Young4FUN.ch-Newsletter 60 vom 26. Mai 2003

1. Den guten Seemann erkennt man bei schlechtem Wetter
2. Über 200 Mails in 2 Tagen....weiter geht's
3. Wenige Tage nach Abstimmung: Armee XXI am Scheitern
4. Neuste NEWS-Zeitung online
5. Medienmitteilung: Bravo GSoA
6. Osterweiterung - Es rappelt in der Kiste
7. Betrugsaffäre Eurostat: EU-Kommissarin Schreyer unter Druck
8. Aktion Volksentscheid zur EU
9. Neue Dienstleistungsrichtlinie der EU – Gefahr für die Wasserversorgung
10. Geheime Dokumente: EU will viel von der Schweiz
11. Wann blüht uns die EU-Knolle?
12. Breite Angst vor EU-Erweiterung
13. EU-Verfassung
14. Impressum
15. Abbestellen

1. Den guten Seemann erkennt man bei schlechtem Wetter

Die Armee XXI-Abstimmung haben wir deutlich verloren. Das tut weh. Hier soll nun nicht über die unglaubliche Staatspropaganda, die Ignoranz vieler Medien oder die Falschinformationen aus dem VBS lamentiert werden, obwohl das berechtigt wäre. Hier soll einfach DANKE gesagt werden. DANKE an alle, die in diesem harten und intensiven Abstimmungskampf mitgewirkt haben.
Wie in jedem Lebensweg gab es auch auf dem Weg unseres Landes nicht nur Höhen. Die Eidgenossenschaft durchlebte viele Tiefen und Bedrohungen. Doch immer gab es Bürger, die dafür sorgten, dass der Schweiz die Treue bewahrt wurde. Genau diesen Bürgern sind wir heute zu grossem Dank verpflichtet. Sie sorgten dafür, dass die Schweiz zu einer Erfolgsgeschichte wurde und wir heute in Frieden und Wohlstand leben können. Man brachte immer wieder den Willen auf, gemeinsam die anstehenden Probleme zu lösen. Auch wenn heute einiges nicht rund läuft: Dies sollte uns Mut und Zuversicht geben, die heutigen und die zukünftigen Herausforderungen anzunehmen und unbeirrt für Freiheit, Unabhängigkeit und Neutralität, für Demokratie und für eine EU- und NATO-freie, selbstbewusste, erfolgreiche Schweiz einzustehen. Der permanente Mitgliederzuwachs von Young4FUN.ch zeigt, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich für unser Land einzusetzen.
2. Über 200 Mails in 2 Tagen....weiter geht's
An der Mail-Aktion gegen die Psycho-Aushebung haben sich nur 2 Tage nach dem Start bereits über 200 Bürger/innen beteiligt. Von den Politikern der SiK haben sich bisher lediglich zwei gemeldet. Um den Druck zu erhöhen, müssen über 1'000 Personen an der Aktion teilnehmen! Die Politiker sollen durch die Mail-Flut spüren, dass es uns mit diesem Anliegen ernst ist. Da dieser Newsletter beinahe 2'000 Abonennten hat, sollte dies kein Problem sein. Mitmachen kann man unter:
http://www.young4fun.ch/mailaktion/mailaktion.htm (deutsch) oder http://www.young4fun.ch/mailaktion/action-email.htm (französisch)
Machen Sie zusätzlich in Ihrem Bekanntenkreis Werbung für diese Mailaktion.

