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1. Sicherheit 2003: Ja zu Neutralität und Miliz - Nein zu EU und NATO
2. Bilaterale: Immer mehr öffentliche Aufträge fürs Ausland
3. Bald wird gewählt - und plötzlich will niemand mehr in die EU
4. Militärkomödie: Achtung, fertig, FLOP?
5. Young4TREND, Dänemark (team 3)
6. Schweizer Ziegenmilch Spezialitäten (SWISS MADE 3)
7. Schweizer Jugend: Eidgenössischer Sonderfall ist cool
8. Brauchts in jedem EU-Land eine Botschaft?
9. EU startet Verfahren gegen Sparkassen
10. EU-Chat: Pascal Lamy vor Cancun
11. Ergebnisse EU-Umfrage
12. Impressum
13. Abbestellen
1. Sicherheit 2003: Ja zu Neutralität und Miliz - Nein zu EU und NATO
Die Studie "Sicherheit 2003", welche von der Militärakademie und der Forschungsstelle für Verteidigungspolitik der ETH Zürich herausgegeben wurde, will Tendenzen und längerfristige Trends in der aussen-, sicherheits- und verteidigungspolitischen Meinungsbildung der Schweizer Bevölkerung mittels Repräsentativerhebungen aufzeigen und verständlich machen. Sicher sind die Resultate mit Vorsicht zu geniessen. Die Ergebnisse zeigen aber, dass die Schweizer stärker denn je zur Neutralität und zur Milizarmee stehen und die Distanz und Kritik gegenüber der EU und der NATO immer grösser wird. Die Frage nach einer Annäherung an die EU (48%) erreichte die tiefste Zustimmung seit der Erstmessung dieser Frage im Jahre 1989. Das Gleiche gilt für die Frage nach einem EU-Beitritt (Zustimmung 33%). Gerade noch 27% der Schweizer können sich eine weitere Annäherung an die NATO vorstellen und nur 16% möchten der NATO beitreten. 9 von 10 Schweizern halten auch daran fest, dass die Schweiz neutral bleiben soll. Auch am Milizprinzip will eine Mehrheit der Schweizer festhalten. Erschreckend ist lediglich, wie wenig und vor allem wie falsch die Bevölkerung über die Armee XXI informiert ist. So wurden den Befragten im Zusammenhang mit der Armee XXI verschiedene Falschaussagen zur Armee XXI vorgelegt (z.B. "Mit der Armee XXI wird der Zivildienst eingeführt."), die jeweils eine Mehrheit fanden. Die könnte zumindest teilweise das Abstimmungsergebnis vom 18. Mai erklären. Als kleiner Trost für Young4FUN.ch wurde ermittelt, dass die jüngsten Stimmbürger am Abstimmungssonntag die geringste Zustimmung zur Armee XXI zeigten. Vor unserer intensiven Kampagne für Junge zeigten die jüngsten Stimmberechtigten in den Umfragen noch die höchste Zustimmung aller Altersgruppen!
Die 189-seitige Studie "Sicherheit 2003" kann unter www.fsk.ethz.ch/documents/Sicherheit/si03/03_con.htm
kostenlos nachgelesen werden. Es lohnt sich!
2. Bilaterale: Immer mehr öffentliche Aufträge fürs Ausland
Immer mehr öffentliche Aufträge von Schweizer Behörden wandern ins Ausland, was die Statistiken eindeutig beweisen. Seit dem Inkrafttreten der Bilateralen 1 müssen Schweizer Behörden öffentliche Aufträge in der gesamten EU ausschreiben und sie sind dazu verpflichtet, dem preiswertesten Anbieter den Auftrag zu erteilen. Ein Fallbeispiel aus dem Kanton Basel-Land, das für viel Aufsehen sorgte:
Trotz lächerlicher Preisdifferenz, Grossauftrag in Holland platziert. Die Baselbieter KMU-Wirtschaft versteht die Submissionswelt - insbesondere jene in Baselland - nicht mehr: Mit Entscheid vom 13. Mai hat die Baselbieter Regierung bzw. das Tiefbauamt den Auftrag für die Lüftungsanlage im «Chienberg»-Tunnel der Firma Zitron Nederland BV erteilt - trotz der unglaublich minimalen Preisdifferenz von 0,8 Prozent gegenüber dem Angebot eines renommierten Baselbieter Unternehmens. Konkret geht es gerundet um eine Differenz von über 9000 Franken bei einer Vergabesumme von 1,1 Millionen Franken. Die «abgeblitzte» Firma Wintsch AG mit Hauptsitz im Dreispitzareal von Münchenstein sowie mit Zweigstellen in Basel und Zeiningen/AG wurde 1958 als Einzelfirma für Klimatechnik gegründet und ging 1986 in die Wintsch AG über. Sie beschäftigt aktuell 32 Mitarbeitende, wovon sechs Lehrlinge im Bereich Montage und Büro. Mehr dazu auf:
