Young4FUN.ch-Newsletter 50 vom 16. Januar 2003

1. Newsletter 50 - Jubiläum
2. Referendum Armee XXI: Endspurt total
3. UNO: Müssen sich Schweizer Frauen das gefallen lassen?
4. (FUN-Satire) Nachhilfe für Bundesräte im Schweizer Wald
5. EU-Referendumsdebatte auf Malta
6. Muss Eizenstat beim WEF-Besuch den Haftrichter fürchten?
7. Irrungen und Wirrungen des EU-Justizkommissars
8. Zustimmung der Polen zur EU - Teures Vergnügen für Brüssel
9. Mehr Demokratie für Deutschland
10. (Medienmitteilung) Calmy-Rey dilettiert sich in ihr Amt
11. Impressum
12. Abbestellen

1. Jubiläum: Newsletter 50 + 2 Jahre Young4FUN.ch
Bereits zum 50igsten Mal informieren wir wie üblich kompetent und kostenlos über Hintergründe der Schweizer Aussenpolitik mit äusserst brisanten und exklusiven Newsletter-Texten. Weit über 1'000 Abonnenten zählt der Young4FUN.ch-Newsletter bereits. Doch das reicht uns nicht. Es wäre schade, wenn nicht mehr Menschen diesen Newsletter kennenlernen würden. Schliesslich stecken viel Arbeit und Recherche dahinter. Deshalb eine Bitte:
Kennst Du Personen in Deinem Umkreis, die an den Nachrichten von Young4FUN.ch Interesse haben könnten? Bitte sende doch den Link www.young4fun.ch/news/newsletters.htm zu unserem Newsletter-Archiv weiter mit der Einladung, das Angebot zu abonnieren. Oder leite einfach diesen Newsletter weiter mit der Einladung, das Angebot zu abonnieren (kostenfrei).
Vor 2 Jahren wurde auch Young4FUN.ch gegründet. Die 3. Generalversammlung wird am kommenden Samstag, 18. Januar, um 11 Uhr in Bern stattfinden. Die GV ist der ideale Anlass, einen Rückblick und einen Ausblick zu machen. Es gibt garantiert wieder einige Highlights und wird sehr spannend. Die wichtigen ordentlichen Geschäfte, hochkarätige Referenten oder eine speziell eingerichtete Bundeshaus-Bar für Young4FUN.ch versprechen wichtige Politik und FUN. Also: Komm auch Du nach Bern. Wir freuen uns!

2. Referendum Armee XXI: Endspurt total
Die Referendumsfrist läuft in wenigen Tagen, am 23. Januar 03, ab. Bitte sammle jetzt noch die allerletzten Unterschriften. Und schicke unbedingt unbeglaubigte Unterschriften bis zum 20. Januar 2003 ein. Bereits beglaubigte Unterschriften müssen bis zum 22. Januar 2003 bei uns sein. Um die Unterschriften selber beglaubigen zu lassen, musst Du einfach schnell auf der Gemeindekanzlei vorbeigehen.
Besten Dank für Dein Engagement, welches wirklich dringend nötig ist! Jede Unterschrift zählt. Selbst wenn Du nur eine einzige Unterschrift
hast: Schick sie sofort ein!
Bogen: http://www.young4fun.ch/armee21/referendum/bogen.pdf

