Young4FUN.ch-Newsletter 96 vom 15. Juni 2005

1. Slowakei zahlt Prämie für Arbeitssuche in Nachbarländern
2. Online-Umfragen
3. Laut Umfrage: Nein zur Abstimmung über Personenfreizügigkeit
4. 57 Verstösse gegen Meldevorschriften in Basel-Stadt
5. Young4FUN.ch braucht Dich: WEBMASTER GESUCHT
6. Jung, zum Spass - und Rechts
7. Lehrstellensituation und globale Arbeitnehmerbschaffung
8. Warum nicht die deutschen Nachbarn fragen?
9. Osteuropa-Expertin warnt vor dem freien Personenverkehr
11. Abrechnung des einfachen Mannes
12. Die Schweiz kann sich erst öffnen, wenn Europa demokratisch ist
13. Impressum
14. Abbestellen
 
 
 
1. Slowakei zahlt Prämie für Arbeitssuche in Nachbarländern
Bratislava - Die slowakische Regierung will Arbeitslosen eine Prämie zahlen, wenn sie sich in den EU-Nachbarstaaten Arbeit suchen. Wie eine Sprecherin des Arbeitsministeriums der dpa bestätigte, soll die Prämie in einem zunächst auf maximal 4000 Teilnehmer begrenzten Test von den lokalen Arbeitsämtern ausgezahlt werden. Voraussetzung sei, dass die Empfänger der Prämie mindestens drei Monate als Arbeitssuchende registriert waren. Zielländer seien die EU-Nachbarn Österreich, Ungarn, Tschechien und Polen. Nach Polen wies die Slowakei mit 17,5 Prozent im Mai 2005 die zweithöchste Arbeitslosenrate der EU aus.
Sollte die Schweiz der Ost-Personenfreizügigkeit zustimmen, wie ein Sprecher des Arbeitsministeriums gegenüber Young4FUN.ch bestätigte, werde selbstverständlich auch eine Prämie bezahlt, um in die Schweiz arbeiten zu gehen. Die arbeitslosen Billigarbeiter aus dem Osten drängen schon ohne staatliche Förderung zu Millionen nach Westeuropa. Diese Massnahmen der slowakischen Regierung werden die Flut noch verstärken und sie zeigen eindrücklich, wohin eine Annahme der Ost-Personenfreizügigkeit führt.
(Quelle: dpa/online vom 14.06.2005 02:46)
 

2. Online-Umfragen
Auf www.facts.ch (Achtung, aufgrund der Fragestellung ist hier "Ja" zu stimmen) und auf www.telebasel.ch finden aktuell Online-Umfragen zur Personenfreizügigkeit statt. Bitte mitmachen!
 

3. Laut Umfrage: Nein zur Abstimmung über Personenfreizügigkeit
Als Motivation für alle Kämpferinnen und Kämpfer: Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Genfer Insituts Erasm, die letzte Woche im Auftrag der Westschweizer Sonntagszeitung "Le Matin dimanche" bei 1024 stimmberechtigten Personen in der ganzen Schweiz durchgeführt wurde. Laut den Ergebnissen haben 21 Prozent der Befragten noch nicht entschieden, wie sie am 25. September stimmen werden. Die Ablehnung ist laut der Umfrage besonders auf die Haltung in der Deutschschweiz zurückzuführen: 46 Prozent würden dort ein Nein in die Urne legen und 34 Prozent würden Ja stimmen. In der Romandie liegt der Nein-Stimmen-Anteil bei 37 Prozent und jener der Ja-Stimmen bei 36 Prozent. Zu den Gründen der Ablehnung befragt, gaben 37 Prozent an, sie hätten "sehr" Angst vor Lohneinbussen. 22 Prozent haben ein wenig Angst davor und 33 Prozent gar keine. Eine vergangene Woche publizierte Umfrage des Instituts Demoscope im Auftrag des Nachrichtenmagazins "Facts" hatte ergeben, dass fast die Hälfte der Stimmberechtigten noch unentschlossen war. 30 Prozent der Stimmbürger hätten danach Ja zur Öffnung des Arbeitsmarktes gesagt und 26 Prozent Nein. Keine Chance hat laut der neusten Umfrage weiterhin ein EU-Beitritt der Schweiz. 57 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus und nur 29 Prozent dafür. 13 Prozent sind unentschlossen.
(Quelle: sda)
 