www.gewerbebaselland.ch/Standpunkt/standpunkt_detail/standpunkt_detail.asp?art_ID=1022
3. Bald wird gewählt - und plötzlich will niemand mehr in die EU
Die Monate vor den Wahlen sind dafür bekannt, dass die Politiker zwar sehr viel reden aber dabei möglichst wenig sagen. Aktuellstes Beispiel ist die Kampagne "Label Europa" der "Neuen Europäischen Bewegung Schweiz" (NEBS), welche zum Ziel hat jene Politiker auszuzeichnen, welche einen EU-Beitritt befürworten. Eine lobenswerte Sache: So sollte sich die Liste auf www.nebs.ch/wahlen/wahlen.html dazu eignen, alle 100% unwählbaren Kandidaten auszusortieren. Doch oh Wunder: Obwohl die Mehrheit der Volksvertreter – im Gegensatz zum Volk – einen EU-Beitritt will, haben gerade einmal 63 der amtierenden Parlamentarier auf die Aktion der NEBS reagiert und das "Label Europe" erhalten. Offenbar fehlt so kurz vor den Wahlen vielen den Mut zu einem klaren Bekenntnis. Wer also im Oktober wieder gewählt werden möchte, verzichtet lieber auf eine deutliche Aussage über einen Beitritt zur EU.
4. Militärkomödie: Achtung, fertig, FLOP?
Immer wieder spricht man von den RS-Weicheiern, welche die RS abbrechen oder schon gar nicht hingehen, was bei einer faktischen Freiwilligenarmee XXI eigentlich nicht verwundern sollte. "Also sprechen wir doch bitte einmal über all jene Jungen, welche dem Vaterland noch freiwillig und verantwortugnsbewusst ihren Ehrendienst leisten.", dachten sich wohl auch das Bundesamt für Kultur (480 000 Fr.), das Fernsehen DRS (350 000 Fr.), der Kanton Luzern (40 000 Fr.) und der Kanton Thurgau (50 000 Fr.) Franken, die grosszügige Finanzbeihilfen leisteten. Und das VBS stellte Rekruten als Statisten und sämtliche militärischen Anlagen für die Dreharbeiten zur Verfügung. Jetzt stellen die Herren vom VBS und Co. plötzlich fest, dass es ein völlig realitätsfremder Film ist, der all jene in den Dreck zieht, welche noch Militärdienst leisten, der bezüglich sexistischen Provokation (z.B. Onanieren mit Porno-Bildchen in der Bibel), eine gefährliche Verharmlosung vom Waffengebrauch und Drogenkonsum darstellt und der den zukünftigen Rekruten ein völlig falsches Bild von der RS vermittelt. Danach äussern die Herren aus dem VBS ihren Unmut auch noch gegenüber der Boulevardpresse, damit der Film garantiert ein Hit wird.
Von solchen Komödien soll man halten was man will. Niemand wird gezwungen, es sich anzuschauen und die Filmemacher sollen auch ihre vollständige Freiheit haben. Die staatliche Unterstützung ist allerdings äusserst fraglich. Zwar unterstützten Regierungen und Armeen von anderen Staaten auch Filme. Aber - und daran würde man in der Schweiz schon gar nicht denken - garantiert nur jene, welche patriotisch sind und die Arbeit von Armee und Staat im allerbesten Licht darstellen. Vielleicht entsteht auch einmal ein realitätsnaher und ernster Film. Ganz sicher würden aber nie Filme dargestellt, die eine Armee schlechter machen als sie sonst schon ist und die die Armee der Lächerlichkeit preisgeben. Das VBS, das den Film zuerst grossartig unterstützt und danach auch noch beste Werbung für den Film macht, gibt sich (einmal mehr) schon vor der Premiere des Films der Lächerlichkeit preis....