3. UNO: Müssen sich Schweizer Frauen das gefallen lassen?

mm. Während sich mehr als ein Fünftel aller UNO-Mitglieder untereinander im bewaffneten Konflikt - weniger diplomatisch ausgedrückt: im Krieg - befinden, macht sich die UNO darüber Gedanken, wie denn der Schweiz nach Rassismus (Beschwerden wegen gut demokratischer Einbürgerungspraxis) auch noch Sexismus (wegen massiver Diskriminierung der Frauen im politischen und wirtschaftlichen Leben) nachgewiesen werden könne. Nun musste eine Schweizer Delegation dem UNO-Komitee zur Eliminierung aller Diskriminierung gegen
Frauen in New York einen Bericht vorlegen. Zwar dürfen die Schweizer nach den Fragen des UNO-Expertenausschusses einen positiven Rapport erwarten. Doch die UNO-Vertreter haben jetzt schon scharf die angeblichen Mängel vor allem bei der Regierungsbeteiligung von Frauen und Angelegenheiten der Gesundheit und Armut kritisert. Ausserdem sehen die UNO-Kommissäre die rechtliche Situation ausländischer Frauen als problematisch an. Angesichts dieser Vorwürfe muss man sich erst mal an den Kopf fassen. Sitzen denn nicht zwei Frauen im Bundesrat? War nicht noch letztes Jahr eine Frau Nationalratspräsidentin? Ist nicht die Bundeskanzlerin eine Frau? Werden nicht zwei von vier Bundesratsparteien von Frauen präsidiert? Ist nicht die Lebenserwartung von Schweizer Frauen eine der höchsten weltweit?
Kein anderes Land ist in dieser Hinsicht gleich weit wie die Schweiz. Die Schweizer Frauen selber sind der Ansicht, genau gleich viele Rechte zu haben wie die Männer. Eine jede Schweizerin und ein jeder Schweizer kann völlig frei seinen Lebensweg gehen, ohne dass das Geschlecht eine grosse Rolle spielt. Die Kritik der UNO ist voll und ganz zurückzuweisen. Diese Aussagen sind ein Schlag in die Gesichter all jener Frauen, die ihren selbstgewählten Weg erfolgreich gegangen sind oder noch gehen würden. Denn sie haben es nicht nötig, durch Vorwürfe der UNO ihre Leistung geschmälert zu sehen. Nichts anderes bedeuten diese Aussagen nämlich. Wir fordern deswegen klar und deutlich von den Schweizer UNO-Delegierten, dass sie die UNO zu ihren eigentlichen Pflichten rufen sollen. Auf der ganzen Welt treten schwere Menschenrechtsverletzungen und bewaffnete Konflikte auf, und die UNO hat nichts anderes zu tun, als Schweizer Frauen einzureden, sie würden in der Schweiz benachteiligt?
Das erinnert leider fatal an den in den letzten Atemzügen liegenden Völkerbund. Wenn sich die Vereinten Nationen angesichts so vieler Krisen mit solchen Fragen befassen, geben sie sich selbst auf. Die Schweiz muss spätestens ein Jahr nach dem UNO-Beitreittsentscheid hinterfragen, ob sie weiterhin dieser Organisation angehören möchte.

4. (FUN-Satire) Nachhilfe für Bundesräte im Schweizer Wald
mm. In der aktuellen Ausgabe des englischen Wissenschaftsmagazins Nature berichten zwei Biologen über die Entscheidungsfällungen bei Tiergruppen. Untersucht wurde das Verhalten mehrerer Arten - unter anderem von Gorillas, Honigbienen, Rotwild und Schwänen. Zu ihrer Überraschung stellten die Forscher fest, dass fast nirgends "despotisches Verhalten" auftrat. Offensichtlich ist der Vorteil für die Gruppe ausschlaggebend, und der ist maximal, wenn annähernd demokratische Vorgehensweisen herrschen. Beim Rotwild bestimmt nicht ein Hirsch durch Aufstehen, ob und wann die Gruppe weiterzieht. Die Gruppe zieht weiter, wenn 60-62% der Tiere aufgestanden sind und damit den Willen zum Weiterziehen kundgetan haben. Da besteht ja direkt Anlass zum Neidischwerden. Denke doch nur einer daran, dass Hirsche demokratischer vorgehen als unsere Bundesräte. Oder wie kommt es, dass ein sagenhaft deutliches Votum von 77% gegen den EU-Beitritt mehr oder weniger ignoriert wird? Schliesslich hat Bundesbern das Beitrittsgesuch in Brüssel immer noch nicht zurückgezogen, und die neue Vorsteherin des EDA sieht das Prädikat "Euro-Turbo" als Auszeichnung an. Offensichtlich hatte wie Bundesrat Deiss auch die resolute Genferin nie die Gelegenheit, in ihrer Kindheit die Errungenschaften der Natur - die demokratischen Gepflogenheiten der Honigbienen und des Rotwildes sowie vieler anderer Tiere - zu bewundern.
Wir finden: Das sollte sich dringendst ändern. Deswegen der Vorschlag, dass der Bundesrat den nächsten gemeinsamen Ausflug doch in einem Schweizer Wald verbringen sollte. Vielleicht verstünden unsere hohen Magistraten danach, dass es für die Schweiz von Vorteil ist, wenn ein Votum von 77% ohne wenn und aber geradlinig befolgt wird. Aber auch wenn dieses Wunder nicht geschehen sollte, bleibt uns Hoffnung: Hirsche und Rehe machen uns vor, dass ein noch so grosser Machthirsch oder ein unerfahrenes und frisches Rehchen eben nicht der Mehrheit ihren Willen aufdrücken können.

