Young4FUN.ch-Newsletter 55 vom 9. März 2003

1. Kampagnenseite armeereform.ch eröffnet
2. Neuste News-Zeitung online
3. Verein Schweizer Studierendenschaft: Nein-Parole zur Armee XXI
4. Veranstaltungshinweis: "Dialog: Eine Stadt - zwei Perspektiven"
5. Malta stimmt über EU-Beitritt ab
6. Skandalöse Schweizer Rüstungskooperationen, NATO-Anpassung
7. (Medienmitteilung) Überflugsrechte
8. (Medienmitteilung) NEIN zum Staatsvertrag – NEIN zur Erpressung
9. Schweiz kauft israelische Rüstungsgüter
10. Bruchlinien in der EU
11. Kroatien reicht EU-Beitrittsgesuch ein
12. Englische Eltern verbieten den Schulen EU-Propaganda
13. Schlechter Start für EU-Verfassung
14. EU macht Norweger arbeitslos
15. Impressum
16. Abbestellen

1. Kampagnenseite armeereform.ch eröffnet
lr. Unter www.armeereform.ch haben wir unsere Kampagnenseite zur Radikalreform XXI eröffnet. Es sind verschiedene, spannende Artikel aufgeschaltet wie z.B. eine brisante Liste mit Äusserungen von offiziellen Stellen, die unsere Argumente bekräftigen oder eine Zusammenfassung der 10 wichtigsten Argumente. Mit dem Kontaktformular kann man auch Fragen und Anregungen zur Armee XXI übermitteln und mit dem Bestellformular können kostenlos Flyers bestellt werden. Mach davon unbedingt Gebrauch und bring so viele Flyers wie nur möglich unter die Leute.

2. Neuste News-Zeitung online
lr. Unsere neuste Vereinszeitung "NEWS" ist ab sofort unter http://www.young4fun.ch/news/ausgabe1_2003.pdf in Farbe zu lesen. Auf 12 Seiten finden sich darin viele interessante Artikel. Mitglieder und Gönner sollten die Zeitung bereits vor einigen Wochen per Post erhalten haben.

3. Verein Schweizer Studierendenschaft: Nein-Parole zur Armee XXI
lr. Der VSS (Verein Schweizer Studierendenschaft), die offizielle Schweizer Studentenvertretung, hat vergangenen Freitag die Nein-Parole zur Armee XXI gefasst. Unter http://www.vss-unes.ch/policy/armeereform.html und http://www.vss-unes.ch/media/rekrutenschulen.rtf hat der VSS zwei Stellungnahmen zur Armee XXI veröffentlicht.

(Quelle: http://www.vss-unes.ch/media/paroles_180503.pdf)

4. Veranstaltungshinweis: "Dialog: Eine Stadt - zwei Perspektiven"
lr. Die EU-freundliche Jugendorganisation «YES – Young European Swiss» und die EU-kritische Jugendbewegung «Young4FUN.ch» führten letzten Herbst je eine Reise nach Brüssel durch. Unter dem Motto «Dialog: Eine Stadt – zwei Perspektiven» debattieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Brüssel-Reisen während einer gemeinsamen Veranstaltung vom 15. März in Zürich. Neben der Präsentation der Reisen diskutieren die Jugendlichen in 6 Workshops über EU-spezifische Themen wie Osterweiterung, GASP, Konvent oder Schengen. Es geht nicht darum, sich gegenseitig Argumente an den Kopf zu werfen. Im Vordergrund steht der Austausch von Ideen sowie unterschiedliche Ansichten junger Menschen kennen zu lernen. Die beiden Organisationen werden versuchen im Plenum ein Fazit zu ziehen.