3. Wenige Tage nach Abstimmung: Armee XXI am Scheitern!
Es ist traurig, aber wahr: Young4FUN.ch warnt seit Monaten davor, dass die Armee XXI kein realistisches Finanzkonzept hat und mangels Mittel (personelle, finanzielle und materielle) zum Scheitern verurteilt ist. Wenige Tage nach Abstimmung wird dies auch öffentlich zugegeben und man spricht im VBS bereits von der Evolution XXI nach der Revolution XXI. Der folgende Zeitungs-Artikel bringt Licht ins Dunkel:
Die Sparmassnahmen des Bundes treffen das Militär härter als bisher angenommen (Anmerkung-> besser wäre: zugegeben): Der Generalstab der Armee lässt neuerdings verlauten, dass mit Kündigungen gerechnet werden müsse. «Jetzt sind die Vorgaben so eng, dass es nicht mehr ohne Entlassungen geht.» Diese unmissverständliche Aussage machte niemand geringerer als Armeechef Christophe Keckeis. «Bisher konnten wir hoffen, den geplanten Stellenabbau vorab über Frühpensionierungen erreichen zu können», ergänzte er im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Philippe Zahno, Informationschef des Generalstabs, bestätigte gestern die Aussagen. Gegen 2500 Stellen müssten im Rahmen des Sparprogramms gestrichen werden. Entlassungen seien unumgänglich. Nicht sagen konnte er aber, in welchem Bereich es zu Kündigungen kommt: «Dafür ist es noch zu früh.»
(..) Doch dass dies geschieht, zeichnet sich bereits heute ab: «Unsere prospektiven Hochrechnungen zeigen, dass wir die Sparziele nicht erreichen können, wenn wir so weiterfahren wie heute.» Zurückhaltend äusserte sich Zahno zur Idee, Entlassungen mit Lohnkürzungen zu verhindern: «Dazu ist nichts geplant - noch nicht einmal eine Diskussion hat darüber stattgefunden.» Der Sprecher des Generalstabs schätzt, dass «noch im Sommer» detaillierte Informationen vorliegen, wo zusätzliche Sparanstrengungen nötig sind und wo Mitarbeitern gekündigt wird.
Die Umsetzung der Armee XXI habe nach der Abstimmung vom 18. Mai gerade erst begonnen, betont Zahno. Und schon jetzt muss das Konzept aufgrund der rigoroseren Sparvorgaben wieder angepasst werden. «Wir wollen aber keine neue Revolution wie bei der Armee XXI, sondern eine Evolution, was mit der lernfähigen Organisation der Armee XXI durchaus möglich ist.»
Priorität haben gemäss Zahnos Ausführungen einerseits die subsidiären Einsätze, wie sie die Armee bereits heute wahrnimmt. «Dazu gehören Aufgaben wie luftpolizeiliche Überwachung, Lufttransporte, wie wir das heute jeden Tag machen, oder Einsätze wie am G-8-Gipfel.» (..) (Quelle: Blick, 24.5.03)
Frage: Hat Young4FUN.ch davor nicht schon im Febuar gewarnt?
(Antwort: Ja, siehe http://www.young4fun.ch/news/communiques/13februar2003.htm)

4. Neuste NEWS-Zeitung online
Die Young4FUN.ch-Zeitungs-Ausgabe "News" 2/03 vom April 2003 ist nun auch online und in Farbe unter http://www.young4fun.ch/news/ausgabe2_2003.pdf verfügbar. Sie enthält unter anderem einen Artikel über die TEAM-Mitgliedschaft von Young4FUN.ch und einen Artikel über die Veranstaltung mit der Young European Swiss. Mitglieder, Gönner und Sympathisanten haben sie bereits Ende April per Post erhalten.

5. Medienmitteilung: Bravo GSoA
Die Medienmitteilung von Young4FUN.ch zum Ausgang der Abstimmung ist zu finden unter: www.young4fun.ch

6. Osterweiterung - Es rappelt in der Kiste
Die Osterweiterung der Europäischen Union wird Realität: Hunderte Diplomaten, Abgeordnete und Beamte aus den Beitrittsstaaten sind bereits in Brüssel angekommen, Tausende werden folgen. Die Zuzügler stellen die eingefahrenen Institutionen vor ungeahnte Schwierigkeiten.
Lesen Sie den vollständigen und amüsanten Artikel der Financial Times Deutschland dazu unter:
http://www.ftd.de/pw/eu/1053857165535.html?nv=cpwd