5. EU-Referendumsdebatte auf Malta
mm. Diesen Montag hat das Parlament auf Malta mit einer Debatte über das EU-Referendum begonnen. Sie wird voraussichtlich bis zum Freitag dauern, und es wird erwartet, dass der maltesische Premierminister Eddie Fenech Adamie - der Nationalist tritt stark für einen EU-Beitritt ein - am Ende das Datum des Referendums bekannt geben wird. Die sozialdemokratische Labour Party bekämpft diesen Beitritt. Konsequent zog sie auch nach dem Gewinn der Wahlen 1996 und der Übernahme der Regierung von Eddie Fenech Adamie, der jetzt eben nach von den Nationalisten gewonnenen vorzeitigen Wahlen 1998 wieder den Premierminister stellt, das EU-Beitrittsgesuch zurück. Die Frage, die das Volk zu beantworten hat, lautet folgendermassen: "Sind Sie damit einverstanden, dass Malta bei der 2004 stattfindenden
Erweiterung Mitglied der EU wird?" In der Debatte wollen sich alle 30 Parlamentarier der Labour Party zu Wort melden. Wie angespannt die Situation ist, zeigt das schon im Vorfeld zu gegenseitigen Schuldzuweisungen führende Hickhack um die Dauer der Debatte und die Redezeit für die jeweiligen Parteien und Parlamentarier. Der eine Hauptkritikpunkt der Labour Party ist, dass es nicht richtig sei, wenn Malta seine Strukturen, Institutionen etc. einfach an EU-Normen anpasst. Der andere ist, dass die vom Premierminister geplante Referendumsfrage keinen direkten Bezug auf das von ihm mit Brüssel verhandelte "Beitrittspaket" nimmt, sondern nur die allgemeine Beitrittsfrage stellt.
Beide sind stichhaltig. Wenn Adamie genug Pro-Argumente in petto hätte, könnte er sich doch ruhig trauen, sein Verhandlungsergebnis in direkter Form vor die Malteser zu bringen. Im nächsten Newsletter werden Analyse und Kommentar der spannenden Debatte zu lesen sein.