4. 57 Verstösse gegen Meldevorschriften in Basel-Stadt
Basel. SDA/baz. In den letzten fünf Monaten sind bei Kontrollen von Firmen und Arbeitnehmenden im Kanton Basel-Stadt 57 Verstösse gegen die Meldevorschriften festgestellt worden. Ausgesprochen wurden 17 Verwarnungen und 40 Bussen im Gesamtbetrag von 12'000 Franken.
63 Firmen und 132 Personen seien kontrolliert worden, schreibt das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Dienstag. Bei 124 Personen sei geprüft worden, ob die Meldevorschriften eingehalten werden. In 20 Fällen seien Baustellen kontrolliert worden. Noch pendent seien zwei Verfahren gegen ausländische Firmen, welche die in  den Gesamtarbeitsverträgen festgelegten Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht eingehalten hätten. Die entsprechenden Meldungen seien in den letzten beiden Monaten eingegangen. Das AWA stellt fest, dass der Bedarf nach Informationen zur Personenfreizügigkeit immer noch hoch ist.
 

5. Young4FUN.ch braucht Dich: WEBMASTER GESUCHT
Young4FUN.ch bracht dringend Deine Hilfe:
Für die Betreuung und Aktualisierung von www.young4fun.ch ist Young4FUN.ch (Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz) auf der Suche nach einer zuverlässigen und kompetenten Person, welche sich bereit erklärt, die deutsche Seite regelmässig und ehrenamtlich zu aktualisieren. Interessierte melden sich bitte mittels einem E-Mail an info@young4fun.ch. Ganz herzlichen Dank im voraus!
 

6. Jung, zum Spass - und Rechts
Unsere Ziele sind zwar sehr sehr ernst, aber der Weg zum Ziel darf Spass machen. Trotzdem möchten wir unserer Newsletter-Leserschaft folgenden Artikel "Jung, zum Spass - und Rechts" von Blick Online nicht vorenthalten: http://www.blick.ch/news/schweiz/artikel21849.
 

7. Lehrstellensituation und globale Arbeitnehmerbschaffung
Am 9.6.2005) berichtete 10 vor 10 (Archiv unter www.10vor10.ch), dass in der Schweiz ein noch nie da gewesener Lehrstellenmangel herrsche. Man solle doch ausbilden, da die Arbeitnehmer der Zukunft heute ausgebildet werden müssten. Das sehen viele industrielle Arbeitgeber anders. Schon heute können sie in Westeuropa und Ostdeutschland gut ausgebildete und günstige Arbeitskräfte rekrutiert werden. Warum sollten sie, bei einer bevorstehenden Erweiterung auf Osteuropa, ausbilden; steht doch ein weitere Verbilligung und eine noch grössere Reserve in Aussicht?!
Viele Damen und Herren des Schweizer Mittelstandes sind sich ihrer Verantwortung sehr wohl bewusst; doch das reicht nicht. Wir brauchen auch das Ausbildungsbedürfnis der „Global Player“. Und die besorgen sich die Leute eben global, wenn möglich. Der Weg des geringsten Widerstandes….
In Grossbritanien sind kurz nach der Osterweiterung der EU 1.000.000 Polen beschäftigt gewesen; ein Millionengeschäft! Warum sich also mit Lehrlingen herumschlagen?
 

