1. Neuste Umfrage: ALLES IST
MÖGLICH!
2. Memorandum of Understanding: Das Originaldokument
3. Osthilfegesetz im Original
4. Zitat der Woche: "Ja zum EU-Beitritt = Ja zur
Ostmilliarde"
5. EU-Haushalt
6. Wohin fliesst das Geld der Ostmilliarde?
7. Neues EU-Logo?
8. Schweizer Detaillistenverband: Nein zum
Osthilfegesetz (Updated)
9. Impressum
10. Abbestellen
1. Neuste Umfrage: ALLES IST
MÖGLICH!
Zum kleinen Jubiläum (Ausgabe 100 des Young4FUN.ch-Newsletters)
dürfen wir eine positive Meldung machen: Gemäss der allerneusten,
repräsentativen Umfrage sind die Gegner der Ostmilliarde mächtig am aufholen.
Die in der Sonntagszeitung publizierte Umfrage sieht wie folgt aus:
46% Befürworter (bei fallender Tendenz)
39% Gegner (Tendenz steigend)
15%
Unentschlossen (stabil)
Bereits zieht man den Vergleich zum 1992 gescheiterten
EWR-Beitritt. Im Gegensatz zu allen gewonnenen EU-Abstimmungen verharrte
damals die Zustimmung in den Umfragen bei schwachen 47 Prozent. PR-Mann Guido
Weber, für die Kampagne mitverantwortlich, kommt zum Schluss: «Wie beim EWR
macht das Ja keine Fortschritte. Wir riskieren ein Nein.» Gemäss dem
Bericht der Sonntagszeitung haben die Befürworter schätzungsweise bereits 4
Millionen Franken für Propaganda investiert. Nun wollen sie in den letzten
zwei Wochen nochmals diverse Aktivitäten lancieren, Inserate schalten und
natürlich viel Geld für Propaganda und Angstmacherei investieren.
Darauf
müssen wir jetzt eine Antwort bereit halten und nochmals ALLES MOBILISIEREN!
Bitte helfen Sie dabei mit: Mit persönlichen Gesprächen, Leserbriefen, Mails,
Klebern und natürlich dem Verteilen von Flugblättern. Die letzten zwei Wochen
werden über den Ausgang dieser Abstimmung entscheiden. Und wir alle müssen nun
für ein Nein kämpfen!
Zum
Artikel der Sonntagszeitung:
http://www.sonntagszeitung.ch/dyn/news/nachrichten/686755.html
2.
Memorandum of Understanding: Das Originaldokument
Oft sind
wir von erstaunten und schockierten Bürgerinnen und Bürgern gefragt worden, ob
es denn wirklich wahr sei, dass Madame Calmy-Rey bereits - also bevor das Volk
sich dazu äussern konnte - in Brüssel ein "Memrandum of Understanding" über
den Beitrag von einer Milliarde Schweizer Franken unterschrieben habe? Ja, das
ist es! Das Originaldokument finden Sie hier:
http://www.bundesgesetzost.admin.ch/dokumentation/00438/00466/index.html?lang=de
3. Osthilfegesetz im Original
Über das Osthilfegesetz wird momentan viel gestritten und die Befürworter
verdrehen die Tatsachen nach Lust und Laune. So wird zum Beispiel
fälschlicherweise behauptet, der Betrag sei auf eine Milliarde begrenzt. Als
beste Richtigstellung dient das Osthilfegesetz im Original:
4. Zitat der Woche: "Ja zum EU-Beitritt = Ja zur Ostmilliarde"
Das Zitat der Woche findet sich auf der Homepage (
www.y-e-s.ch)
der young european swiss, die sich mit einer Kampagne für die Ostmilliarde
einsetzt: "
Bei einem JA am 26.
November können die Mitglieder der yes ein ganz klein Wenig stolz auf die
Schweiz sein und sind ihrem Ziel, der EU-Mitgliedschaft, einen psychologisch
wesentlichen Schritt näher gekommen."
Das trifft den Nagel auf den Kopf! Den
EU-Befürwortern ist längst klar, dass die Stimmbürger einem direkten
EU-Beitritt niemals zustimmen würden. Daher versuchen sie durch die
Hintertür die wichtigsten Hürden abzubauen. Schon
vor Jahren äusserte sich Bundesrat Moritz Leuenberger mit unüberbietbarer
Klarheit (Frankfurter Rundschau vom 2.3.2001): „Je mehr Hürden wir
abbauen, desto selbstverständlicher kann der EU-Beitritt später vollzogen
werden“. Die zwei allergrössten Hürden sind dabei die Direkte Demokratie
und die riesigen Nettozahlungen an die EU. Beides wird durch das
Osthilfegesetz empfindlich angetastet. Denn über das Osthilfegesetz
und über die Teilnahme an weiteren EU-Programmen sollen in Zukunft
Milliarden von Schweizer Franken in die marode EU gepumpt werden. Und das
Volk soll gemäss Gesetz zu diesen Ausgaben nichts mehr sagen können, was die
Direkte Demokratie in diesem Bereich ausschaltet.