5. Young4TREND, Dänemark (team 3)
In einer weiteren Newsletter-Serie soll in jedem Newsletter ein Mitglied der TEAM-Allianz (the alliance of EU-critical movements) vorgestellt werden. Total hat team über 60 Mitglieder aus 20 verschiedenen Nationen. Auch Young4FUN.ch zählt dazu. Heute stellen wir die "Volksbewegung gegen die EU" aus Dänemark vor:
Als Young4FUN.ch im Januar 2001 gegründet worden ist, hatten wir neben vielen anderen Referenten auch Kristian Groth von der EU-kritischen Junibewegung aus Dänemark. Er berichtete uns interessant über das sensationelle Nein Dänemarks zum Euro (siehe www.young4fun.ch/young/referate/christiangroth.htm). Von unserer Idee, den vielen anwesenden Jugendlichen und dem trendigen Namen war er so begeistert, dass daraufhin auch in Dänemark eine Anti-EU-Jugendbewegung namens Young4TREND entstanden ist. Weiteres über Young4TREND gibt es auf www.4trend.dk. www.4trend.dk ist inzwischen eine beliebte Platform für EU-kritische Jugendliche in Dänemark und selbstverständlich sind unsere Kontakte nach Dänemark hervorragend. Auf ihrer Homepage gibt es unter Downloads einige starke Bilder. Leider ist die Homepage nur in dänisch verfügbar - ein Besuch lohnt sich trotzdem!
6. Schweizer Ziegenmilch Spezialitäten (SWISS MADE 3)
Es sind bereits sehr viele Vorschläge für die Newsletter-Serie "SWISS MADE" eingetroffen. Natürlich freuen wir uns weiterhin über jeden Vorschlag.
Seit über 25 Jahren veredelt die Familie Koch in Gonten Produkte aus 100 Prozent reiner Ziegenmilch. Mit Ausdauer und mühevoller Kleinarbeit erwarb sie sich einen guten Namen für Qualitätsprodukte aus Ziegenmilch. Der Betrieb wird in der zweiten Generation von Mathias Koch geführt. Mittlerweile werden jährlich rund 70'000 Liter Ziegenmilch, davon über 80% im Sommer auf den Appenzeller Alpweiden gewonnen, zu Trinkmilch und Frischkäse verarbeitet. Aber auch weitere Spezialprodukte, wie Ziegenbalsam oder eine eigene Kosmetiklinie, gehören zum Sortiment des innovativen Nischenproduzenten. Macht euch selbst ein Bild von der Vielfältigkeit der Ziegenmilch und besucht den Betrieb unter
www.ziegenmilchprodukte.ch.
7. Schweizer Jugend: Eidgenössischer Sonderfall ist cool
Im letzten Newsletter haben wir auf die positiven Ergebnisse der neusten Jugendbefragung "Isola elvetica" hingewiesen. Unter www.chx.ch/de/News/isola_Kurzfassung-DE.pdf kann nun eine erste Kurzzusammenfassung angeschaut werden. Die gesamte Studie dürfte bald im Buchhandel erhältlich sein.
8. Brauchts in jedem EU-Land eine Botschaft?
Das Aussennetz der Eidgenossenschaft ist auf dem Prüfstand: Bundesrätin Micheline Calmy-Rey fragt sich, ob die Schweiz wirklich in allen EU-Ländern mit einem Aussenposten präsent sein muss. Eine Antwort traute sie sich allerdings nicht zu.
Mehr dazu im Bieler Tagblatt:
www.bielertagblatt.ch/article.cfm?id=145281&startrow=5&ressort=Schweiz-BE&kap=bta&job=7921310
9. EU startet Verfahren gegen Sparkassen
Die EU-Kommission hat die in Deutschland gesetzlich geschützte Bezeichnung "Sparkasse" im Visier. Nach Ansicht von EU-Binnenmarkt-Kommissar Frits Bolkesteien beschränkt das deutsche Kreditwesengesetz (KWG) die Niederlassungsfreiheit und verletzt damit EU-Recht.
Mehr in der Zeitung "die Welt": www.welt.de/data/2003/08/22/157774.html
10. EU-Chat: Pascal Lamy vor Cancun
Kurz vor der WTO-Ministertagung vom 10. bis 14. September 2003 in Cancun haben Sie die Möglichkeit, den EU-Handelskommissar ausführlich zu befragen: Am 4. September chattet Lamy von 18 bis 20 Uhr mit allen interessierten Gästen rund ums Thema WTO. Verweis:
www.europa-digital.de/euonline/eusites/events/
11. Ergebnisse EU-Umfrage
Im letzten Newsletter haben wir auf die Umfrage der Weltwoche zu den Auswirkungen eines EU-Beitritts auf die Schweizer Wirschaft hingewiesen. Die Ergebnisse sind klar: 59,4% sind der Meinung, dass ein EU-Beitritt wirtschaftlich Nachteile bringt, während 23,8% eher Vorteile für die Schweizer Wirtschaft sehen.
Quelle:
www.weltwoche.ch/interaktiv_umfrage_default.asp?category_id=31&sSurveyId=122&voteaction=UmfrageResultat
12. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.nato.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch
Redaktion: Reimann
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13. Abbestellen
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