8. Warum nicht die deutschen Nachbarn fragen?
Zu Luzern im "Schweizerhof" sagte Bundesrat Joseph Deiss, wenn die Schweiz dem freien Personenverkehr mit den EU-Oststaaten zustimme, müsse künftig jeder Arbeitnehmer aus dem EU-Ausland zuerst einen Arbeitsvertrag vorweisen, wenn er in die Schweiz gelangen wolle. Das ist eine Aussage wider besseres Wissen; denn wenn die Schweiz der Erweiterung der Personenfreizügigkeit zustimmt, darf jeder Ausländer aus einem EU-Staat mindestens sechs Monate lang in der Schweiz Arbeit suchen. Und Grenzkontrollen fänden bei einem Ja zu Schengen ohnehin keine mehr statt. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der Schweizerzeit:
http://www.schweizerzeit.ch/1305/nachbarn.htm
 

9. Osteuropa-Expertin warnt vor dem freien Personenverkehr
Sie muss es wissen:
Der folgende Beitrag wurde von einer jungen gebürtigen Polin erstellt, die seit Ihrer Kindheit in der Schweiz wohnt, für knapp 3 Jahre bis zum Abschluss der Matur in Polen gewohnt hat und seit dem wieder in der Schweiz lebt. Sie pflegt einen guten Kontakt zum Heimatland.
Ihre Argumente beruhen
- auf einer Marktforschungsstudie die im Jahr 2004 in Polen in einer der wichtigsten Tageszeitungen veröffentlicht wurde „Die Jungen in der EU“
- auf Gesprächen mit Polen in ihrem Heimat (Gespräche mit Menschen die den Minimallohn bekommen und auch sehr viele Arbeitslose kennen, mit reichen Menschen, mit Menschen aus Warschau und  aus einem kleinen Dorf, Familien und Einzelpersonen).
- den betriebswirtschaftlichen & wirtschaftswissenschaftlichen Wissen von Uni/HF
Zum Argumentarium:
http://www.ost-personenfreizuegigkeit.info/argumente_aus_sicht_einer_osteuropaerin_v03.pdf
 


11. Abrechnung des einfachen Mannes
Die Ratlosigkeit beweist die Unfähigkeit. Die Schröders, Chiracs, Junkers, Barrosos, & Co. sind am Ende. Sie haben Europa verplant ohne Berücksichtigung der Meinung des einfachen Mannes.
"Nach dem Nein der Niederländer herrscht in Europa Ratlosigkeit über die Zukunft des Vertragswerks. Das niederländische Parlament wollte noch am Donnerstag zu Beratungen über das Ergebnis des Referendums vom Vortag zusammenkommen. Dabei hatten 61,6 Prozent der Wähler gegen die EU-Verfassung gestimmt."
http://www.stern.de/politik/ausland/541216.html?nv=ct_mt

"Das doppelte Scheitern der Verfassung hat eine schwere Krise in Europa eröffnet. In Brüssel herrscht Ratlosigkeit, der politische Elan ist vorerst gebrochen. Nun zweifeln auch weitere EU-Staaten an dem Vertragswerk."
http://www.stern.de/politik/ausland/541248.html?eid=540260&nv=ex_L3_ct

"In Umfragen waren die Gegner der Verfassung in Großbritannien fast durchweg in der Mehrheit.-
Machtpolitisch hat der britische Premier Tony Blair das Richtige getan - er hat das Verfassungsreferendum abgesagt, ohne auf die "lahmen Enten" Jacques Chirac und Gerhard Schröder zu achten. Auch der EU erweist er so einen Dienst."
http://www.stern.de/politik/ausland/541346.html?eid=540260&nv=ex_L3_ct

 
12. Die Schweiz kann sich erst öffnen, wenn Europa demokratisch ist
Wir haben vergessen, was Demokratie ist. Offene Grenzen in ein feudalistisches Europa? Ein Beitrag von Ivo Muri, Sursee:
http://www.ch-libre.ch/neuebeitraege/offene_Grenzen_feudalistisches_europa.pdf
(Zeit & Mensch. Institut für Zeitwirtschaft und Zeitökologie)


13. Impressum
Für den Newsletter verantwortlich:
Young4FUN.ch
Junge für Freiheit, Unabhängigkeit u. Neutralität Schweiz
Postfach 569
9501 Wil
PC-Konto: 90-724162-3
info@young4fun.ch
www.young4FUN.ch
www.nato.ch
www.EUnein.ch
www.UEnon.ch

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