Weitere Infos: http://www.young4fun.ch/news/anlaesse.htm

5. Malta stimmt über EU-Beitritt ab
lr. In Malta werden heute mit Spannung die Resultate der EU-Abstimmung erwartet. Es ist die erste Volksabstimmung seit 1964, als sich Malta für die Unabhängigkeit von England entschied. Die Gegner (z.B. www.no2eu.org) haben dazu aufgerufen, die Abstimmung zu boykottieren und der Urne fern zu bleiben, da das Resultat nicht verbindlich ist. Deshalb hat z.B. der Präsident der Malta Labour Party, Alfred Sant, keine Stimme abgegeben, obwohl seine Partei gegen den EU-Beitritt ist. Die ungültigen Stimmen sowie die Daheimgebliebenen dürften deshalb zu einem überwältigenden Teil EU-Gegner sein. Nach ersten Hochrechnungen ist eine ganz knappe Mehrheit von 52% für den Beitritt. Die EU-Gegner werten dies als Sieg, da mit den 9% Daheimgebliebenen und den leeren Stimmzetteln eindeutig keine Mehrheit für den EU-Beitritt sind und sie fordern sofortige Neuwahlen. (siehe: http://www.maltastar.com/news.asp?newsitemid=8667&date=3/8/2003)

Ihre Argumente sind spannend. Neben den zu erwartenden Verlusten von Freiheit, Unabhängigkeit und Neutralität wünschen sich viele maltesische EU-Gegner eine "Schweiz des Mittelmeers" nach dem Motto "Partnerschaft mit Europa: Ja - Abhängigkeit von der EU: Nein". Die definitiven Resultate werden für den Abend erwartet und sind zu finden auf

http://www.gov.mt/frame.asp?l=2&url=http://www.doi.gov.mt.

Die TEAM-Allianz hat stark kritisiert, dass die EU Millionen in den Abstimmungskampf der Befürworter gesteckt hat und sie hat deshalb den EU-Ombudsmann eingeschaltet (siehe: http://www.teameurope.info/press/pressrelease-ombudsman.0307.htm).

Der weitere EU-Osterweiterungs-Abstimmungsplan sieht wie folgt aus:

23. März - Slowenien
30. März - Zypern (nur wenn sich die Griechischen und Türkischen Zyprioten einigen können)
12. April - Unganr
16-17 Mai - Slowakei
10-11 Mai - Litauen
8. Juni - Polen
15-16 Juni - Tschechien
14. September - Estland
20. September - Lettland
Young4FUN.ch wird laufend darüber informieren und am Ball bleiben.

6. Skandalöse Schweizer Rüstungskooperationen, NATO-Anpassung
Die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Facts“ berichtet über äusserst dubiose und fragwürdige Rüstungskooperationen des VBS. Die beiden Artikel stehen unter http://www.facts.ch/facts/factsArtikel?artikelid=259191&rubrikid=780 und

http://www.facts.ch/facts/factsArtikel?artikelid=259193&rubrikid=780 gratis zum Lesen bereit.

Dabei dürfte es sich wohl nur um die Spitze eines Eisbergs handeln. Bundesrat Schmid muss die Rüstungskooperationen der Schweiz offenlegen. Es kann nicht sein, dass sich die Schweiz so auf der einen Seite in die Abhängigkeit von völkerrechtswidrig handelnden kriegstreibenden Ländern wie Israel begibt und sich zudem mehr und mehr den Strukturen der NATO anpasst sowie andererseits dem Neutralitätsprinzip widerspricht, indem Waffensysteme an Kriegsparteien geliefert werden.

Bundesrat Schmid verliert jedes Fünkchen an Glaubwürdigkeit, wenn er nicht endlich Licht ins Dunkel der diversen Armeeskandale bringt.

Nur ein Nein zur Radikalreform „Armee XXI“ kann weiteres Unheil verhindern sowie Schmid zum Einlenken zwingen.

Unter http://www.geocities.com/wcroston/nato.html#nato4 befindet sich noch eine Sammlung mehrerer „Facts“-Artikel zur vollständigen NATO-Anpassung der Schweizer Armee.