6. Muss Eizenstat beim WEF-Besuch den Haftrichter fürchten?
mm. Der Titel der US-Ausgabe von "Imperfect Justice", dem neuen Buch über die Holocaustgelder-Verhandlungen des früheren US-Unterstaatssekretärs Stuart E. Eizenstat hat es auf mehrere Titelseiten gebracht. Bundesrat Deiss hatte seinen Spass daran, an einem juristischen Feuerchen in den USA zu zündeln, das nach kurzem Lodern wirkungslos verpuffte. Einmal mehr scheint der Bundesrat sich äusserst schlechte Berater zugelegt zu haben. Während es aus unserer Sicht witzlos, weil sinnlos, ist, irgendwelche juristischen Massnahmen in den USA zu ergreifen, wären politische Interventionen durchaus denkbar gewesen. Selbstverständlich hat es der Bundesrat unterlassen, ein ersnsthaftes Wörtchen mit den Amerikanern über die offensichtlich schweizfeindliche Haltung ihres ehemaligen Unterstaatssekretärs zu reden. Doch darum soll es jetzt gar nicht gehen.
Vielmehr möchten wir auf den mutigen Schritt des bekannten Zürcher Rechtsanwalts Werner Stauffacher (www.stauffacherlaw.ch) eingehen. Dieser hat nämlich am 8. Januar (siehe NZZ am Sonntag-Artikel "Strafanzeige gegen Stuart Eizenstat" vom 12.1.2003) gegen Stuart Eizenstat Strafanzeige eingereicht. Diese ist auf dem "Bundesgesetz zum Schutz öffentlicher Wappen und anderer öffentlicher Zeichen" aufgebaut, dessen ausführlicher Wortlaut unter http://www.admin.ch/ch/d/sr/232_21/ nachzulesen ist. Darin heisst es in Artikel 13: "Wer vorsätzlich entgegen den Bestimmungen dieses Gesetzes Wappen, Fahnen oder andere Hoheitszeichen, Kontroll- und Garantie- Zeichen und -Stempel oder andere Bild- oder Wortzeichen benutzt, nachmacht oder nachahmt, Gegenstände verkauft, feilhält oder sonst in Verkehr bringt oder durch die Schweiz durchführt, wird mit Busse bis zu 5000 Franken oder mit Gefängnis bis zu zwei Monaten bestraft. Die beiden Strafen können verbunden und gegen Rückfällige bis auf das Doppelte erhöht werden." Speziell genannt wird sogar die Erfüllung des Straftatbestandes "durch einen im Ausland niedergelassenen Ausländer". Es bleibt abzuwarten, wie sich das Gericht entscheiden wird - denn das Gesetz ist bis jetzt kaum je zur Anwendung gekommen. Klar ist aber, dass im Inland juristische Mittel existieren, um gegen Stuart E. Eizenstat vorzugehen. Werner Stauffacher fordert auch, dass Eizenstat beim Besuch des WEF sofort einvernommen wird. Wir begrüssen dies und fragen uns, was denn Bundesrat Deiss für juristische Berater an seiner Seite stehen hat. Ein gutes Licht wirft das jedenfalls nicht auf den Bundesrat. Falls das Gericht genauso mutig sein sollte wie Werner Stauffacher und sich zu einer Strafe gegen Eizenstat durchringen kann, wäre das ein Präzedenzfall. Dann wäre auch ein Vorgehen gegen den Soziologie-Professor Jean Ziegler, dessen Buch "Die Schweiz, das Gold und die Toten" auf dem Umschlag durch eine noch geschmacklosere Verunstaltung der Schweizer Fahne geziert wird, möglich. Diese juristischen Verfahren können und müssen zum Erhalt von Freiheit, Unabhängigkeit und Neutralität der Schweiz ergriffen werden.