7. Betrugsaffäre Eurostat: EU-Kommissarin Schreyer unter Druck
Der Schaden durch Finanztricks und schwarze Kassen hoher EU-Beamter belaufe sich auf insgesamt acht Millionen Euro. Das Ausmass einer Betrugsaffäre beim europäischen Statistikamt Eurostat wird offenbar immer größer. Unter Berufung auf Ermittler des EU-Amtes für Betrugsbekämpfung (Olaf) schreibt der Münchener "Focus", der Schaden durch Finanztricks und schwarze Kassen hoher EU-Beamter belaufe sich auf insgesamt acht Millionen Euro. Bisher sei von einem Betrag in Höhe von 900.000 Euro ausgegangen worden. Der "Spiegel" berichtet, dass drei dubiose Bankverbindungen entdeckt worden seien. Die Fahnder hätten den Verdacht, dass darüber Gelder am EU-Haushalt vorbeigeschleust worden sein. Die Kommission hatte zwei unter Betrugsverdacht stehende Spitzenbeamte bei Eurostat für die Dauer der Ermittlungen versetzt. Der Druck auf die deutsche EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer nimmt zu. Haushaltskontrollexperten des Europäischen Parlamentes werfen laut "Focus" der Politikerin vor, die Affäre falsch eingeschätzt zu haben. Nach Angaben des "Spiegel" gerät Schreyer immer stärker in die Kritik, da sie das Parlament bei Anfragen zu Eurostat nur unzureichend informiert habe.
(Quelle: Die Welt, 26.5.03)
Welche Finanztricks die EU-Beamten angewendet haben, lesen Sie unter: http://www.welt.de/data/2003/05/23/100521.html
Auch die TAZ berichtet über die "Lange Liste von EU-Skandalen" unter: http://www.taz.de/pt/2003/05/22/a0091.nf/text

8. Aktion Volksentscheid zur EU
In Brüssel wird derzeit fieberhaft an einer Verfassung für die Europäische Union gearbeitet. In Italien, Frankreich, Spanien, Irland, Österreich, Dänemark und weiteren EU-Staaten werden die Bürger und Bürgerinnen über die EU-Verfassung abstimmen. Die Bürgeraktion Mehr Demokratie fordert den Bundestag auf, auch in Deutschland den Weg frei zu machen für einen Volksentscheid über die EU-Verfassung. Dafür hat der Verein eine bundesweite Demokratie-Tour gestartet. Die Unterstützung der Forderung nach einem Volksentscheid über die EU-Verfassung ist nun online mit einer Unterschrift möglich:
http://www.mehr-demokratie.de/bu/ak/dtour/index.htm

9. Neue Dienstleistungsrichtlinie der EU – Gefahr für die Wasserversorgung
Der EU Kommissar für Binnenmärkte Frits Bolkestein stellte vor kurzem im Rahmen der Binnenmarktstrategie für den Zeitraum zwischen 2003 und 2006 eine neue Dienstleistungsrichtlinie vor, die vor dem Ende 2003 vorgeschlagen werden soll. Dabei zählt die Öffnung des Wassermarktes, neben der weiteren Liberalisierung so genannter „netzgebundener Wirtschaftszweige“ wie Energie, Verkehr und Post zu den wichtigsten Elementen. In einer Presseaussendung heißt es, dass die Wettbewerbssituation des Wassersektors geprüft werden soll, um sie dann auch durch eventuelle rechtliche Maßnahmen zu öffnen. Die Stopp GATS-Kampagne fürchtet, dass dadurch die ersten Schritte zu einer gänzlichen Öffnung des Wassermarktes kommen. In einer Aussendung der Kampagne heisst es: "Damit wird wohl versucht, diesen Bereich für den freien Markt zu öffnen, was aus Sicht der Konzerne höchst verständlich ist. Immerhin wird der globale Wassermarkt von der Weltbank auf rund 800 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt."
Weitere Infos: http://www.stoppgats.at/0200/0201.php?kategorie_id=20&artikel_id=307

10. Geheime Dokumente: EU will viel von der Schweiz
Im Sommer 2002 sickerten einige Forderungen der EU durch. Bereits damals ließen die Dokumente nichts Gutes erhoffen. Am 25. Februar 2003 veröffentlichte das kanadische Polaris-Intitute die bis dahin streng geheim gehaltenen Forderungen der EU. Nun wurde bestätigt, was die EU unter der "Doha-Entwicklungsrunde" versteht: Öffnung von hochsensiblen Bereichen wie Wasserversorgung und Kapitalmärkten für die EU-Konzerne.
Die Dokumente können auf der Homepage von gatswatch.org heruntergelden werden.
>> www.gatswatch.org/requests-offers.html
Die Forderungen der EU an die Schweiz gibt's direkt unter:
http://www.gatswatch.org/docs/offreq/EUrequests/Switzerland.pdf

