Young4FUN.ch-Newsletter 67 vom 3. August 2003

1. Zum Nationalfeiertag
2. Ricola - Schweizer Kräuterzucker (SWISS MADE 1)
3. Nei til EU, Norwegen (team 1)
4. Terror-Gefahr: Was Samuel Schmid verschweigt
5. Lettland: Mehrheit gegen EU-Beitritt
6. Wachsende Diskrepanz zwischen Beteiligten und Betroffenen
7. Keine Krone für den Euro
8. Karlsruher Kritik an EU-Verfassung
9. Streit EU - Tirol eskaliert / Gorbach für Blockaden
10. Eurodesk und die europäische Jugendwoche
11. EU-Konvent bedeutet massiven Demokratieverlust
12. Impressum
13. Abbestellen


1. Zum Nationalfeiertag

Young4FUN.ch wünscht nachträglich allen einen schönen Nationalfeiertag und hofft, dass all die Schweizerfahnen das ganze Jahr über zu sehen sind und dass den schönen Worten der Politiker auch Taten folgen. Nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern das ganze Jahr über sollte man Patriot sein und sich für sein Land - in welcher Form auch immer - einsetzen. Dieser gemeinnützige Einsatz ist nicht nur dringend notwendig, sondern es ist auch eine persönliche Bereicherung und eine Freude, sich für etwas Wertvolles, für seine Heimat und für seine Zukunft einzusetzen.
Folgende 1.August-Ansprachen haben wir für Sie aufgeschaltet:
http://www.young4fun.ch/news/beitraege/010803_reimann.htm 
von Kevin Grangier, Co-Präsident Young4FUN.ch
http://www.young4fun.ch/news/beitraege/010803_grangier.htm 
von Lukas Reimann, Co-Präsident Young4FUN.ch
http://www.young4fun.ch/news/beitraege/010803_steffen.htm 
von Kevin Steffen, Vorstandsmitglied Young4FUN.ch


2. Ricola - Schweizer Kräuterzucker (SWISS MADE 1)
Vom 1. August 2003 bis zum 1. August 2004 stellt Young4FUN.ch in der neuen Newsletter-Serie "SWISS MADE" ein typisches Schweizer Produkt vor. Ihre Vorschläge warten darauf, veröffentlicht zu werden. Mailen Sie an vizepraesidentin@young4fun.ch.
Die Geschichte des traditionsreichen Schweizer Familienunternehmens reicht bis in die Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts zurück. 1924 kaufte Emil Richterich die kleine "Bäckerei Bleie" in Laufen bei Basel. Über 100 Leckereien aus Zucker werden hergestellt, darunter auch das caramelähnliche Bonbon "Fünfermocken", der für Generationen von Schweizer Kindern als Inbegriff einer süssen Schleckerei gilt. Eine weitere Spezialität ist das Ricola Hustenwohl, welches mit wohltuenden Kräutern gegen Heiserkeit und Husten hilft. 1940 wird die heute noch verwendete Rezeptur für den Kräuterzucker mit den 13 Ricola Kräutern zusammengemixt. 1950 wird die erste Ricola-Fabrik erstellt. Heute beschäftigt Ricola 350 Mitarbeiter und exportiert die Schweizer Kräuterzucker in 50 Länder in Europa, Asien und Amerika. Immer mehr Ricola-Produkte kommen auf den Markt und erfreuen sich einer grossen Beliebtheit. Neustes Beispiel der Innovationskraft von Ricola ist die Neulancierung der Holunder-Blüten-Produkte. Bereits sind im Oberaargau, Emmental und im Wallis 5000 neue Holunderbäume gepflanzt.
Mehr über Ricola gibt es unter: www.ricola.ch


