Young4FUN.ch-Newsletter 95 vom 1. Juni 2005

1. ENDSPURT - DANKE - Einladung Abstimmungsfeier
2. Medienmitteilung zur heutigen EU-Pressekonferenz: Erweiterung des Schengener Raumes und EU-Haftbefehl
3. Aller guten Dinge sind 3: Auf Frankreich und die Niederlande folgt die Schweiz...
4. Deutliches Nee der Niederländer! 63% gegen EU-Verfassung!
5. Stimmrechtsbeschwerde gegen Schengen/Dublin-Abstimmung
6. Französische Föderalisten wollen in die Schweiz
7. Visa Missbrauch in Russland - Fischers Affäre geht weiter
8. Guter Grund für ein Nein: Euroturbos weibeln für ein Ja zu Schengen
9. Nach dem Nein von Frankreich
10. Impressum
11. Abbestellen
 


1. ENDSPURT - DANKE - Einladung Abstimmungsfeier
Liebe Freunde und Newsletter-Leser

Noch ist der Endspurt nicht vorbei und bis am Sonntag um 12 Uhr muss weiterhin um jede, aber auch wirklich jede Stimme gekämpft werden. Denn es könnte ganz ganz knapp werden. Trotzdem ist es jetzt Zeit, DANKE zu sagen. Es ist schier unglaublich, wie viele unabhängige Eidgenossinen und Eidgenossen im ganzen Land mit grossem Einsatz, Verstand und Herz gegen eine arrogante, verlogene Millionen-Propaganda-Kampagne angetreten sind und es damit überhaupt ermöglicht haben, dass die Nein-Seite auch zur Geltung gekommen ist.
VIELEN HERZLICHEN DANK AN ALLE, DIE SICH FÜR UNSER LAND GEKÄMPFT HABEN UND WEITERHIN KÄMPFEN!
Gerne laden wir Sie zur Abstimmungsfeier ein, um die Resultate gemeinsam mitzuverfolgen, zu diskutieren und hoffentlich mächtig zu feiern:
- Nein-zu-Schengen-Abstimmungsparty
Sonntag 5. Juni 2005 ab 16.00 Uhr
Hotel-Restaurant Toggenburg (http://www.toggi.ch), 9230 Flawil SG
Schnellzüge aus der Richtung Zürich und aus der Richtung St. Gallen halten in Flawil.
Parkplätze stehen genügend zur Verfügung. Es würde uns ausserordentlich freuen, Sie in Flawil begrüssen zu dürfen.
- Young4FUN.ch-Westschweiz trifft sich hier zur Abstimmungsparty:
Sonntag 5. Juni 2005 - 16.00 - 22.00 Uhr
Hôtel Aulac (www.aulac.ch) in Lausanne-Ouchy
 
2. Medienmitteilung zur heutigen EU-Pressekonferenz: Erweiterung des Schengener Raumes und EU-Haftbefehl
(Young4FUN.ch-Medienmitteilung vom 1.Juni 18:30 Uhr) Heute Nachmittag hat die EU-Kommission Vorschläge zur Erweiterung des Schengener Raumes anlässlich einer Pressekonferenz vorgelegt. Dabei werden Vorschläge zur Einführung des Schengener Informationssystems der zweiten Generation (SIS II) gemacht. Diese zeigen eindrücklich, wohin ein Beitritt der Schweiz zu Schengen führen würde.
Gemäss Vizepräsident der EU-Kommission Franco Frattini "sind die Hauptnutzniesser dieser Vorschläge die neuen EU-Mitgliedstaaten, die in den Schengener Raum der Freizügigkeit ohne Kontrollen an den Binnengrenzen integriert werden. Dies habe Vorteile für alle EU-Bürger, die sich dann im erweiterten Schengener Raum ohne Grenzkontrollen bewegen." Dies bedeutet die Aufhebung der Kontrollen an den Binnengrenzen ab 2007. Dies auch in Staaten aus Osteuropa, die mit einer grassierenden Kriminalität und Millionen von Ausreisewilligen, die bei uns schwarz arbeiten wollen, zu kämpfen haben. Auch im vor wenigen Tagen erschienen Bericht Innere Sicherheit vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) wird vor der Kriminalität in Osteuropa und vor der Russenmafia, welche in den neuen EU-Staaten besonders grossen Einfluss hat, gewarnt. Die Schweiz würde sich mit Schengen diesen grossen Problemen schutzlos ausliefern.
In der Medienmitteilung der EU steht zudem:" So soll SIS II beispielsweise dafür sorgen, dass ein von einem Mitgliedstaat ausgegebener Europäischer Haftbefehl sofort überall in Europa verbreitet wird." Damit wird endgültig klar, was bisher oft bestritten wurde: Ein Schweizer Ja zum Schengen-Beitritt hätte auch die Zulässigkeit des EU-Haftbefehls in der Schweiz zur Folge. Dies muss unbedingt verhindert werden.
Im Falle einer Annahme von Schengen würde die Schweiz auch zukünftige, bereits angekündigte Schengen-Erweiterungen mitmachen. Die Schweizer Souveränität würde massiv beeinträchtigt und schlussendlich führt Schengen die Schweiz unweigerlich in die EU. Für alle vernünftigen Schweizerinnen und Schweizer, die an die Zukunft unseres Landes glauben, wird klar: Schengen bringt grenzenlose Probleme.
Quellen:
Medienmitteilung der EU-Kommission:
- http://www.eu-kommission.de/html/presse/pressemeldung.asp?meldung=5668
- http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/05/651&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en
Bericht Innere Sicherheit:
- http://www.fedpol.ch/d/aktuell/berichte/biss_2004_d.pdf