7. Irrungen und Wirrungen des EU-Justizkommissars
mm. Wenn es nach den Ideen von EU-Justizkommissar Antonio Vitorino ginge, so stünde in der EU bald einmal jeder Flüchtling - es bliebe noch abzuwarten, ob es sich dabei um politische oder wirtschaftliche oder gleich alle Flüchtlinge handeln sollte - in Lohn und Brot. Denn ein Richtlinienvorschlag mit dem Thema "Tätigkeit von Drittsaatsangehörigen" sieht laut dem EU-Parlamentarier Christian von Boetticher vor, einen "einklagbaren Anspruch auf einen Arbeitsplatz" herzustellen. Der EU-Parlamentarier konstatiert, dass sich das Mitglied der höchsten EU-Exekutive als "gesellschaftspolitisches Sicherheitsrisiko" herauszustellen beginnt. Höchstwahrscheinlich wird denn auch der EU-Ministerrat das Vorhaben stoppen. Nichtsdestotrotz macht die hanebüchene Idee des Sozialisten auf die Ideen der EU-Kommission aufmerksam. Es zeigt sich wieder einmal, dass es nie und nimmer Ziel der Schweiz sein darf, der EU beizutreten. Würden solch unglaubliche Ideen von einem EU-Technokraten durchgesetzt, weiss sich eine unabhänige und neutrale Schweiz verschont.
Angesichts des katastrophalen legislativen Prozesses in der EU ist es auch höchste Zeit, sich nochmals über die momentan gängige Praxis der Übernahme von Teilen des EU-Rechts gründliche Gedanken zu machen. Denn dies ist wegen der Bilateralen Verträge in vielen Bereichen der Fall.
Jedwede Annäherung Berns an die Gesetzesmacher in Brüssel im Zuge weiterer bilateraler Verhandlungen wäre mehr als ausreichend, um ein allfälliges Referendum - gleich, ob gegen zukünftige Bilaterale oder auch die jetzigen - zu begründen.

8. Zustimmung der Polen zur EU - Teures Vergnügen für Brüssel
mm. Neuesten Umfragen zufolge sprechen sich satte 74% der Polen für einen EU-Beitritt aus, nur 18 % sind dagegen. Allerdings bezieht sich das nur auf die 73%, die angeben, beim Referendum abstimmen zu wollen. Damit hat das Pro-Lager allein gegenüber dem Vormonat 7 % gewonnen, das Kontra-Lager 4% verloren. Verglichen mit dem Vorjahr handelt es sich um einen erdrutschartigen Zuwachs für die EU-Befürworter. Dies liegt vor allem darin begründet, dass es dem sozialistischen Premier Leszek Miller gelungen ist, bei den abschliessenden Beitrittsverhandlungen letzten Dezember in Kopenhagen für Polen einiges herauszuschlagen. So wird beispielsweise der polnische Agrarsektor, in dem mehr als ein Viertel aller Polen ihrer Beschäftigung nachgehen, Brüssel noch einige finanzielle Kopfschmerzen bereiten.
Nicht zuletzt sind die vielfachen Zugeständnisse Brüssels an Polen auch dazu gedacht, den noch vor einem Jahr massiv im Aufwind befindlichen EU-Beitrittsgegner der Bauernparteien sowie der konservativ Gesinnten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Jedenfalls ist fragwürdig, ob der lange Zeit sehr umstrittene EU-Beitritt Polens in politischer, finanzieller und gesellschaftlicher Hinsicht reibungslos klappen wird. Langfristig könnte Polen - das aufgrund der Grösse einen beträchtlichen Einfluss in der EU haben wird - durchaus der Stein des Anstosses zum Auseinanderbrechen der EU sein.