3. Nei til EU, Norwegen (team 1)
In einer weiteren neuen Newsletter-Serie soll in jedem Newsletter ein Mitglied der TEAM-Allianz (the alliance of EU-critical movements) vorgestellt werden. Total hat team über 60 Mitglieder aus 20 verschiedenen Nationen. Auch Young4FUN.ch zählt dazu. Heute stellen wir die "Nein zur EU"-Bewegung aus Norwegen vor:
"Nei til EU" wurde 1988 als lose Informationsgruppe gegründet und 1990 in einen Verein umgewandelt. Es ist die grösste parteiübergreifende Organisation Norwegens, welche gegen den EU-Beitritt von Norwegen antritt. "Nei til EU" organisierte 1994 die Opposition gegen praktisch alle Parteien und die Regierung, als Norwegen über den EU-Beitritt abgestimmt hat. Das bis heute gültige Nein von Norwegen zur EU war ein sensationeller Erfolg. "Nei til EU" sieht sich als parteiunabhängige Organisation mit dem Ziel, den EU-Beitritt von Norwegen zu verhindern. "No til EU" ist heute einer der grössten politischen Vereine von Norwegen mit mehr Mitgliedern (150'000 (!!!) bei 4 Millionen Einwohnern) als die grössten Parteien und einer der einflussreichsten politischen Faktoren, der mit Erfolg den EU-Beitritt von Norwegen bis heute verhindert hat. Für uns Schweizer ist auch interessant, dass Norwegen mit dem EWR und Schengen nur schlechte Erfahrungen gemacht und sich "No til EU" deshalb für ein Ende von Norwegen mit Schengen und dem EWR ausspricht.
Weitere Informationen über "Nei til EU" in norwegisch gibt es auf ihrer Homepage unter: http://www.neitileu.no
Einige Artikel sind auch in englisch verfügbar:
Unter http://www.neitileu.no/man/english/artikkel_seierst.html gibt es eine Zusammenfassung über die grossen EU-Debatten in Norwegen von 1950 - 1997. 
Auf http://www.ifi.uio.no/%7Ekristen/POLITIKKDOK_MAPPE/P_EU_Munchen_eng.html findet sich ein Text von Prof. Kristen Nygaard, der momentan "Nei til EU" präsidiert. Er erklärt darin die Gründe für das Nein der Norweger zur EU. 


4. Terror-Gefahr: Was Samuel Schmid verschweigt
Vor der Abstimmung über die Armee XXI haben wir wiederholt darauf hingewiesen, dass der Sicherheitspolitische Bericht überholt ist und die Armee XXI von veralteten Bedrohungsszenarien ausgeht, die vor den Terroranschlägen auf die USA (11. September) und vor so manch anderer welt-sicherheitspolitischen Veränderung ausgearbeitet wurden. Jetzt erst - einmal mehr nach der Abstimmung vom 18. Mai - wenden sich die Schweizer Sicherheitsexpetern an die Öffentlichkeit und kritisieren genau dies. Viele Armee-Institution, welche Garanten gegen Terror gewesen sind, werden in diesen Monaten wegen der Armee XXI abgeschafft. In der Schweiz haben ETH-Experten das Unmögliche durchgedacht, aber das VBS von Bundesrat Samuel Schmid will es nicht zur Kenntnis nehmen. Schlimmer noch: Es wird verdrängt nach dem Motto: "Die Armee XXI ist super - uns kann nichts passieren. Und schon gar nicht wollen wir den Armee XXI-Gegnern im Nachhinein recht geben." Das ist gefährlich. Sicher besteht kein Grund zur Panik, aber wer Risiken unterschlägt, läuft Gefahr, die Unsicherheit in der Bevölkerung zu verstärken. Die Armee vergisst ihre wirklichen Aufgaben - den Schutz, die Sicherheit und die Verteidigung der Schweiz - immer mehr und macht lieber bei internationalen Interventionen mit.
Mehr im SonntagsBlick-Artikel "Was Samuel Schmid verschweigt" unter: 
http://www.blick.ch/PB2G/PB2GA/pb2ga.htm?snr=55675


5. Lettland: Mehrheit gegen EU-Beitritt
Kaum zwei Monate vor dem Referendum am 20. September ist die öffentliche Unterstützung für eine EU-Mitgliedschaft des Landes auf unter 50 Prozent gefallen. In einer Umfrage sprachen sich von 5'000 auf der Strasse befragten Personen gar 70% gegen den EU-Beitritt aus! 
Mehr dazu: http://euractiv.cabestan.com/Go/index.cfm?WL=4856&WS=23438_23485&WA=254
Young4FUN.ch hat gute Kontakte mit Lettland und wenn jemand Interesse hat, die Nein-Kampagne von Lettland zu unterstützen oder einen Leserbrief ("Warum bin ich als Schweizer gegen den EU-Beitritt", "Letten, lasst Euch nicht beirren", etc.) veröffentlichen möchte, so soll er sich bitte bei uns melden: info@young4fun.ch.
Die EU-kritischen Kräfte in Lettland sind dringend auf Unterstützung angewiesen.