Fazit: Wer gegen den EU-Beitritt ist,
stimmt Nein zur Ostmilliarde!
Die Europäische Union listet erstmals die Empfänger von EU-Geldern im
Internet auf:
http://ec.europa.eu/grants/index_en.htm
Der Haken: Die Seite listet nur, was die Mitgliedsstaaten ins Netz stellen.
Gerade einmal elf Nationen publizieren beispielsweise, welche
agrarpolitischen Hilfen sie empfangen. Und in Sachen Kohäsionszahlungen
schweigen praktisch alle Staaten. Seltsam.
6. Wohin fliesst das Geld der Ostmilliarde?
Oft wird die berechtigte
Frage aufgeworfen, wofür das Geld denn eigentlich verwendet wird. Bisher ist
einzig geregelt, wie viel Geld in welches Land fliessen soll. So zum
Beispiel 489 Mio. nach Polen, 130 Mio. nach Ungarn oder 109 Mio. nach
Tschechien. Die konkreten Projekte sind noch unbekannt. Ein Blick in den
EU-Kohäsionsfonds lässt allerdings nichts Gutes erahnen. So bestätigen
diverse Berichte von Aufsichtsorganen und unabhängigen Experten, dass ein
grosser Teil des Geldflusses nicht kontrolliert werden kann und somit für
Korruption und Bürokratie anstatt für echte Hilfe verloren geht. Und jenes
Geld, das nicht in den Händen von gierigen Beamten und dubiosen
osteuropäischen Politikern verschwindet, wird leider auch nicht für
frierende Strassenkinder oder hungernde Senioren eingesetzt.
Denn die Zauberformel des
EU-Kommissionspräsidenten heisst "Earmarking of funds from cohesion funding"
- zu deutsch "Zweckbindung von Mitteln des Kohäsionsfonds". Diese
Zweckbindung sieht vor, dass ein Grossteil der Fördermitteln nur noch zur
Wettbewerbsfähigkeit, eines der Hauptziele der EU-Lissabonstrategie,
eingesetzt wird. Das heisst, dass mit dem Geld neue Autobahnen oder
Verwaltungs- und Funktionärsbüros gebaut werden und Grosskonzerne gefördert
werden. Anstatt den leidenden Menschen zu helfen, wird hier also die direkte
Konkurrenz von Schweizer Unternehmen gefördert. Die Arbeitslosen und Armen
müssen ja nicht mit EU-Geldern gefördert werden. Sie sollen – dank dem
freien Personenverkehr – einfach auswandern – unter anderem in die Schweiz,
wo die Sozialwerke noch halbwegs intakt sind.
Niemand zweifelt daran,
dass auch die Schweiz einen solidarischen Beitrag an ärmere Menschen in
anderen Ländern dieser Welt leisten soll. Doch über die
Entwicklungszusammenarbeit leistet die Schweiz schon heute einen sehr hohen
Beitrag. Für die Jahre 2004 bis 2007 sprach des Parlament beispielsweise
einen Rahmenkredit von 4,2 Milliarden Franken für die
Entwicklungszusammenarbeit. Und über weitere – oft vom Staat subventionierte
- Organisationen fliessen weitere Milliarden ins Ausland. Die Schweiz tut
also heute schon sehr viel für die Welt. Und dieses freiwillig und
unabhängig eingesetzte Geld hilft den Bedürftigen auf jeden Fall besser als
aufgrund von EU-Druckversuchen Geld in dubiose
Projekte zu stecken. Die neuen EU-Staaten bekommen über den
EU-Kohäsionsfonds bereits Milliarden. Und dies soll gemäss EU-Finanzhaushalt
solange fortgesetzt werden, bis das Pro-Kopf-BIP über 90 % des
Gemeinschaftsdurchschnitts liegt. Die Schweizer Hilfe wird also in diesen
Staaten ganz bestimmt nicht mehr gebraucht.
Mehr dazu:
http://www.eu-nein.ch
Die EU-kritische Organisation Democracy Movement aus England
hat einen absolut passenden und sehr witzigen Gegenvorschlag als Logo für
die EU präsentiert. Dieser findet sich hier:
http://www.democracymovement.org.uk/
8. Schweizer Detaillistenverband: Nein zum
Osthilfegesetz (Updated)
(Im der letzten Newsletter-Ausgabe konnten offenbar einige
Leserinnen und Leser das Dokument nicht öffnen. Darum stellen wir Ihnen den
Link hiermit nochmals zur Verfügung.)
9. Impressum
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