9. Mehr Demokratie für Deutschland
mm. Unser grösster Handelspartner, Deutschland, hat nur eine äusserst rudimentär entwickelte direkte Demokratie. In der repräsentativen Demokratie richten sich es die Politiker mehr oder weniger ein, wie es ihnen passt. Sie können ihre parteipolitischen Geplänkel untereinander austragen, ohne vom Volk behelligt zu werden. Das kann ja nur alle vier Jahre ein Kreuzchen setzen, welches dann sowieso nicht übermässig viel verändert. Volksabstimmungen auf Bundesebene sind ein absolutes Tabu, nur auf Gemeinde- und Landesebene sind Initiativen des Volkes möglich. Der Verein "Mehr Demokratie" (www.mehr-demokratie.de) möchte sich aktiv dafür einsetzen, Referenden z.B. zur Sozialpolitik, zur künftigen EU-Verfassung, zum EU-Beitritt der Türkei etc. sowie Volksinitiativen möglich zu machen. Der Verein dokumentiert die momentan laufenden Volksbegehren auf sämtlichen möglichen Ebenen. Aber das wichtigste Ziel, Volksabstimmungen auf nationaler Ebene, wird sehr schwer durchzusetzen sein. Denn je nachdem, um welches Thema es geht, würde die eine Partei eine Volksabstimmung nicht verhindern wollen, die andere arbeitet jedoch erbittert dagegen an. So werden SPD und Grüne kaum Abstimmungen über Ausländerfragen zulassen, während CDU/CSU und FDP vor allem Abstimmungen in der Sozialpolitik nicht wünschen.
Insgesamt ist bisher vor allem die "bürgerliche" Volkspartei CDU/CSU vehement gegen mehr direkte Demokratie eingetreten - zumeist mit dem verwegenen Argument, dass dies wegen der unseligen NS-Vergangenheit Gebot sei.
Wir wünschen "Mehr Demokratie" als einer uns wesensverwandten Organisation viel Erfolg bei ihrem Vorhaben. Am Sonntag hat der Bundesvorstand den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Gerhard Häfner zum Vorstandssprecher gewählt. Er war bis Herbst letzten Jahres demokratiepolitischer Sprecher von Bündnis90/DieGrünen. (Die Grünen hatten zwar insbesondere durch die Vereinigung mit dem ostdeutschen Bürgerrechtsbündnis Bündnis90 einst einen nicht allzu schwachen "direktdemokratischen Flügel", doch seitdem sie 1998 an die Macht gekommen sind, sind sie nur mehr auf deren Erhalt aus und betreiben eine überaus linke und der SPD verbrüderte Politik.)
Gerhard Häfner forderte die Union auf, Volksentscheide nicht länger zu blockieren, da es unglaubwürdig sei, nur beim Beitritt der Türkei eine Abstimmung zu verlangen. Er hofft insbesondere, dass ein Referendum über die EU-Verfassung möglich sein wird. Dazu wurde mit ähnlichen
Organisationen eine "European Referendum Campaign" ins Leben gerufen. Das wäre ein erster, äusserst begrüssenswerter Schritt zur Behebung des enormen demokratischen Defizits der EU.

10. (Medienmitteilung) Calmy-Rey dilettiert sich in ihr Amt
Am Sonntag liess die neue Vorsteherin des EDA, Micheline Calmy-Rey, durch ihren Infochef Simon Hubacher Berichte, wonach sie nur für ein Treffen mit dem amerikanischen Aussenminister Colin Powell zum WEF nach Davos gehen würde, bestätigen. Zitat Hubacher: "Calmy-Rey will nur nach Davos gehen, wenn sie etwas Substanzielles erreichen kann." Diese Aussagen sind in unseren Augen ziemlich bedenklich und werfen einige Fragen auf. Lies unsere Medienmitteilung vom 13. Januar unter:
http://www.young4fun.ch/news/communiques/13januar2003.htm

11. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch
Redaktion: Reimann / Mathys
Dieser Newsletter wurde aufgenommen bei http://www.Profine.de.

[ Empfehlen ]
Möchtest Du den Young4FUN.ch-Newsletter weiterempfehlen. Dann sende
doch eine E-Mail mit der Adresse der Young4FUN.ch-Homepage an Deine
Freunde oder Bekannten!

[ Feedback ]
Deine Meinung und Deine Anregungen sind uns willkommen. Sende eine
Mail an info@young4fun.ch

12. Abbestellen
Dies ist kein Spamming, Du bekommst dieses Email, weil Du Dich in die Newsletter-Liste von www.young4fun.ch eingetragen hast. Wenn Du den Newsletter nicht mehr wünschst, so maile bitte an info@young4fun.ch mit dem Titel "unsubscribe".