6. Wachsende Diskrepanz zwischen Beteiligten und Betroffenen
am. Auch Experten stellen mittlerweile fest: 
"Besonders gewichtig sei die Differenz zwischen nationalstaatlich organisierter politischer Herrschaft und politischer Beteiligung einerseits und der Entscheidungszuständigkeit beispielsweise der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union andererseits. Nicht wenige Angelegenheiten von grösster Wichtigkeit für die Lebensführung würden mittlerweile auf inter- und supranationaler Ebene entschieden - u.a. auf der Ebene der Europäischen Union, unter Mitwirkung von Vertretern der Regierungen der Mitgliedstaaten, doch unter Ausschaltung von dirketdemokratischer Legitimation durch die Bevölkerung der EU-Mitgliedstaaten."
aus: Schmidt, Manfred (2000). Demokratietheorien (3. Aufl.). Leske + Budrich; S. 290 Unter dem Stichwort: Wachsende Diskrepanz zwischen Beteiligten und Betroffenen. 


7. Keine Krone für den Euro

Im September stimmen die Schweden über den Euro-Beitritt ab. Obwohl die EU und die schwedische Regierung einen Beitritt mit viel Propaganda wollen, zeichnet sich bereits jetzt ein Nein ab. Ein guter Bericht über die Abstimmungskampagne in Schweden findet sich in der österreichischen Zeitung "Die Presse" unter: http://diepresse.at/default.asp?channel=p&ressort=eu&id=369199


8. Karlsruher Kritik an EU-Verfassung
Erstmals hat sich ein Bundesverfassungsrichter kritisch zum vorliegenden Entwurf für eine EU-Verfassung geäußert. Unter Berufung auf Siegfried Broß, der im zweiten Senat in Karlsruhe für Europarecht zuständig ist, hat der CSU-Politiker Hartmut Koschyk die Vorbehalte seiner Partei gegenüber dem Verfassungsentwurf bekräftigt. 
Mehr dazu in "Die Welt": http://www.welt.de/data/2003/08/01/143701.html


9. Streit EU - Tirol eskaliert / Gorbach für Blockaden
Kurz vor der Landtagswahl in Tirol will keine Partei von einer harten Linie gegenüber Brüssel abweichen. Auch Verkehrsminister Gorbach spricht sich für "Notwehrmaßnahmen" aus.
Mehr dazu in "Die Presse": http://diepresse.at/default.asp?channel=p&ressort=eu&id=369164


10. Eurodesk und die europäische Jugendwoche
Eurodesk organisiert die erste "Europäische Jugendwoche" mit, die überall in
Europa vom 29. September bis zum 5. Oktober 2003 stattfindet. Und auch Du
kannst daran teilnehmen! EU-kritische Teilnehmer können diesen Veranstaltungen 
nur gut tun.
Eurodesk ... was ist das?
Eurodesk ist ein europaweites Netzwerk das Jugendliche mit Informationen zu
Mobilitätsthemen versorgt. Wenn Du mehr über Eurodesk erfahren möchtest
besuche die Webseite www.eurodesk.de.


11. EU-Konvent bedeutet massiven Demokratieverlust
ATTAC Deutschland warnt vor einem massiven Demokratieverlust in Europa,
sollte die neue EU Verfassung so beschlossen werden, wie sie in einem ersten
Entwurf vorgestellt wurde.
Internationale Handelsverträge wie das Dienstleistungsabkommen GATS würden
künftig nicht mehr über die Parlamente der Mitgliedsstaaten entschieden,
sondern direkt auf EU-Ebene. Es entfällt damit jegliches Mitspracherecht der
Mitgliedsstaaten in so sensiblen Bereichen wie Bildung, Gesundheit,
sozialen Dienstleistungen und audiovisuellen Medien. In der Aussendung heisst
es weiter: "Die nationalen Wirtschaftsministerien,
die die Handelsverträge ausarbeiten, müssten sich nicht mehr vor Parlament
und Öffentlichkeit verantworten."
Eine ausführliche Analyse der Auswirkungen des Verfassungsvorschlags findet
sich unter:
http://www.attac.de/gats/hintergrund/fritz_eu_konvent.doc


12. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.nato.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch
Redaktion: Reimann

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