11. Wann blüht uns die EU-Knolle?
Ausgerechnet am Europatag kam die schlechte Nachricht für alle Urlaubs-Autosünder aus Brüssel: Während andere die EU-Einigung feierten, einigten sich die EU-Innenminister bei ihrer Ratssitzung am 8. Mai auf die gegenseitige Anerkennung von Bußgeldern. Wer in Zukunft irgendwo in der EU falsch parkt, muss nun damit rechnen, dass die Knolle ihm auch in der Heimat blüht. Der populäre "Ignorieren"-Tipp, zu dem manch ein Reiseführer Sündern bisher riet, ist damit wohl bald passé. Die Schweizer Urlauber als Nicht-EU-Mitglied sind glücklicherweise nicht betroffen. "Schöne Ferien!", kann man da nur sagen.
Viel mehr als die Pressemitteilung über die grundsätzliche Einigung und die 70-Euro-Grenze gelangt nicht ans Tageslicht. Eine Spurensuche im Internet muss erfolglos bleiben - lehrt aber doch einiges über die Funktionsweise diverser Newssites und Datenbanken. Den Abschluss dieser Frage der Woche bildet daher ein kleiner Einblick in die mühsame Recherche von EU-Informationen:
Aktuelle Informationen über die Arbeit der Ministerräte liefert zunächst nicht die Website des Rats (http://ue.eu.int), denn hier hängen die Informationen oft über Wochen nach. Vielmehr liefert die Site der Präsidentschaft, in diesem Fall also Griechenlands www.eu2003.gr die gewünschten Dateien. Wer nun vermutet, Dokumente sortiert nach Gipfel oder Thema zu finden, wird erneut enttäuscht - die Griechen haben ihre News nach Arbeitsschritten sortiert: Eine Liste mit Vorlagen, eine weitere mit den Tagesordnungen, schließlich ein weiterer Link mit Pressematerial etc. Die spärlichen Infos zum gesuchten Treffen am 8. Mai muss man sich mühsam zusammenklicken. Am Ende landet man von hier aus übrigens doch noch auf Rats-Site, und zwar beim Klick auf die "Schlussfolgerungen", dem offizielle Abschlusspapier des Treffens. Das PDF liefert auch den Hinweis auf die Initiative von 2001. Die Angabe über die Fundstelle (Amtsblatt C 278 vom 2.10.2001) führt zu EUR-Lex, der Datenbank zu aktuellen Rechtsakten. Dort ist man dem Ursprung nahe - Neues zum aktuellen Stand gibt es hier nicht.
Letzter Versuch: SCADplus, die Datenbank zu laufender Gesetzgebung. Hier gibt es eine nach Politikbereichen sortierte Zusammenfassung über den Rechtsstand der EU. Tatsächlich widmet sich ein eigener Abschnitt dem Kapitel "Justitielle Zusammenarbeit in Strafsachen: Gegenseitige Anerkennung von Geldstrafen oder Geldbußen". Dort - leider - auch nur ältere Infos.
(Quelle: europa-digital.de)

12. Breite Angst vor EU-Erweiterung
Die Aufnahme der neuen Mitgliedsstaaten könnte nach Ansicht der Österreicher mit einer Vormachtstellung der großen Länder in der EU einhergehen. Für jeden zweiten Österreicher (51 Prozent) ist die Erweiterung der Europäischen Union auf 25 Mitglieder ein Grund zur Sorge. Dominierend sind wirtschaftliche Ängste: In erster Linie wird die Zuwanderung billiger osteuropäischer Arbeitskräfte nach Österreich erwartet. An zweiter Stelle steht die Befürchtung, dass "die Großen" - also Länder wie Frankreich, Deutschland oder Großbritannien - bestimmen werden, was in der EU geschieht. Nur 20 Prozent sehen in der Erweiterung hingegen einen Grund zur Freude. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes Imas hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Quelle: http://www.diepresse.at/default.asp?channel=p&ressort=eu&id=355828

13. EU-Verfassung
Nach langen Machtkämpfen und einem weiteren heftigen Streit wurde vor wenigen Stunden der neuste Entwurf zum ersten Teil der neuen EU-Verfassung veröffentlicht. Weitere Informationen gibt es auf unserer Partnerseite www.teameurope.info.
Der Entwurf kann direkt unter http://www.teameurope.info/press/draftconst.vol1.EN.pdf (englische Version) oder http://www.teameurope.info/press/draftconst.vol1.FR.pdf (französische Version) angeschaut werden.

14. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.nato.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch
Redaktion: Reimann

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