3. Aller guten Dinge sind 3: Auf Frankreich und die Niederlande folgt die Schweiz...
Heute haben die Niederländer ein deutliches Zeichen gesetzt und mit etwa 63% die EU-Verfassung sehr deutlich abgelehnt. Das ist ein deftiger Schlag ins Gesicht der EU. Die Niederlande gehört zu den Gründernationen der EU. Trotzdem durfte das Volk bisher noch nie über die EU entscheiden. Jetzt hatte es endlich die Chance, ihrem Frust über die EU-Politik Ausdruck zu verleihen und diese Chance haben die Niederländer genutzt. Young4FUN.ch dankt und gratuliert dem niederländischen Volk ganz herzlich zu diesem wegweisenden und mutigen Entscheid! Aller guten Dinge sind 3: Nach dem französischen und dem niederländischen Volk ist es nun an der Schweiz, ein deutliches Zeichen zu setzen:
NEIN ZU SCHENGEN!

4. Deutliches Nee der Niederländer! 63% gegen EU-Verfassung!
 
Im Rahmen der Mitgliedschaft bei team (the european alliance of eu-critical movements) beteiligt sich Young4FUN.ch aktiv an der europaweiten Kampagne gegen die EU-Verfassung. Hier gehts zu ersten Reaktionen von team: http://www.teameurope.info und http://ww.teameurope.info/forum. Weitere Reaktionen von Gegnern der EU-Verfassung in den Niederlanden:
 
http://www.teameurope.info
http://www.geertwilders.nl
http://www.free-europe.org
http://www.grondweteuropa.nl
http://www.vrijspreker.nl/blog/?itemid=2257
http://www.europa-magazin.de
http://euobserver.com/
 

5. Stimmrechtsbeschwerde gegen Schengen/Dublin-Abstimmung

Das „Bürgerkomitee für Wahrheit und Verantwortung“ hat heute die Stimmrechtsbeschwerde-Schrift gegen die Abstimmung zu den Abkommen zu Schengen und Dublin (Bundesbeschluss vom 17.12.2004) ans Bundesgericht  der Post übergeben. Verlangt wird eine Verschiebung der Abstimmung, jedenfalls Aufhebung eventuell Wiederholung derselben sowie aufschiebende Wirkung minimal für die Erwahrung des Abstimmungsergebnisses.
Gerügt werden anhand Bundesbüchlein und Äusserungen aus dem Bundeshaus bspw:
-  fehlende/ unterschlagene Informationen: Keine Hinweise auf die Unzahl von Grund-/ 
    Nebenerlassen in den Anhängen A & B/ Keine Darstellung der Abkommen an sich
-  unvollständige, fehlerhafte Informationen: Keine Abhandlung zum EU-Haftbefehl, obwohl
   kontrovers/  kein Hinweis auf rückwirkende Kostentragungspflicht ab 2002
-  halbwahre Informationen: Instrumentalisierung von Grenzwacht-  und Polizeikorps
-  unwahre Informationen: Unterdrückung der absoluten Pflicht zur Übernahme der
   Weiterentwicklung des Schengen-Besitzesstands/   Bestreitung offenkundiger
   Souveränitätsverluste zufolge zwingender Übernahme EU-Recht/   völlig falsche weil
   Schengen-widrige Darstellung der Personenkontrolle und Ausweispflicht an der Grenze/
   Diskriminierungsabsicht des Bundesrats gegenüber einreisenden Ausländern.
Gerügt wird im Sinn einer Quintessenz, dass die Stimmbürger durch diese wohl gezielte Fehlinformation in die Irre geführt werden sollen und so der wahre Volkswille verfälscht wird: Verstoss gegen Bundesverfassung BV Art. 34.
Der Bundesrat muss sich daher auch Verhalten wieder Treu und Glauben gefallen lassen: BV Art. 5 Abs. 3.  Er bricht die Verfassung in zweifacher Hinsicht.
Es ist inakzeptabel, dass der Stimmbürger nur mit einem spröden Bundesbeschluss mit hauptsächlich teilweise nichts sagenden Gesetzesänderungen (über 24 Seiten von total 25!), nicht aber mit den tatsächlichen Inhalten und Konsequenzen der Schengen/ Dublin Abkommen vertraut gemacht wird.
Das Komitee kritisiert die ebenso oberflächliche wie schludrige Redaktion des „Bundesbüchleins“, obwohl es bei dieser Abstimmung um eine Weichenstellung für die Schweiz geht. Das Komitee kämpft für Wahrheit und Verantwortung auch in der Politik. Das Komitee ist unabhängig und kein Abstimmungskomitee!
Im Auftrag des Komitee’s: RA Hans-Jacob Heitz, Sekretär


