Young4FUN.ch-Newsletter 59 vom 5. Mai 2003

1. Für unsere Neutralität, für unsere Sicherheit, für unsere Zukunft!
2. Zuschrift: Intime Psycho-Fichen mit der Armee XXI
3. Schulpropaganda: Missbrauchte Schüler
4. Brief der Wirtschaft
5. Keckeis in den Netzen der Spin-doctors und PR-Berater
6. Gesamte Pressemappe online
7. Zuschrift: Besser die Armee 95
8. 32-seitiges Argumentarium
9. Welche Demokratie braucht Europa?
10. Impressum
11. Abbestellen

1. Für unsere Neutralität, für unsere Sicherheit, für unsere Zukunft!
Vielleicht hast Du Dich auch schon einmal geärgert, wenn die Schweizer Nationalmannschaft gut gespielt hat, bis wenige Minuten vor Schluss in Führung lag und trotzdem verlor. Die Kraft hat nicht ganz bis zum Schluss gereicht. Wir wollen dieses Mal gewinnen! Denn es ist weit mehr als ein Achtungserfolg möglich. Der Abstimmungskampf ist in der entscheidenden Phase. Wir rufen alle auf, nochmals mit aller Kraft gegen die Radikalreform XXI einzustehen. Der 18. Mai naht und jede Stimme zählt! Bei uns kann man Flugblätter, Kleber, Argumentarien und Weiteres via Mail bestellen. Wir haben genügend Material und freuen uns über jede Bestellung. Das wichtige Engagement lohnt sich! Gemäss einer repräsentativen Umfrage der CoopZeitung wissen rund 50% der Bevölkerung nicht, worüber am 18. Mai abgestimmt wird. Also: Aufklärung ist nötig und es zählt weiterhin jede Stimme!
Infos zur Abstimmung gibt's unter:
www.young4fun.ch
www.armeereform.ch (Jugendkomitee für eine bessere Armeereform)
und neu auf: www.schweizerarmee.ch (IG Miliz) sowie www.armee21-nein.ch (Links zu verschiedenen Bürgerbewegungen)

2. Zuschrift: Intime Psycho-Fichen mit der Armee XXI
Eine Zuschrift: Mit der Armee XXI soll auch die Rekrutierung neu geregelt werden. Es überrascht, dass die Einführung solcher Tests bisher kaum diskutiert worden ist, handelt es sich doch um die Einführung eines Screeningverfahrens, welches bei allen jungen Männern angewendet werden soll und die Psyche der Stellungspflichtigen in einem bisher nicht gekannten Ausmass auslotet. Der Rekrutierungs-Fragebogen wird geheimgehalten, was eine wissenschaftliche Auseinandersetzung oder eine datenschutzrechtliche Überprüfung verhindert. Klar ist, dass während mehreren Tagen über 800 - teils unverschämt persönliche - Fragen und Psycho-Checks beantwortet werden müssen. Es sind Fragen zu Sex, Erziehung, Sucht, Politik und vielem mehr. Das Beantworten sämtlicher Fragen ist obligatorisch für alle Stellungspflichtigen. Die intimen Daten wandern für 20 Jahre in die zentrale Datenbank "Medisa". Es entsteht eine gewaltige Staatsfiche mit Informationen über alle Jugendlichen, welche weiter geht als jede Job-Bewerbung und der Armee überhaupt nichts nützen. Wenn nun auch das Kaderpotential aufgrund von Tests ermittelt werden soll, wird ein grundsätzliches demokratisches Prinzip in Frage gestellt. Nämlich das Prinzip, dass der Leistungsnachweis in der Praxis und nicht Vorbestimmung (welcher Art auch immer) durch Tests zählt. Wer keine so radikale Fichierung unserer Jugend will und wer die Armee nicht über sein Sexualleben, seine politische Einstellung und seine Erziehung informieren will, lehnt die Armee XXI ab. Kein Wunder, dass mit der Annahme der Armee XXI der militärische Nachrichtendienst nach Artikel 99 die Möglichkeit erhält, Informationen über Personen, die bei Gelegenheit seiner Tätigkeit anfallen (!), anderen Bundesämtern weiterleiten. Der Schnüffelstaat lässt grüssen - darum unbedingt Nein zur Armee XXI.
Links zum Thema:
http://www.saez.ch/html/2003/2003-14-309.html (Artikel in der Schweizer Ärztezeitung)
http://www.armeereform.ch/fragebogenaushebung.pdf (Umfrage zur Rekrutierung)