7. (Medienmitteilung) Überflugsrechte
Die Schweiz wird bei einem hoffentlich vermeidbaren Waffengang der USA mehrere Fragen zu beantworten haben. Die wichtigsten wären wohl die der Überflugsrechte. Sollte es zu einem Präventivschlag der USA ohne Billigung der UNO und damit des UNsicherheitsrates kommen, so folgt aus dem Neutralitätsrecht zwingend, dass sich die Schweiz neutral verhalten und mithin sämtliche Anfragen bezüglich Überflugsrechten abschlägig beantworten muss. Dies gilt für sämtliche Überflüge – denn im Krieg ist kaum zu überprüfen, ob ein Transport nun kriegerischen oder humanitären Zwecken dient.

Mehr dazu in unserer Medienmitteilung: http://www.young4fun.ch/news/communiques/19februar2003.htm

8. (Medienmitteilung) NEIN zum Staatsvertrag – NEIN zur Erpressung
Nachdem der Staatsvertrag mit Deutschland schon im Parlament keine Mehrheit fand, empfahl die zuständige Verkehrskommission des Ständerats diesem gestern eine Ablehnung. Damit dürfte wohl auch der Ständerat den Staatsvertrag ablehnen.
Young4FUN.ch begrüsst dies ausdrücklich. Der Bundesrat darf nicht zulassen, dass Deutschland die Schweiz förmlich zu erpressen droht.

Mehr dazu in unserer Medienmitteilung: http://www.young4fun.ch/news/communiques/21februar2003.htm

9. Schweiz kauft israelische Rüstungsgüter
Unter http://www.admin.ch/cp/d/3e5c85c5_1@presse1.admin.ch.html verkündete der Bundesrat am 26. Februar stolz die diversen kostspieligen Rüstungsvorhaben der Armee. Was er dabei tunlichst verschweigt: Von den 292 Millionen Franken, die allein für Aufrüstungen der F/A-18 eingeplant sind, wird wohl einiges bei israelischen Rüstungskonzernen landen. Hauptvertragspartner ist zwar Boeing, doch über Umwege kommt auch der israelische Rüstungskonzern Elbit zum Zuge.

Diese Verbindungen sind äusserst bedenklich. Als neutrales Land muss die Schweiz nicht nur sämtliche Rüstungsausfuhren in kriegstreibende Länder wie z.B. Israel unterbinden, sondern von dort auch selbst keine Rüstungsgüter beziehen. Für den Fall eines Irak-Kriegs wäre diese Frage in bezug auf die USA zu erörtern.

Jedenfalls geht es nicht an, dass die Schweiz sich einerseits als vollwertiges UNO-Mitglied ihre guten Dienste anbieten will (was wir ja alle wollen) - aber andererseits die Rüstungsindustrie von Staaten, die eine UNO-Resolution nach der anderen einfach ignorieren, mitfinanziert.

10. Bruchlinien in der EU
Die EU möchte zu den USE, den „United States of Europe“, avancieren – nicht nur mit einer einheitlichen Währung und einem einheitlichen Wirtschaftsraum, sondern auch einer gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik.

Wie viel es mit dieser Gemeinsamkeit auf sich hat, wird bei der Debatte über die Irak-Frage offensichtlich. Der „Graben“, der sich angeblich zwischen den USA und Europa auftut, dürfte zwar der grösste sein. Aber gleichzeitig entstehen in der EU Tausende von kleineren Gräben.

Eine englische Boulevardzeitung druckt ihre Titelseite auch als Einzelblatt auf Französisch und verteilt dieses in ganz Frankreich. Freilich verkündete die Seite nicht etwa die Schadenfreude wegen eines sportlichen Erfolges von Engländern über Franzosen, nein, die Seite zeigt das französische Staatshaupt als Wurm und zieht im Text auf die unflätigste Art und Weise über ihn her. Doch der alte Herr kann genauso austeilen: Die osteuropäischen Länder, welche sich zur transatlantischen Allianz bekannten, hätten doch besser „die Klappe halten“ sollen. Ja, er erinnerte sogar daran, dass Frankreich zur EU-Osterweiterung erst noch zustimmen müsse. Da steht ganz schnell das „Herzensprojekt“ der EU auf der Kippe. Um den „Kriegstreiber“ Tony Blair zu piesacken, lud er den Schreckensherrscher und Massenmörder von Zimbabwe, Robert Mugabe, ein. Unterdessen ist der Premierminister Spaniens stolz darauf, eine Gegenreaktion auf das Vorpreschen der noch vor kurzem als kategorischen Kriegsgegner zu bezeichnenden Chirac und Schröder zustande gebracht zu haben.