6. Französische Föderalisten wollen in die Schweiz
Aus Enttäuschung über das Nein Frankreichs zur EU-Verfassung hat die Föderalistische Partei in der ostfranzösischen Region Franche Comte PFCC deren Angliederung an die Schweiz gefordert. Darüber sollten die Einwohner per Referendum befragt werden, forderte die Partei. Sie werde bald eine Petition starten. "Wenn wir schon beim europäischen Aufbau draussen bleiben, dann lieber in einem Land, wo die Arbeitslosenquote unter 4  liegt und die Kaufkraft deutlich über unserer liegt." Die Partei mit Sitz in Besancon verlangt seit den Regionalwahlen 1998 die Schaffung von Regionalregierungen.

(Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/503921.html)

Generell haben Regionalisten-Parteien und Anti-EU-Parteien in Franken einen sehr grossen Zulauf. Zum Beispiel die Partei "Alsace d'abord" (http://www.alsacedabord.org/) fordert den EU-Austritt und die Unabhängigkeit des Elsasses.


7. Visa Missbrauch in Russland - Fischers Affäre geht weiter
Alle Probleme beseitigt, die Visa-Affäre Vergangenheit? Vielleicht sollte sich Fischer gegenwärtig einmal die Schlangen vor dem deutschen Konsulat in Moskau ansehen. Und viele die hier anstehen, sind Kuriere von Moskauer Reisebüros, die Visa gleich bündelweise rausschleppen. Im letzten Jahr wurden allein in Moskau 250.000 Visa erteilt. Mehr zu diesem brisanten Thema in einem Report vom bayerischen Rundfunk:

http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2005/00239/
 


8. Guter Grund für ein Nein: Euroturbos weibeln für ein Ja zu Schengen
Dass die grössten Euroturbos der Schweiz, die NEBS (Neue Europäische Bewegung Schweiz), sich vehement für Schengen einsetzen, ist der beste Grund für alle EU-Gegner, Schengen abzulehnen. Die NEBS gibt unverfroren zu, dass sie sich für ein Ja einsetzen, damit die Schweiz näher an die EU herangebracht wird: "Die Teilnahme an «Schengen/Dublin» ist ein wichtiger Schritt in Richtung Europa. Dank der Assoziation verstärkt sich die Zusammenarbeit der Schweiz mit der EU. Die Schweiz kann sich in den Expertengremien einbringen und wichtige Erfahrungen mit der EU sammeln. Zudem zeigt die Schweiz, dass sie nicht nur an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der EU interessiert ist, sondern auch an den sonstigen Errungenschaften mitarbeiten will."

9. Nach dem Nein von Frankreich
Düstere Stimmung bei den EU-Bürokraten: Frankreich hat die EU-Verfassung abgelehnt. Nun müssen sich die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel im Juni mit der Ablehnung befassen, der Ratifizierungsprozess soll zunächst weitergehen. In unserem Dossier über Europas schwierigen Weg zur Verfassung blickt europa-digital auf die Abstimmung in Frankreich und deren Bedeutung für die Zukunft Europas:
http://www.europa-digital.de/forward.php?link=258
 
10. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
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Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
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