3. Schulpropaganda: Missbrauchte Schüler
Dass das VBS (Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) für Millionen Steuerfranken Informationsbeauftragte bezahlt und in Millionenauflage Hochglanz-Broschüren, mehrere CD-Roms, Dokumentationen und Propaganda-Veranstaltungen sowie Kommunikationsberater finanziert ist das Eine. Nun hat das VBS mit diesem Propaganda-Material aber nahezu alle öffentlichen Schweizer Schulen eingedeckt und angeboten, für weitere "Informationen" oder Vorträge jederzeit gerne zur Verfügung zu stehen.
Dass dadurch nun auch der offizielle, staatliche Schulunterricht für VBS-Abstimmungs-Propaganda missbraucht wird, widerspricht jeglicher Moral und verstösst offensichtlich gegen geltendes Recht! So geschehen an einer staatlichen Schule in St.Gallen: Ein Offizier besucht die Schulklasse, wirbt für die Armee XXI und verteilt das Propaganda-Material (VBS-Hochglanzbroschüren). Die SchülerInnen haben darüber eine ordentliche Prüfung mit Benotung zu schreiben, bei der sie das Propaganda-Material sogar während der Prüfung benützen sollen und die Seitenzahlen in der Broschüre zu den gefunden „Lösungen" angeben müssen. Solche skandalösen Indoktrinierungs-Versuche müssen sofort gestoppt und von den Medien aufgedeckt werden. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn in einer Schule mit dem 32seitigen Arugmentarium von Young4FUN.ch das Selbe durchgeführt würde. Ob ein betreffender Lehrer wohl mit dem Rausschmiss rechnen müsste?
Zwei verschiedene ArmeeXXI-Prüfungen können unter http://www.young4fun.ch/news/communiques/armee21/beilage2.pdf und
http://www.young4fun.ch/news/communiques/armee21/beilage3.pdf angeschaut werden.

4. Brief der Wirtschaft
Die drei grössten Schweizer Wirtschaftsverbände haben in einem offenen Brief an Bundesrat Schmid und ausgewählte Parlamentarier das Konzept der Armee XXI massiv kritisiert. Der Original-Brief kann nun unter
http://www.young4fun.ch/news/communiques/armee21/beilage1.pdf gelesen werden.

5. Keckeis in den Netzen der Spin-doctors und PR-Berater
Christophe Keckeis, kerniger Generalstabschef der Armee, blickt dem 18.Mai zuversichtlich entgegen. Im militärischen Newsletter, den alle Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere erhalten haben, (...), appelliert er: "Ich erwarte von Ihnen, dass Sie das eigene Biotopdenken vergessen, vernetzt und ganzheitlich denken und im Rahmen einer vertretbaren Eigenverantwortung geschlossen und loyal auftreten." Hat sich da ein Troupier ganzheitlich in den Netzen von PR-Strategen verheddert?
(Text aus der NZZ am Sonntag 20.4.03, S.16)

6. Gesamte Pressemappe online
Die Pressemappe, welche an der Medienkonferenz des "Jugendkomitees für eine bessere Armeereform - Nein am 18. Mai" abgegeben worden ist, kann nun unter http://www.young4fun.ch/news/communiques/armee21/mediendoku.pdf gelesen werden.