Sobald sich eine internationale Krise anbahnt, spricht die EU also nicht mit einer Stimme, sondern mit 15. Das traurigste an der ganzen Sache ist jedoch, dass fast keine der genannten Persönlichkeiten aus Prinzip handelt. Es ist bekannt, dass Schröder sich nur wegen seiner antiamerikanischen Agitation im vergangenen September als Kanzler halten konnte – wo er doch als erster Nachkriegskanzler deutsche Soldaten im Ausland einsetzte und begeistert den nicht legitimierten Kosovo-Krieg befürwortete. Dass er jetzt nicht komplett die Seite wechseln kann, ist klar, denn sonst könnte er gleich zurücktreten. Chirac klagt einerseits die USA an, verfolgt andererseits eine äusserst dreckige Politik in der Elfenbeinküsten-Krise. Vor allem geht es ihm um die französischen Interessen. Nur wenn Frankreich laut schreit, wird es nicht in der internationalen Versenkung verschwinden, und auch die französischen Interessen an den Ölfeldern des Irak sind nicht zu vergessen. Die osteuropäischen Länder hingegen sind an den millionen- bis milliardenschweren US-Unterstützungen interessiert, so dass sie selbst Militärflugzeuge sehr zum Entsetzen der Franzosen bei den Amerikanern gekauft haben…

Diese Liste wäre noch um einiges zu verlängern.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wo man nur hinblickt, triff man auf regionale und nationale Interessen, Interessen und noch mal Interessen.

Noch nie war die EU von einer gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik weiter entfernt. Nach der EU-Osterweiterung dürfte sich daran nichts ändern. Bei weiteren Krisen, wenn allenfalls auch die Bevölkerungen der einzelnen EU-Staaten verschiedene Meinungen hätten, wäre ein Auseinanderbrechen vorprogrammiert.

11. Kroatien reicht EU-Beitrittsgesuch ein
Am Freitag, dem 21. Februar, hat Kroatien in Brüssel ein EU-Beitrittsgesuch deponiert. Kroatien hat in den letzten Jahren mit einem Wirtschaftswachstum von über 4,1% und einem kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 19,1% 2001 relativ gute Daten vorzuweisen. Allerdings wäre das Bruttoinlandsprodukt nicht höher als dasjenige Bulgariens, das voraussichtlich 2007 zusammen mit Rumänien der EU beitreten wird. Obwohl Erweiterungskommissar Verheugen Kroatien als bevorzugen zusätzlichen Erweiterungskandidaten bezeichnet hat, kann der schlussendliche Beitritt genausolange herausgezogen werden wie derjenige Polens, welches 1994 seine Ansprüche anmeldete. Ein Beitritt Kroatiens würde die EU weiter schwächen und zudem viele ethnische Konflikte der 90er Jahre importieren. Alle Parteien befürworten den Beitritt, was angeblich auch bei 70% der Bevölkerung der Fall sein soll.

Interview mit Ministerpräsident Racan: http://www.welt.de/data/2003/02/21/43944.html

Zu lösende Probleme: http://diepresse.at/default.asp?channel=p&ressort=eu&id=338475

12. Englische Eltern verbieten den Schulen EU-Propaganda
Als früherer Auslandsschweizer und Schüler der „Europäischen Schule München“ weiss ich, wie viel subtiler und weniger subtiler EU-Propaganda die allermeisten Schüler ausgesetzt sind. Allein schon das kritische Hinterfragen gewisser EU-Institutionen, -Verfahren, -Gesetze oder - Politiker löst bei den Lehrkräften häufig Unverständnis hervor.

