/)

11. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch
Redaktion: Reimann

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