7. Zuschrift: Besser Armee 95
Wir bekommen momentan viele, starke Leserbriefe. Danke dafür! Alle werden sobald wie möglich auf www.armeereform.ch veröffentlicht. Schickt die Leserbriefe unbedingt auch an die Zeitungen! Hier eines von vielen guten Beispielen: Die Armee 95 ist in der Lage, sich ständig neuen Situationen anzupassen und antwortet mit Bewachungsaufträgen und Terrorbekämpfung, Katastrophenschutz, Kampf im Gebirge, Verteidigung der Achsen und vielem mehr auf ein breites Spektrum von Bedrohungen. Ihre grossen Mängel sind der WK-Zweijahresrhythmus und der Kadermangel. Beides verhindert, dass neu Gelerntes seriös gefestigt wird, was dazu führte, dass der Respekt vor dem Dienst sank und WK-Kurse Ärgernisse produzierten. So nahm der Dienstwille ab und bewilligte Dispensationsgesuche zu. Bald fehlten nicht nur Kader.
Würde man diese Mängel korrigieren und gleichzeitig Finanzen aus der VBS-Verwaltung und den Auslandeinsätzen der Ausbildung und Ausrüstung der wichtigen Truppen zukommen lassen, verwandelte sich die Armee'95 innert ein paar Jahre in ein taugliches Instrument der Sicherheitspolitik, viel tauglicher als die geplante Armee XXI.
Diese soll nämlich NATO-kompatibel werden, betreffend Kommandosprache (Englisch), Material, Gliederung und Einsatzverfahren. Kooperation mit der NATO soll fremde Hilfe bringen, wenn wir sie nötig haben. Mit dem Irakkrieg wurde klar, dass die NATO gegenüber nationalen Interessen ihrer Mitglieder eine untergeordnete Rolle spielt. Die Schweiz kann in Zusammenarbeit mit ihr weder die Neutralität bewahren noch auf Hilfe hoffen. Damit gründet die Armee XXI auf einem strategischen Fehler. Einzig an der Unversehrtheit eines sich selbstverteidigenden, neutralen Landes mit guter Infrastruktur, welches Verhandlungsoptionen und humanitäre Hilfe aufrecht erhält, könnten andere Staaten Interesse haben.
Zudem schwächt die Reform die Armee, weil sie kleiner wird. Divisionen werden in Brigaden umgewurstet. Unverzeihlich ist die Auflösung von auf Terrorbekämpfung und Bewachung spezialisierten Truppen, namentlich der Flughafenregimenter und der Territorialinfanterie. Gerade diese könnten die zivilen Kräfte bei grossflächigen Ereignissen wirkungsvoll unterstützen. Sie, und nicht Kampfinfanterie, müssten rund um Evian stehen! Seit Monaten wird mancher Armeeangehörige mit der Ankündigung verfrühter Entlassungen "gluschtig" gemacht und bereits wurden Tatsachen geschaffen. Trotzdem bleibt die Armee XXI bis zur Abstimmung vom 18. Mai eine Frage an das Volk. Ich werde mit«Nein» antworten.
Matthias Hauser, Oberleutnant der Infanterie, Kantonsrat, Hüntwangen

8. 32-seitiges Argumentarium
Unser ausführliches Argumentarium zur Armee XXI können wir sehr empfehlen. Es kann unter http://www.young4fun.ch/armeereform/pages/argumentarium.pdf gelesen werden oder bei uns in schriftlicher Form bestellt werden.

9. Welche Demokratie braucht Europa?
Dazu wird im Internet zu einer Debatte eingeladen - gemeinsam mit Bürgern anderer europäischer Länder (Persönliche Meinungen können direkt auf der Website eingetragen werden). http://www.europe-now.org

10. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.nato.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch
Redaktion: Reimann

[ Empfehlen ]
Möchtest Du den Young4FUN.ch-Newsletter weiterempfehlen. Dann sende
doch eine E-Mail mit der Adresse der Young4FUN.ch-Homepage an Deine
Freunde oder Bekannten!

[ Feedback ]
Deine Meinung und Deine Anregungen sind uns willkommen. Sende eine
Mail an info@young4fun.ch.

11. Abbestellen
Dies ist kein Spamming, Du bekommst dieses Email, weil Du Dich in die
Newsletter-Liste von www.young4fun.ch eingetragen hast. Wenn Du den
Newsletter nicht mehr wünschst, so maile bitte an info@young4fun.ch mit dem
Titel "unsubscribe".