In England wehren sich nun die Eltern gegen die totale politische Vereinnahmung ihres Nachwuchses. In Swindon protestierten sie bei der Windmill Hill Primary School, dass die Kleinsten im Schulchor durch das Singen speziell komponierter „Euro Jazz“-Lieder indoktriniert werden. Diese Lieder befürworten die Einheitswährung, das Abschaffen jeglicher Landesgrenzen und die absolute Brüssel-Gläubigkeit.

Die Proteste zeitigten Erfolge: Die Kinder müssen sich nun nicht mehr der Tortur dieser Lieder unterziehen.

Quelle, enthält Liedtexte: http://www.timesonline.co.uk/printFriendly/0,,1-974-582196,00.html

13. Schlechter Start für EU-Verfassung
Mit den Vorschlägen für die ersten 16 Artikel einer zukünftigen EU-Verfassung scheint fast niemand so recht zufrieden zu sein. Wer die nötige Zeit und Geduld mitbringt, kann sich unter http://european-convention.eu.int/amendemTrait.asp?lang=DE&Content= die über 1000 – also fast 100 pro Artikel mit jeweils wenigen Sätzen Umfang – Änderungsvorschläge zu Gemüte führen.

14. EU macht Norweger arbeitslos
Die EU greift immer unverblümter zu unverschämten Methoden, um das verhältnismässig reiche Norwegen für einen EU-Beitritt weichzuklopfen. Sie will nämlich die Arbeitslosigkeit in die Höhe treiben, damit die Norweger aufgrund vorgegaukelter wirtschaftlicher Vorteile einem Beitritt zustimmen.

Die EU zwingt Norwegen dazu, eine landesweit einheitliche Besteuerung der Arbeitnehmer einzuführen. Während Arbeitnehmer in Städten 14,1% ihres Lohnes direkt dem Fiskus übergeben müssen, beträgt diese Quote im strukturschwachen und dünn besiedelten Norden 10,6%. Dieser Unterschied, der nicht gerade wahnsinnig gross ist und den die Norweger verstehen und für den Zusammenhalt des Landes gerne mittragen, ist äusserst wichtig. Würde nämlich eine einheitliche Lohnbesteuerung eingeführt, kann dies laut Wirtschaftsexperten einen Rückgang der Beschäftigungsquote um bis zu 11% bewirken. Zwischen 14'000 und 30'000 Norweger könnten in die Arbeitslosigkeit abgleiten. Dem norwegischen Staat würde das wiederum eine Erniedrigung der Steuereinnahmen bei gleichzeitiger Erhöhung der Staatsausgaben bescheren.

Genau das scheint sich die EU zu wünschen. Die Möglichkeit, diese unerhörten Forderungen zu stellen, hat die EU überhaupt erst wegen der EWR-Mitgliedschaft Norwegens. Während hierzulande die Brüssel-Anbeter sämtliches Versagen fehlgeschlagener Wirtschaftspolitik dem EWR-Nein von 1992 anlasten, wird an einem Beispiel mehr überaus deutlich, wie die EU der Schweiz im Falle eines EWR-Ja die Daumenschrauben angelegt hätte.

Die Norweger hoffen, den Landwirtschafts- und Fischereisektor noch vom neuen Besteuerungszwang ausnehmen zu können. Denn diese zwei Bereiche werden im EWR nicht behandelt. Doch die EU legt Verhaltensweisen an den Tag, denen gegenüber das alte Rom mit „unterworfenen“ Völkern und Regionen mit Samthandschuhen umgegangen ist – sie wird die rechtlich klare Situation vermutlich einfach ignorieren.

Das norwegische Volk muss sich bemerkbar machen und sich gegen das selbstherrliche Verhalten Brüssels zur Wehr setzen. Möge der starken „Nein zur EU“-Bewegung genug Kraft geblieben sein, die harten Auseinandersetzungen zu bestreiten.

Nie und nimmer darf sich Norwegen von der EU zu einem Beitritt erpressen lassen. Allein das Vorhaben der EU ist ein Skandal, der von der europaweit Brüssel-gesteuerten Presse gar nicht erst behandelt wird.

http://www.euobserver.com/index.phtml?aid=9456&sid=9

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Redaktion: Mathys

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